Re: Marchionne in Genf...
Posted: 05 Mar 2014, 15:58
Marchionnes Pech ist, dass Lancia hier häufig an FIAT angebunden ist und die FIAT-Händler sind eh schon sauer auf Turin wegen vieler Fauxpas der letzten Jahre. Da hat es schon so einige Protestschreiben gegeben.
Anders als wir aber spielt für die Händler der Markenname eher eine untergeordnete Rolle (vielen war auch egal, dass der Thema aus den USA kam, weil deren Devise lautete, besser einen verkauft zu bekommen, als nix zu haben), als vielmehr die möglichen Verkaufszahlen.
Lancia hat einen Marktanteil von 4-5% und Delta oder Musa waren für sich betrachtet in Italien ausreichend "erfolgreich", dass die Händler damit leben konnten. FIAT mag ja "10 Marken" haben, aber das interessiert einem FIAT-/Lancia-Händler wenig, wenn du ihm eine Marke "wegnimmst" und er über Nacht viele Autos verlierst. In meiner Provinz hat Lancia einen Marktanteil von 6-7% und das mit einem einzigen A-Händler.
Er hat bereits auf die "Krise" reagiert und sich Mitsubishi ans Land gezogen und das "Glück", dass andere FIAT-Händler "pleite" gegangen sind, sodass er im Prinzip von der Krise verschont geblieben ist, aber wenn er keine Lancias mehr verkauft bekäme, würde er über Nacht rund ein Drittel aller Verkäufe verlieren, also beinahe so schlimm wie nach dem Einbruch der letzten Jahre.
Das überlebt kein Händler. Daher muss und wird FIAT nach Lösungen suchen, die die Verluste kompensieren lässt.
In Deutschland ist es etwas anderes, weil dort ja auch oft noch Alfa dabei ist und somit auch die "Investitionen" bei Alfa wahrscheinlich locker die mit dem Wegfall Lancias verschwindenen Zahlen, ausgleichen wird, aber in Italien eben geht das nicht, weil die Alfa-Händler ja schon territorial vorhanden sind und zurzeit schon von der Hand im Mund leben. Zusätzliche Konkurrenz in Form weiterer Händler können die auch nicht gebrauchen und wäre eh keine Sache, die in absehbarer Zeit möglich wäre.
Jeep geht auch nicht, Abarth sowieso nicht, also was bleibt? Ferrari?:D oder Maserati? >:D<
Vielleicht für den einen oder anderen auch, aber nicht in der Breite und da kommen dann halt nur Fahrzeuge, die von Chrysler und Co beigesteuert werden.
Ob dann als "Chrysler", einem anderen Brand oder doch als Lancia, wird man sehen und ist, wie schon gesagt, für die Händler nebensächlich, auch wenn ich mir kaum vorstellen kann, dass ein "Chrysler Flavia" in Italien Sinn macht. Also entweder dann als "FIAT" oder doch "Lancia" oder man "erfindet" eine neue Marke, was aber auch wenig Sinn machen würde.
Aber wir werden sehen, was Marchionne aus dem Hut zaubern wird.
Anders als wir aber spielt für die Händler der Markenname eher eine untergeordnete Rolle (vielen war auch egal, dass der Thema aus den USA kam, weil deren Devise lautete, besser einen verkauft zu bekommen, als nix zu haben), als vielmehr die möglichen Verkaufszahlen.
Lancia hat einen Marktanteil von 4-5% und Delta oder Musa waren für sich betrachtet in Italien ausreichend "erfolgreich", dass die Händler damit leben konnten. FIAT mag ja "10 Marken" haben, aber das interessiert einem FIAT-/Lancia-Händler wenig, wenn du ihm eine Marke "wegnimmst" und er über Nacht viele Autos verlierst. In meiner Provinz hat Lancia einen Marktanteil von 6-7% und das mit einem einzigen A-Händler.
Er hat bereits auf die "Krise" reagiert und sich Mitsubishi ans Land gezogen und das "Glück", dass andere FIAT-Händler "pleite" gegangen sind, sodass er im Prinzip von der Krise verschont geblieben ist, aber wenn er keine Lancias mehr verkauft bekäme, würde er über Nacht rund ein Drittel aller Verkäufe verlieren, also beinahe so schlimm wie nach dem Einbruch der letzten Jahre.
Das überlebt kein Händler. Daher muss und wird FIAT nach Lösungen suchen, die die Verluste kompensieren lässt.
In Deutschland ist es etwas anderes, weil dort ja auch oft noch Alfa dabei ist und somit auch die "Investitionen" bei Alfa wahrscheinlich locker die mit dem Wegfall Lancias verschwindenen Zahlen, ausgleichen wird, aber in Italien eben geht das nicht, weil die Alfa-Händler ja schon territorial vorhanden sind und zurzeit schon von der Hand im Mund leben. Zusätzliche Konkurrenz in Form weiterer Händler können die auch nicht gebrauchen und wäre eh keine Sache, die in absehbarer Zeit möglich wäre.
Jeep geht auch nicht, Abarth sowieso nicht, also was bleibt? Ferrari?:D oder Maserati? >:D<
Vielleicht für den einen oder anderen auch, aber nicht in der Breite und da kommen dann halt nur Fahrzeuge, die von Chrysler und Co beigesteuert werden.
Ob dann als "Chrysler", einem anderen Brand oder doch als Lancia, wird man sehen und ist, wie schon gesagt, für die Händler nebensächlich, auch wenn ich mir kaum vorstellen kann, dass ein "Chrysler Flavia" in Italien Sinn macht. Also entweder dann als "FIAT" oder doch "Lancia" oder man "erfindet" eine neue Marke, was aber auch wenig Sinn machen würde.
Aber wir werden sehen, was Marchionne aus dem Hut zaubern wird.