Marchionne in Genf...

lanciadelta64
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Marchionne in Genf...

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Marchionne hat auf eine Vielzahl von Fragen der Journalisten geantwortet. Ohne jetzt alles wiederzugeben, einige wichtige Punkte, weil sie ja auch Mazda/FCA, 500x/Renegade und Chrysler/Lancia...

Also laut Marchionne war "nie die Rede", dass der Spider, der aus der Zusammenarbeit mit Mazda hervorgehen sollte, um jeden Preis als "Alfa" auf den Markt kommen sollte. Fakt ist, so SM, der Spider wird kommen, aber unter welchen Namen, wird man noch sehen.

Da ich selbst ja auch meine Zweifel bezüglich "großer" Motoren im Zusammenhang mit dem 500x geäußert habe, möchte ich hier anmerken, dass Marchionne davon sprach, dass der 500x auch in den USA verkauft werde und somit ist natürlich anzunehmen, dass auch bei den Motoren mehr oder weniger die gleiche Wahl getroffen wird. Die Frage wird dann nur sein, welche werden in Europa angeboten und welche "exklusiv"...

In Anspielung auf den Zusammenschluss von Chrysler und Lancia wurde gefragt, ob es auch in Zukunft Chrysler-Modelle in Europa geben werde. Marchionne antwortete mit einem klaren "Ja", aber näheres könne er noch nicht sagen und verwies - wie bei vielen Fragen - dass man darauf erst im Mai mehr sagen könne (genauso wie auch zu den Produkten mit dem Brand "FIAT").

Auf die Frage nach Elektroautos reagierte Marchionne eher "gereizt" und meinte "hört mir damit auf, das sei ein finanzielles Fiasko, nichts anderes und wir werden den Weg traditioneller Motoren fortsetzen".


Also Fazit (Stand 04.04.2014 :D, wir kennen ja SMs "Sprunghaftigkeit"):

Es wird einen Spider zusammen mit Mazda herauskommen. Unter welchem Brand aber wird noch entschieden!
Der 500x wird zusammen mit dem Jeep Renegade in den USA angeboten und man erhofft sich eine hohen "Profit"
Elektroautos spielen weiterhin keine Rolle und Marchionne hält sie nur "Showobjekte ohne Perspektive in absehbarer Zeit"
Es wird auch in Zukunft Chrysler-Fahrzeuge nach Europa kommen (mein Freundlicher hat mir vor einiger Zeit das Thema angeschnitten, weil ital. Lancia-Händler, die meistens auch FIAT-Händler sind, "Garantien" wollen, wie es mit Lancia bzw. mit Fahrzeugen aussieht, die in Zukunft die Lücken schließen müssen, die das Ausscheiden einiger Lancia-Modelle hitnerlassen werden). In welcher Art und Weise und welche Modelle wird man erst im Mai (?) bekanntgeben.
acerdirk
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Re: Marchionne in Genf...

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Hier ein Zitat:

“We now have 10 brands and sell around four million cars a year and we can’t accede to every request as hard as that may be for Lancia enthusiasts to take,” Marchionne says.

“We need to make money and we will reveal more about what we intend to do with the brand in May.”
arhoening
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Re: Marchionne in Genf...

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Was soll da noch kommen? Schwätzer!
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lanciadelta64
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Re: Marchionne in Genf...

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Ich sprach nicht, dass es weitere Lancia-Modelle geben wird, sondern dass es welche von Chrysler nach Europa kommen könnten. Welchen "Markennamen" sie dann bekommen werden, steht auf einem anderen Blatt. Es sieht aber so aus, als wolle man doch weiterhin Fahrzeuge aus Nordamerika nach Europa bringen. Nicht mehr und nicht weniger...
Parzifal
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Re: Marchionne in Genf...

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man wird Chrysler wieder Weltweit vertreiben, ich denke dass man spätestens in 5 Jahren wieder Chrysler in Europa hat als Vollsortimenter.

Momentan sieht es ja wirklich so aus als dass man Dodge wohl doch einstampft, dann wird der nächste Dart als Chrysler 100 kommen, der nächste Freemont wird wohl auch ein Chrysler und siehe da Sortiment komplett dann würde Fiat wie angekündigtr nur noch 500er und Pandas sein und der rest Chrysler eventuell sogar mit Chrysler Ypsilon als Nachfolger des aktuellen Ypsilon, so könnte es was werden.

edit meint dann könnte der Spyder eventuell wirklich als Crossfire Nachfolger kommen ^^, was aber so richtig mit Alfa werden soll erschliest sich einem nicht wirklich.
web.uno
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Re: Marchionne in Genf...

