...auch das noch!
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- Joined: 07 Jan 2009, 20:28
Re: ...auch das noch!
Nun bin ich immer der Meinung gewesen- seitdem Alfa zu FIAT kam- dass man die Marken „falsch“ positioniert hat. Es ist wirklich so, dass man sich extrem schwer damit getan hat. Dazu muss man natürlich auch wissen, wie die Geschichte gelaufen ist.
FIAT war bemüht – auch weil es Streit wegen nicht eingehaltener Abmachungen vonseiten Alfas – Lancia als eine Art „Alfa der FIAT-Gruppe“ zu machen, also auch mehr hin zu „Sportlichkeit“ und dafür kam dann der Rallye-Sport genau richtig.
Mit der Übernahme Alfas nun hatte man im Prinzip zwei Marken, die nun beinahe sehr ähnlich positioniert oder besser gesagt, eine große Schnittmenge gab. Von da ab ging eigentlich nichts mehr und es wurde ein „Herumeiern“.
Nun Ypsilon und MiTo sind eigentlich keine Konkurrenten, auch weil sie sehr unterschiedlich sind. Wenn du die Frage um „Konkurrenz“ nimmst, dann hättest du das Projekt „Deltina“, also „kleiner“ Delta nehmen sollen, denn Francois hatte die „geniale“ Idee, ein Modell zwischen dem Delta und dem Ypsilon zu bringen, weil es eine „zu große“ Lücke dazwischen gab. Der Ypsilon ist eigentlich ein „Crossover“ zwischen A und B-Segment, der Delta zwischen C- und D, aber zwischen B- und C gibt es nichts.
Der „Deltina“ sollte auf der Plattform von MiTo und Punto aufbauen, aber etwas größer sein – eben zwischen B- und C-Segment und vor allem „sportlicher“ daherkommen.
Das Projekt war eigentlich schon sehr weit fortgeschritten. Es gab eine Roadmap dafür (Länge so um die 4,20m), aber Francois verlor den „Machtkampf“ (er soll darum gekämpft haben, so heißt es) und das Projekt wurde eingestellt, weil die Spitze befürchtete, er könne damit dem MiTo und auch dem damaligen 147er zu nahe kommen und somit beiden die Kunden „stehlen“.
Der Ypsilon aber, wie schon gesagt, würde selbst mit „200“PS kaum dem MiTo Kunden abspenstig machen, weil schon das Design, die 5-Türen, die Machart weniger junge Männer – und die Betonung liegt auf „jung“, denn „ältere“ Männer kaufen mehr und mehr auch den Ypsilon, nachdem schon der „Y“ ein Auto war, der vor allem auch von älteren Männern gefahren wurde, während der Ypsilon der ersten Generation bei ihnen nicht so ankam –anspricht. Dazu kommt halt das Image – und hier hat leider Marchionne recht – wird Lancia nicht wirklich mit „Sportlichkeit“ mehr in Verbindung gebracht und der Ypsilon ist halt kein Auto, das junge Männer anspricht und glaube mir, es kann nicht der Motor sein, denn die Leute, die sich einen 1,4-Quadrifoglio Verde mit 170 PS kaufen, kannst du an einer Hand hier abzählen, sondern eben das Image, denn der MiTo beginnt mit 78PS, der Ypsilon mit 69PS, beim Diesel gibt es zwar für den MiTo den 1,6er mit 120 PS, aber auch der dürfte extrem selten gewählt werden, wenn, dann eher der 1,3 MultiJet, den es auch für den Ypsilon gibt.
Die überwiegende Mehrzahl der MiTo und Ypsilon-Besitzer hier in Italien kaufen mehr oder weniger den MiTo mit ähnlichen Motoren, die vielleicht wenige PS auseinander liegen können. Daher ist es nicht die Motorleistung an sich, die die Kunden so „trennt“, sondern das Image, das Aussehen und die „Machart“ (3- oder 5-Türer).
Die Ypsilon-Generationen – mit Ausnahme des ersten Y10 Turbos, der aber nach kurzer Zeit aus dem Programm verschwand – waren nie auf „Sportlichkeit“ getrimmt. Die Motoren lagen –mit einer Ausnahme, dem Ypsilon Momo – nie über 90 PS bei den Benzinern und 95 PS beim Biesel.
Daher würde selbst ein großer Motor nun nicht MiTo-Fans anlocken.
