Re: Marchionne in Genf...
Posted: 01 Apr 2014, 15:18
Hallo Frank, ich bin ja deiner Meinung, aber ich wollte nur klarstellen - es ist ja nicht so, dass Marchionne nicht schon einmal diese "magische" Zahl genannt hat und wie "utopisch" oft die Zielsetzungen sind, wissen wir beide ja zu genüge - dass SM nicht die 6 Mio. als "Zielsetzung" verkaufter Fahrzeuge herausgegeben hat, auch wenn man natürlich auch sagen kann, was will er mit der Möglichkeit, 6 Mio Autos bauen zu können, wenn man die nicht verkaufen wollte.
Nun macht Lancia am Gesamtkuchen nicht wirklich den Braten fett. Im letzten Jahr - wenn ich mich nicht irre - hat Lancia rund 80.000 Fahrzeuge verkauft und dafür so um die 100/120.000. Also im Verhältnis zu den 6 Mio eher ein kleiner Betrag.
Geplant ist für dieses Jahr - wie ich finde, eigentlich nicht so unrealistisch - rund 4,6 Mio. Fahrzeuge, nach beinahe 4,4. Bis Ende (?) 2018 sind das noch einmal 4 Jahre. Also ohne Optimismus wären 5 bis 5,5 Mio durchaus im Bereich des Möglichen. Damit wären wir jetzt auch nicht so weit von 6 Mio entfernt und mit 5,5 Mio hätte man eine recht gute Auslastung erreicht. Wir reden ja auch hier vom Weltmarkt und sicherlich hat gerade hier auch wegen der Verzögerung die FCA größte Steigerungsmöglichkeiten. Ob die dann auch wirklich ausgeschöpft werden, lasse ich dahingestellt. Ich will nur sagen, so utoptisch sind diese Werte nun nicht, solange nicht SM wieder kommt und gibt großspurig die Zielsetzung, wir wollen so schnell wie möglich 6 Mio Autos vekauft bekommen.
Das mit dem Croma ist in einer Zeit geboren, als man noch mit GM zusammen war und Fakt ist, dass solche Autos entweder zu früh erschienen sind, die keiner von Opel/FIAT oder einem Franzosen haben wollten, oder einfach kein Markt dafür da war.
Eigentlich war der Croma noch unter diesen Fahrzeugarten ja noch der am "besten" gelungene, wenn ich mir solche wie VelSatis oder Sigma anschaue. Was dann kam, aber war typisch Marchionne, denn wie immer ,wenn es um "Dollar in den Augen" geht, hat er in der Produktpalette für "Chaos" gesorgt.
Der Croma war als "Crossover" gedacht, kam nicht so an, auch weil das Design einige sprachlos machte (Giugiaro hin, Giugiaro her, sicherlich nicht gerade sein Meisterwerk)
. Umgekehrt war der Bravo gerade gut gestartet und ein Stationwagon in Planung, was ja auch im "Kombi-Land" Italien nur logisch gewesen wäre.
Und da hatte Marchionne die "geniale" Idee, den Croma zu einem Kombi zu machen, ihm eine Bravo-Front zu verpassen, sodass er irgendwie als "Bravo SW" durchgehen sollte. Aber hier lag das Problem, denn der Bravo gehört zum C-Segment, der Croma zum D.
Also geriet er für einen Bravo SW etwas "groß´", besaß nicht die "Flexibilität", die man von einem "richtigen" C-Segment-Kombi erwartet und vor allem, kostete er ja auch entsprechend, mehr als ein Bravo SW je gekostet hätte.
Das Ende vom Lied kennen wir, der Croma verkaufte sich in Italien eigentlich recht gut, war sogar im D-Segment "führend", mit dem kleinen Schönheitsfehler, dass man riesige Rabatte geben musste und somit alle, FIAT und die Händler, draufzahlen mussten. Und weil das nicht ausreichte, ging es mit dem Bravo bergab und viele suchten woanders einen SW.
Wie oft gesagt, die "großen" Entscheidungen, die hat SM eigentlich immer gut hinbekommen, aber sobald es um Produkte ging, lief alles schief. Wir erinnern uns, was er als eines seiner ersten Amtshandlungen gemacht hatte, nämlich den Trepiuuno (500 ConceptCar) einzustellen und alle "schockte", weil er meinte, er werde nur dann gebaut, wenn man einen mit ins Boot bekäme und erst als man Ford für den Ka gewinnen konnte, die 50% der Entwicklungskosten übernommen hatten, wurde der 500er entwickelt.