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für CHRYSLER-europa hat man ja früher schon DODGER hergenommen um das sortiment nach unten abzurunden [z.b. NEON].
ich glaube ganz fest daran das man DODGE einstellt, vielleicht bringt man CHRYSLER ja schon früher zurück nach europa und verpasst dem DART kurzerhand eine CHRYSLER-front um ihn als 100 verkaufen zu können, von der seitenlinie passt der DART ja sowieso jetzt schon besser zur neuen CHRYSLER-linie [wie der 200 genannt wurde] als zu DODGE. der FREEMONT wurde nur gebaut um die lücke, die man mit der einstellung des kurzen VOYAGER, schuf wieder aufzufüllen.
man wird die einzelnen marken reduzieren, wie ich es ja schon mal aufgelistet habe. weniger marken, diese sind dafür dann global-player...

USA
ALFA wird wieder auferstehen
CHRYSLER bekommt ein grösseres sortiment
DODGE muss sterben
FIAT wird im der 500er reihe ja noch ausgebaut, ist für CHRYSLER-händler dann so wie SMART für MB-händler
JEEP da muss man nichts ändern, ist schon jetzt die globalste aller marken
RAM bekommt durch FIAT-PRO auch ein grösseres sortiment
SRT ist als subbrand der haus- und hof-tuner für alle konzernmarken, mit der VIPER sogar ein eigenes modell

EUROPA
ABARTH wird so wie in den USA zur ausstattungslinie degradiert
ALFA wird wieder auferstehen
CHRYSLER wird wieder eingeführt
FIAT bekommt nur noch kleine wägen im 500 und PANDA-style
JEEP da muss man nichts ändern, ist schon jetzt die globalste aller marken
LANCIA muss sterben
RAM wird die neue bezeichnung für FIAT-PRO

ENDERGEBNIS
ALFA - sportlich
CHRYSLER - elegant
FIAT - klein und knuffig
JEEP - offroad und SUV
RAM - nutzfahrzeuge
SRT - interne tuningmarke, ähnlich wie AMG

somit hätte man auf 6 marken reduziert, jede von ihnen wäre global, hätte eine eindeutige linie und käme keiner anderen ernstahft in die quere.
MfG,
martin
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lanciadelta64
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Re: Marchionne in Genf...

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Ein Chrysler Ypsilon wäre in meinen Augen in Italien absolut unverkäuflich und ob so ein Modell wirklich erfolgreicher außerhalb Italiens wäre als der aktuelle Ypsilon bezweifle ich doch stark udn somit würde sich ein SM eher das Projekt schenken, denn ein Risiko eingehen, am Ende weder in Italien so ein Modell verkaufen noch außerhalb Italiens, um die Verluste, die man dann in Italien erleben würde (immerhin ist das aktuelle Modell 2013 auf Platz 3 der Zulassungszahlen gekommen), reinzuholen.

Ich weiß auch "sicherer Quelle", dass es "hitzige" Diskussionen mit dem Händler-Verband der FIAT-Gruppe und FIAT-Automobiles gegeben hat. Für FIAT ist das insofern "unangenehm", weil viele der FIAT-Händler auch Lancia haben und somit kann man etwas die Muskeln spielen lassen. Dass am Ende Lancia als Brand wegfiele und/oder am Ende keine Modelle mehr die Lücke schließen, die andere Lancia-Modelle nach dem Ablauf hinterlassen werden, wird nicht so einfach "geschluckt" und so wurde beim Treffen den Händlern vonseiten FIAT "Berühigungspillen" verabreicht.

Das heißt, FIAT "bemüht" sich, für Ausgleich zu schaffen. Das Problem ist, Jeep geht nicht, weil man so viele Händler nicht Jeep anbieten kann bzw. in vielen Zonen die "unverkäuflich" sind. Abarth kann man auch nicht ausweiten, weil viele Händler schon zuvor die Marke "dankend" abgelehnt haben, da einfach "zu teuer" und mit dem Wegfall des Punto Abarths, wird keiner nur für ein Modell Investitionen tätigen bzw. sind die zu erwartenden Verkäufe nicht größer als vielleicht eines Lancia Themas, also nicht wirklich "erbauend".

Daher stehen im Raum, dass eventuell Chrysler-Modelle nach Europa kommen könnten. Genaueres konnte man nicht sagen, weil es Probleme bei den Motoren gibt, denn bekanntlich sind die Motoren, die für den US-Markt vorgesehen sind, in Europa und/oder vor allem Italien (und es geht jetzt um das ital. Händlernetz) absolut unverkäuflich sind.