Ich glaube auch nicht, dass SM per se so falsch liegt, den Kannibalismus zu vermeiden, denn in der Regel ist es wirklich so, dass die „Kunden“ italienischer Autos eher unter den Marken im Hause wechseln und seltener „Fremdkunden“ anlocken. Ich würde ja auch, wenn kein Lancia möglich, vielleicht einen Alfa zulegen und bin zu Lancia erneut gekommen, weil genau in dem Moment der Delta kam, sonst wäre es vielleicht ein Alfa oder FIAT geworden.
Das Problem ist weniger das, als dass die Rede vom „Vermeiden“ des „Kannibalismus“ nie wirklich konsequent durchgezogen wurde und wird.
Das wirkt dann alles eher nach „Ausrede“. Wenn man so oft „alles“ über den Haufen wirft, derart „flexibel“, dass selbst die „Weltmeister der Flexibilität“ schwindelig werden, dann wird daraus ein Durcheinander, ein Chaos. Man hat das Gefühl, es ist eine „ewige“ Baustelle.
Wenn man hätte wirklich „Kannibalismus“ vermeiden wollen, hätte man nur Lancia, FIAT und Alfa ihrer „natürlichen“ Positionierungen konsequenter durchführen müssen. Alfa für „sportliche Nischenprodukte“ durch und durch (dafür hätte man aber Motoren haben müssen, die man nicht mehr hatte) und Lancia eher „Komfort“ ohne die Sportlichkeit zu fürchten wie der Teufel das Weihwasser. FIAT eben als Massenhersteller.
Aber da man „Geld“ sparen wollte – und ich rede hier auch vor der Ära SM – musste man vertuschen, was leider „offensichtlich“ ist, nämlich dass man nicht bereit war, die Gelder zu investieren, die man hätte investieren müssen, wenn man diese drei Marken hätte richtig – ohne Kannibalismus – positioniert.
Also was machen? Man macht angeblich ein „Chiptunning“ ab Werk, ergo leistet dann die Alfa-Version „5 PS“ mehr oder man „kastriert“ kurzerhand die anderen, um dann zu merken, das funktioniert nicht usw. usw. usw.
Der Alfa 4C ist die „richtige“ Richtung, würde man genau diesen Weg konsequent beschreiten. Wie „unsinnig“ aber das „Geschwätz“ vom „Kannibalismus“ ist, den man angeblich vermeiden möchte, siehst du am Projekt „Alfa 169er“, also dem E-Segment-Alfa.
Chrysler hat den 300er nun hat man Maserati auch noch ins E-Segment geschickt, ergo wird ein Alfa gerade gegenüber dem Maserati ein „Kannibale“ oder umgekehrt, denn wo will man denn „preislich“ hin?
Der Maserati fängt bei rund 65.000 Euro an, eine gut ausgestatte Giulietta liegt so um die 30.000 Euro, gehst du auf die Topmotorisierung, dürfte man über 35.000 Euro liegen, ergo wird eine Giulia kaum darunter liegen, oder? Das heißt, sie dürfte in der Basis-Version so um die 30.000 kosten, als „gute Version“ um die 35.000 und als „Topversion“ locker über die 40.000. Wie viel sollte denn dann ein „Premium-Alfa“ kosten, wenn der Maserati ja als Gegner für Audi, BMW und Mercedes gesehen wird und Alfa ja auch?
Man hat also im Endeffekt dann – nachdem man viele Jahre nicht ein Modell des E-Segment hatte und Marchionne meinte, dass man in Zukunft vielleicht komplett darauf verzichten könne – auf einmal wieder drei. Wenn das kein „Kannibalismus“ ist, dann weiß ich auch nicht.
Es geht also weniger darum für SM, als vielmehr zu vertuschen, was die Wirklichkeit ist. Man hat KEIN Geld, um diese Marken so zu positionieren, wie man es tun müsste und entsprechende Produkte herauszubringen.
Lancia hat das so auch früher erlebt, oder wieso sollte der Lybra C- und D-Segment abdecken? Warum sollte der Delta auch zwei Segmente abdecken, anstatt zwei verschiedene Modelle, wie man es ja auch früher hatte, sogar bei FIAT?