Man stelle sich einmal vor, er hätte Ford nicht ins Boot holen können, dann würden wir heute ohne das zurzeit erfolgreichste FIAT-Modell außerhalb Italiens sein. Aber das ist SMs Logik. Eben ein Mann der Finanzen, aber keiner der Produkte....
Nun macht Lancia am Gesamtkuchen nicht wirklich den Braten fett. Im letzten Jahr - wenn ich mich nicht irre - hat Lancia rund 80.000 Fahrzeuge verkauft und dafür so um die 100/120.000. Also im Verhältnis zu den 6 Mio eher ein kleiner Betrag.
Geplant ist für dieses Jahr - wie ich finde, eigentlich nicht so unrealistisch - rund 4,6 Mio. Fahrzeuge, nach beinahe 4,4. Bis Ende (?) 2018 sind das noch einmal 4 Jahre. Also ohne Optimismus wären 5 bis 5,5 Mio durchaus im Bereich des Möglichen. Damit wären wir jetzt auch nicht so weit von 6 Mio entfernt und mit 5,5 Mio hätte man eine recht gute Auslastung erreicht. Wir reden ja auch hier vom Weltmarkt und sicherlich hat gerade hier auch wegen der Verzögerung die FCA größte Steigerungsmöglichkeiten. Ob die dann auch wirklich ausgeschöpft werden, lasse ich dahingestellt. Ich will nur sagen, so utoptisch sind diese Werte nun nicht, solange nicht SM wieder kommt und gibt großspurig die Zielsetzung, wir wollen so schnell wie möglich 6 Mio Autos vekauft bekommen.
Das mit dem Croma ist in einer Zeit geboren, als man noch mit GM zusammen war und Fakt ist, dass solche Autos entweder zu früh erschienen sind, die keiner von Opel/FIAT oder einem Franzosen haben wollten, oder einfach kein Markt dafür da war.
Eigentlich war der Croma noch unter diesen Fahrzeugarten ja noch der am "besten" gelungene, wenn ich mir solche wie VelSatis oder Sigma anschaue. Was dann kam, aber war typisch Marchionne, denn wie immer ,wenn es um "Dollar in den Augen" geht, hat er in der Produktpalette für "Chaos" gesorgt.
Der Croma war als "Crossover" gedacht, kam nicht so an, auch weil das Design einige sprachlos machte (Giugiaro hin, Giugiaro her, sicherlich nicht gerade sein Meisterwerk)
. Umgekehrt war der Bravo gerade gut gestartet und ein Stationwagon in Planung, was ja auch im "Kombi-Land" Italien nur logisch gewesen wäre.
Und da hatte Marchionne die "geniale" Idee, den Croma zu einem Kombi zu machen, ihm eine Bravo-Front zu verpassen, sodass er irgendwie als "Bravo SW" durchgehen sollte. Aber hier lag das Problem, denn der Bravo gehört zum C-Segment, der Croma zum D.
Also geriet er für einen Bravo SW etwas "groß´", besaß nicht die "Flexibilität", die man von einem "richtigen" C-Segment-Kombi erwartet und vor allem, kostete er ja auch entsprechend, mehr als ein Bravo SW je gekostet hätte.
Das Ende vom Lied kennen wir, der Croma verkaufte sich in Italien eigentlich recht gut, war sogar im D-Segment "führend", mit dem kleinen Schönheitsfehler, dass man riesige Rabatte geben musste und somit alle, FIAT und die Händler, draufzahlen mussten. Und weil das nicht ausreichte, ging es mit dem Bravo bergab und viele suchten woanders einen SW.
Wie oft gesagt, die "großen" Entscheidungen, die hat SM eigentlich immer gut hinbekommen, aber sobald es um Produkte ging, lief alles schief. Wir erinnern uns, was er als eines seiner ersten Amtshandlungen gemacht hatte, nämlich den Trepiuuno (500 ConceptCar) einzustellen und alle "schockte", weil er meinte, er werde nur dann gebaut, wenn man einen mit ins Boot bekäme und erst als man Ford für den Ka gewinnen konnte, die 50% der Entwicklungskosten übernommen hatten, wurde der 500er entwickelt.
Man stelle sich einmal vor, er hätte Ford nicht ins Boot holen können, dann würden wir heute ohne das zurzeit erfolgreichste FIAT-Modell außerhalb Italiens sein. Aber das ist SMs Logik. Eben ein Mann der Finanzen, aber keiner der Produkte....