Es wird auch nicht ausgeschlossen, dass der Ypsilon einen Nachfolger bekommen könnte. Aber das ist alles "Zukunftsmusik".

Fakt ist, die Händler sind nicht gewillt, einfach den Verlust von Modellen bei Lancia so hinzunehmen. FIAT muss für Ausgleich sorgen und Fakt ist auch, durch die Koppelung von FIAT und Lancia besitzen die Händler eine gewisse "Hausmacht" und in Turin ist man nicht interessiert, nachdem es schon Ärger wegen des Pandas gegeben hatte (die Händler sind verärgert, dass der Panda wegen einer verkorksten Marketingstrategie und dem fehlenden ESP nur 4-Sterne bekam), weiter Öl ins Feuer zu gießen.



Wie gesagt, es hieß da schon, dass man Chrysler-Modelle nach Europa holen könnte.

Es gibt auch wenig Alternativen, denn auch der Versuch der Händler, weitere Marken dann vielleicht von der Konkurrenz zu bekommen, ist problematisch, weil die vorhandenen Händler Konkurrenzprodukte selbst Absatzprobleme haben, also weitere Konkurrenz in ihrer Umgebung kam akzeptieren werden...
Delta LX
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Re: Marchionne in Genf...

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Das war ja zu erwarten, dass FGA ob der Exit-Pläne für Lancia Probleme mit den italienschen Händlern bekommt. Etwas, was ich schon nach SM's ersten (unbedachten) Äusserungen zur Lancia-Zukunft im November 2012 vermutet habe.

Vermag FGA (nun Subholding von Fiat Chrysler Automobiles) seinen Lancia-Händlern in Italien keinen adäquaten Ersatz anzubieten, wird SM wieder über die Bücher gehen müssen und sich der Lancia-Frage nochmals stellen. Ergo: da ist noch lange nichts in trockenen Tüchern.
web.uno
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Re: Marchionne in Genf...

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bist du sicher das der YPSILON in IT als CHRYSLER nicht verkaufbar wäre??? - ich meine, nachdem die italiener ja scheinbar sowieso keinen grossen wert mehr auf FIAT & Co. legen.

den DODGE DART als CHRYSLER 100, als DELTA-ersatz.
geänderte frontstossstange, in anlehnung an den 200, und damit auch das heck besser zum 200 passt die rückleuchten vom VIAGGIO. motorisch so wie der DELTA III zu beginn, mit der plattform sollte das ja kein problem sein.

den CHRYSLER 200 mit motoren ab 140 PS abzurunden sollte auch kein grosses problem sein, alles kombiniert mit automatik, denn für nen schaltknüppel ist im 200 kein platz.

der VOYAGER müsste dann immerhin nicht nochmal ein umlabeln ertragen, und

der 300 würde sich als "echter" CHRYSLER unter den fans vielleicht auch in EU wieder besser veraufen lassen.
MfG,
martin
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lanciadelta64
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Re: Marchionne in Genf...

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Ja, da bin ich mir ziemlich sicher, denn der Ypsilon ist als Lancia auf Platz 3 der Zulassungszahlen und die Leute sind gewillt, für den Ypsilon mehr zu bezahlen, weil er als "Premium" in dem Segment angesehen wird.

Image ist in Italien sehr wichtig und Chrysler genießt sicherlich nicht den "besten" Ruf, wird für die "Feinde" der FIAT-Gruppe nicht "schmackhafter", weil ja eh ein Teil von FIAT ist, kann aber für die eingefleischten Fans, denen eh "zu viel amerikanisch" im Spiel ist, abschreckend wirken.

Also beim Ypsilon schließe ich es beinahe kategorisch aus, dass man als Chrysler an die Zahlen eines Lancias herankommen kann.

Wie wichtig "Image" ist, siehst du auch daran, dass Skoda in Italien absolut keine Rolle spielt. Ich weiß nicht einmal, wann ich das letzte Mal hier einen gesehen habe.
Denn das Prinzip lautet, wer Image sucht, der nimmt gleich das "Original", also VW oder Audi und wer nicht aufs Image achtet, dafür eher auf den Preis, für denen gibt es "günstigere" Alternativen zu Skoda.

Wie das aber bei den Fahrzeugen oberhalb des Ypsilon aussehen wird, kann ich dir nicht sagen, weil da dann auch andere Faktoren eine Rolle spielen und hier wichtiger der gesamteuropäische Raum denn Italien ist (von den Verkaufszahlen her gesehen).
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