Jetzt ist es zu spät, weil zwar FIAT eine „Streikkasse“ von jenseits der 10 Mrd. Euro-Grenze besitzt, aber „zu viele“ Baustellen hat und jede Menge Unsicherheitsfaktoren, sodass das Geld auf der „hohen“ Kante für die „Krise“ gedacht ist. Man muss in Asien stärker werden, in China besser aufstellen, in Indien sowieso, eventuell Alfa nach Nordamerika bringen und dann die „komplette“ Übernahme Chryslers, die sich als teurer herausstellt, als geplant.
Und da ist nun nicht mehr viel Platz. Aber ob das Geld für Alfa „gut“ angelegt ist, weiß ich nicht, zumindest in Europa – da braucht man nur die Zahlen der letzten 10 Jahre heranzuziehen – dürfte Alfa bei einem ähnlichen Modellprogramm wie Lancia nicht wirklich mehr verkaufen. Der Unterschied liegt darin, dass Lancia in Italien mehr verkauft, Alfa dafür in Rest Europas, aber jetzt nicht so, als dass man sich deutlich von Lancia absetzen könnte.
Mit dem Rumpfprogramm verkaufte Lancia in Italien mehr als Alfa und europaweit lag der Unterschied vielleicht bei 30.000 Einheiten, also maximal ein Modell.
Hoffen wir einmal, dass Marchionnes Einschätzung, Alfa sei „weltweit“ eine Marke mit „Klang“ zieht, denn in Europa wird sie nicht wirklich erfolgreicher werden als zuzeiten mit dem 159er, 147er MiTo und dem Cabrio samt Spider.
FIAT war bemüht – auch weil es Streit wegen nicht eingehaltener Abmachungen vonseiten Alfas – Lancia als eine Art „Alfa der FIAT-Gruppe“ zu machen, also auch mehr hin zu „Sportlichkeit“ und dafür kam dann der Rallye-Sport genau richtig.
Mit der Übernahme Alfas nun hatte man im Prinzip zwei Marken, die nun beinahe sehr ähnlich positioniert oder besser gesagt, eine große Schnittmenge gab. Von da ab ging eigentlich nichts mehr und es wurde ein „Herumeiern“.
Nun Ypsilon und MiTo sind eigentlich keine Konkurrenten, auch weil sie sehr unterschiedlich sind. Wenn du die Frage um „Konkurrenz“ nimmst, dann hättest du das Projekt „Deltina“, also „kleiner“ Delta nehmen sollen, denn Francois hatte die „geniale“ Idee, ein Modell zwischen dem Delta und dem Ypsilon zu bringen, weil es eine „zu große“ Lücke dazwischen gab. Der Ypsilon ist eigentlich ein „Crossover“ zwischen A und B-Segment, der Delta zwischen C- und D, aber zwischen B- und C gibt es nichts.
Der „Deltina“ sollte auf der Plattform von MiTo und Punto aufbauen, aber etwas größer sein – eben zwischen B- und C-Segment und vor allem „sportlicher“ daherkommen.
Das Projekt war eigentlich schon sehr weit fortgeschritten. Es gab eine Roadmap dafür (Länge so um die 4,20m), aber Francois verlor den „Machtkampf“ (er soll darum gekämpft haben, so heißt es) und das Projekt wurde eingestellt, weil die Spitze befürchtete, er könne damit dem MiTo und auch dem damaligen 147er zu nahe kommen und somit beiden die Kunden „stehlen“.
Der Ypsilon aber, wie schon gesagt, würde selbst mit „200“PS kaum dem MiTo Kunden abspenstig machen, weil schon das Design, die 5-Türen, die Machart weniger junge Männer – und die Betonung liegt auf „jung“, denn „ältere“ Männer kaufen mehr und mehr auch den Ypsilon, nachdem schon der „Y“ ein Auto war, der vor allem auch von älteren Männern gefahren wurde, während der Ypsilon der ersten Generation bei ihnen nicht so ankam –anspricht. Dazu kommt halt das Image – und hier hat leider Marchionne recht – wird Lancia nicht wirklich mit „Sportlichkeit“ mehr in Verbindung gebracht und der Ypsilon ist halt kein Auto, das junge Männer anspricht und glaube mir, es kann nicht der Motor sein, denn die Leute, die sich einen 1,4-Quadrifoglio Verde mit 170 PS kaufen, kannst du an einer Hand hier abzählen, sondern eben das Image, denn der MiTo beginnt mit 78PS, der Ypsilon mit 69PS, beim Diesel gibt es zwar für den MiTo den 1,6er mit 120 PS, aber auch der dürfte extrem selten gewählt werden, wenn, dann eher der 1,3 MultiJet, den es auch für den Ypsilon gibt.
