Hammerwerk..!

Electronic distributor
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Ali
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Joined: 30 Dec 2008, 15:22

Re: Hammerwerk..!

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Ich hab mir mal die Mühe gemacht und die einige Teile des Ventiltriebs gewogen. Der Unterschied zwischen den Serien-Einstellschrauben (M7) und den Elefantenfuß-Einstellschrauben von KTM beträgt ganze 1,3 Gramm.
Wenn man sich vor Augen führt, dass alleine die Einlassventile verschiedener Hersteller Gewichtsunterschiede von 5-6 g aufweisen und auch bei den Kipphebeln in Serienversion Unterschiede von bis zu 10 g zu messen waren, so ist der das Mehrgewicht von 1,3 g wohl zu verschmerzen.
Ich würde diese Einstellschrauben auch in einem Rennmotor verbauen. Im klassischen Motorsport sind 1-2 PS mehr oder weniger nicht das entscheidende Kriterium
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Rostklopfer
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Joined: 02 Sep 2014, 17:43

Re: Hammerwerk..!

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Einfache Einstellschrauben waren "Stand der Technik" und hauptsächlich billig , aber keine vernünftige technische Lösung . Kugelige Einstellschraube hat im Prinzip ja nur Punktberührung , also geht die Druckbelastung ins Unendliche . Erst , wenn sich durch Verschleiß eine Fläche gebildet hat ,kommen erträgliche Belastungen zustande . Extremvergleich : VW- Käfer Einstellvorschrifft alle 3500 km , mein EX-Suzuki mit Becherstößeln (ohne Hydraulik) 250 000 km ohne einmal einstellen .
Gruß : Rostklopfer
bart
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Joined: 06 Jan 2009, 14:01

Re: Hammerwerk..!

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Schon viele Jahre benutze ich Elefantenfuße von Rotax, part number 240205 (M7x1).
Diese sind etwas zu lange, kann mann aber einfach kurzer machen.
elise_viper
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Joined: 23 Jan 2011, 16:43

Re: Hammerwerk..!

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Hallo Ali,
bin bei Dir, wenn Du meinst, das Ventilspiel öfters zu prüfen.
Nachdem mir einmal die Drehzahl bei einer Rallye abging und ein Ventil krumm war, habe ich geprüft und auch festgestellt, dass das ursprüngliche spiel sich gewaltig verändert hatte. Seit dem wurde penibel nach jedem Einsatz geprüft und eingestellt. Habe seit dem auch kein Problem mehr.
Wichtig ist jedoch (wenn man höher dreht....) auch die Ventilfeder selber. Ich habe festgestellt, dass es da große Unterschiede in der Serie gibt. Seit dem fahre ich verstärkte Federn mit gelochtem (leichter) Federteller. Zusammen mit peniblem Einstellen ist jetzt alles im Lot.
Mit den Elefantenfüßen hatte ich auch mal überlegt....Aber...was ist mit dem Abstand zwischen Nocken und Ventil? Bei mir jedenfalls war da kein Platz für diese Lösung. Idee gut, aber.....
Gruß Stefan
Ali
Posts: 571
Joined: 30 Dec 2008, 15:22

Re: Hammerwerk..!

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Das Ventilspiel vergrößert sich mit der Zeit, weil sich die Einstellschraube in den Ventilschaft einschlägt. Auch schlägt sich das Ventil irgenwann in den Sitz ein, aber ich denke die Lancia-Ventilsitze sind da ausreichend hart. Leicht vergrößertes Ventilspiel ist aber auch lange nicht so tragisch wie ein zu enges. EIne Spielkorrektur nach jedem EInsatz halte ich allerdings für nicht tragbar..
Das Problem ist halt, dass sich das Spiel nicht mehr korrekt mit einer Fühlerlehre einstellen lässt, sobald die EInstellschraube ihre Spuren im Ventilschaft hinterlassen hat. Ausser man macht es mit einer Messuhr, wie Andreas schon schrieb.

Der Gewichtsunterschied zwischen den normalen 1300er Ventiltellern und den erleichterten vom 1600er beträgt übrigens weniger als ein Gramm, macht also den Kohl nicht fett. Man tut jedoch dem Ventiltrieb viel Gutes, wenn man die Kipphebel erleichtert und auf gleiches Gewicht bringt, Ich habe hier bei den breiten Kipphebeln Unterschiede von bis zu 10 Gramm gemessen, bei den schmalen bis zu 7 Gramm. Aber Obacht, hier sollte man genau wissen, wo man Material weg nimmt und wo eben nicht..

Für die Einstellschrauben mit Elefantenfuss sollte eigentlich ausreichend Platz vorhanden sein. Wenn ich die Serienschraube ganz hochdrehe, kann ich fast einen Finger zwischen Ventilschaft bzw. Stößel und Kipphebel stecken. EIn Unterlegen von Ventilshims ist jedenfalls problemlos möglich. Ich bin aber nocht nicht dazu gekommen, die KTM-Einstellschrauben zu montieren..

Gruß, Ali
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racing
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Re: Hammerwerk..!

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Hallo Ali,
hier muss ich schon mal widersprechen. Im Ventiltrieb zählt insbesonders bei Rennmotoren jedes Gramm. Bei scharfen Nockenwellen sind die Ventile Beschleunigungen bis zu 2000 m/s2 und größer. Jetzt kannst du dir mal schnell ausrechnen was dies bedeutet. Auch deshalb wie du schreibst die Kipphebel auf gleiches Gewicht bringen und dann auch so leicht wie möglich.
Gruß Andreas
elise_viper
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Joined: 23 Jan 2011, 16:43

Re: Hammerwerk..!

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Wenn man die Kipphebel von einigen Motoren vergleicht, muss man feststellen, dass da serienmäßig große Unterschiede sind....
also.... die leichtesten Paare aussuchen und dann, wie Ali schon sagte, vorsichtig erleichtern....Da kommt dann einiges zusammen...
Übrigens gilt dass noch mehr für die Pleuel.... Hier sind in der Serie bis zu 50gr. pro Pleuel möglich (immer auf einen Set gemessen).

Melde Dich mal, wenn Du die 'Elefanten' montiert hast....
Bei mir war definitiv kein Platz mehr!
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