Es mag schon sein, dass die fehlende Farbe silber den einen oder anderen vom Kauf eines kC abgehalten hat. Aber die Basis für den wirtschaftlichen Nichterfolg wurde wohl schon durch die Entscheidung geschaffen, das kC mit einem verkürzten Radstand zu bauen. Sowas rechnet sich auch mit ein paar 100 verkauften silbernen kC nicht. Und Hauptgrund ist mE das Kaufverhalten der Konsumenten. Es ist für viele AutokäuferInnen nach wie vor nicht vorstellbar, sich ab einer gewissen Preisklasse ein Auto zuzulegen, über das der Nachbar nicht vor Neid erblasst. Umgangssprachlich heißt das "Prestige". Immerhin möchte man den gehobenen Lebensstandard ja auch nach außen zeigen. Und was nützt einem da ein kC, das niemand kennt und niemand hat? Und so ist es auch heute noch. Ein kC erweckt keinen Neid und nur der Besitzer weiß über die fahrdynamischen und ausstattungstechnischen Qualitäten dieses Fahrzeuges. Und dem Gebrauchtwagenkäufer bietet es die Möglichkeit, für relativ wenig Geld viel und vor allem auch ein nicht alltägliches Auto zu bekommen. Selbstverständlich muss man diesem Fahrzeug dann auch die einen oder anderen kleinen Macken verzeihen. Aber was ist das im Vergleich zu den Rostproblemen bei der Baureihe W 210 von Mercedes-Benz? Und wer verlangt schon von einer schönen Frau, dass sie auch sehr gut kochen kann?
Lancia wird heuer 100 Jahre alt. Wir sollten es gebührend feiern.
Gruß aus Wien
Martin2