Die überwiegende Mehrzahl der MiTo und Ypsilon-Besitzer hier in Italien kaufen mehr oder weniger den MiTo mit ähnlichen Motoren, die vielleicht wenige PS auseinander liegen können. Daher ist es nicht die Motorleistung an sich, die die Kunden so „trennt“, sondern das Image, das Aussehen und die „Machart“ (3- oder 5-Türer).
Die Ypsilon-Generationen – mit Ausnahme des ersten Y10 Turbos, der aber nach kurzer Zeit aus dem Programm verschwand – waren nie auf „Sportlichkeit“ getrimmt. Die Motoren lagen –mit einer Ausnahme, dem Ypsilon Momo – nie über 90 PS bei den Benzinern und 95 PS beim Biesel.
Daher würde selbst ein großer Motor nun nicht MiTo-Fans anlocken.
Ich glaube auch nicht, dass SM per se so falsch liegt, den Kannibalismus zu vermeiden, denn in der Regel ist es wirklich so, dass die „Kunden“ italienischer Autos eher unter den Marken im Hause wechseln und seltener „Fremdkunden“ anlocken. Ich würde ja auch, wenn kein Lancia möglich, vielleicht einen Alfa zulegen und bin zu Lancia erneut gekommen, weil genau in dem Moment der Delta kam, sonst wäre es vielleicht ein Alfa oder FIAT geworden.
Das Problem ist weniger das, als dass die Rede vom „Vermeiden“ des „Kannibalismus“ nie wirklich konsequent durchgezogen wurde und wird.
Das wirkt dann alles eher nach „Ausrede“. Wenn man so oft „alles“ über den Haufen wirft, derart „flexibel“, dass selbst die „Weltmeister der Flexibilität“ schwindelig werden, dann wird daraus ein Durcheinander, ein Chaos. Man hat das Gefühl, es ist eine „ewige“ Baustelle.
Wenn man hätte wirklich „Kannibalismus“ vermeiden wollen, hätte man nur Lancia, FIAT und Alfa ihrer „natürlichen“ Positionierungen konsequenter durchführen müssen. Alfa für „sportliche Nischenprodukte“ durch und durch (dafür hätte man aber Motoren haben müssen, die man nicht mehr hatte) und Lancia eher „Komfort“ ohne die Sportlichkeit zu fürchten wie der Teufel das Weihwasser. FIAT eben als Massenhersteller.
Aber da man „Geld“ sparen wollte – und ich rede hier auch vor der Ära SM – musste man vertuschen, was leider „offensichtlich“ ist, nämlich dass man nicht bereit war, die Gelder zu investieren, die man hätte investieren müssen, wenn man diese drei Marken hätte richtig – ohne Kannibalismus – positioniert.
Also was machen? Man macht angeblich ein „Chiptunning“ ab Werk, ergo leistet dann die Alfa-Version „5 PS“ mehr oder man „kastriert“ kurzerhand die anderen, um dann zu merken, das funktioniert nicht usw. usw. usw.
Der Alfa 4C ist die „richtige“ Richtung, würde man genau diesen Weg konsequent beschreiten. Wie „unsinnig“ aber das „Geschwätz“ vom „Kannibalismus“ ist, den man angeblich vermeiden möchte, siehst du am Projekt „Alfa 169er“, also dem E-Segment-Alfa.
Chrysler hat den 300er nun hat man Maserati auch noch ins E-Segment geschickt, ergo wird ein Alfa gerade gegenüber dem Maserati ein „Kannibale“ oder umgekehrt, denn wo will man denn „preislich“ hin?
Der Maserati fängt bei rund 65.000 Euro an, eine gut ausgestatte Giulietta liegt so um die 30.000 Euro, gehst du auf die Topmotorisierung, dürfte man über 35.000 Euro liegen, ergo wird eine Giulia kaum darunter liegen, oder? Das heißt, sie dürfte in der Basis-Version so um die 30.000 kosten, als „gute Version“ um die 35.000 und als „Topversion“ locker über die 40.000. Wie viel sollte denn dann ein „Premium-Alfa“ kosten, wenn der Maserati ja als Gegner für Audi, BMW und Mercedes gesehen wird und Alfa ja auch?
Man hat also im Endeffekt dann – nachdem man viele Jahre nicht ein Modell des E-Segment hatte und Marchionne meinte, dass man in Zukunft vielleicht komplett darauf verzichten könne – auf einmal wieder drei. Wenn das kein „Kannibalismus“ ist, dann weiß ich auch nicht.
Es geht also weniger darum für SM, als vielmehr zu vertuschen, was die Wirklichkeit ist. Man hat KEIN Geld, um diese Marken so zu positionieren, wie man es tun müsste und entsprechende Produkte herauszubringen.
Lancia hat das so auch früher erlebt, oder wieso sollte der Lybra C- und D-Segment abdecken? Warum sollte der Delta auch zwei Segmente abdecken, anstatt zwei verschiedene Modelle, wie man es ja auch früher hatte, sogar bei FIAT?
Jetzt ist es zu spät, weil zwar FIAT eine „Streikkasse“ von jenseits der 10 Mrd. Euro-Grenze besitzt, aber „zu viele“ Baustellen hat und jede Menge Unsicherheitsfaktoren, sodass das Geld auf der „hohen“ Kante für die „Krise“ gedacht ist. Man muss in Asien stärker werden, in China besser aufstellen, in Indien sowieso, eventuell Alfa nach Nordamerika bringen und dann die „komplette“ Übernahme Chryslers, die sich als teurer herausstellt, als geplant.
Und da ist nun nicht mehr viel Platz. Aber ob das Geld für Alfa „gut“ angelegt ist, weiß ich nicht, zumindest in Europa – da braucht man nur die Zahlen der letzten 10 Jahre heranzuziehen – dürfte Alfa bei einem ähnlichen Modellprogramm wie Lancia nicht wirklich mehr verkaufen. Der Unterschied liegt darin, dass Lancia in Italien mehr verkauft, Alfa dafür in Rest Europas, aber jetzt nicht so, als dass man sich deutlich von Lancia absetzen könnte.
Mit dem Rumpfprogramm verkaufte Lancia in Italien mehr als Alfa und europaweit lag der Unterschied vielleicht bei 30.000 Einheiten, also maximal ein Modell.
Hoffen wir einmal, dass Marchionnes Einschätzung, Alfa sei „weltweit“ eine Marke mit „Klang“ zieht, denn in Europa wird sie nicht wirklich erfolgreicher werden als zuzeiten mit dem 159er, 147er MiTo und dem Cabrio samt Spider.
Re: ...auch das noch!
lanciadelta64 schrieb:
-------------------------------------------------------
> Nun Ypsilon und MiTo sind eigentlich keine
> Konkurrenten, auch weil sie sehr unterschiedlich
> sind. Wenn du die Frage um „Konkurrenz“
> nimmst, dann hättest du das Projekt
> „Deltina“, also „kleiner“ Delta nehmen
> sollen, denn Francois hatte die „geniale“
> Idee, ein Modell zwischen dem Delta und dem
> Ypsilon zu bringen, weil es eine „zu große“
> Lücke dazwischen gab. Der Ypsilon ist eigentlich
> ein „Crossover“ zwischen A und B-Segment, der
> Delta zwischen C- und D, aber zwischen B- und C
> gibt es nichts.
>
> Der „Deltina“ sollte auf der Plattform von
> MiTo und Punto aufbauen, aber etwas größer sein
> – eben zwischen B- und C-Segment und vor allem
> „sportlicher“ daherkommen.
>
>
> Der Ypsilon aber, wie schon gesagt, würde selbst
> mit „200“PS kaum dem MiTo Kunden abspenstig
> machen, weil schon das Design, die 5-Türen, die
> Machart weniger junge Männer – und die Betonung
> liegt auf „jung“, denn „ältere“ Männer
> kaufen mehr und mehr auch den Ypsilon, nachdem
> schon der „Y“ ein Auto war, der vor allem auch
> von älteren Männern gefahren wurde, während der
> Ypsilon der ersten Generation bei ihnen nicht so
> ankam –anspricht. Dazu kommt halt das Image –
> und hier hat leider Marchionne recht – wird
> Lancia nicht wirklich mit „Sportlichkeit“ mehr
> in Verbindung gebracht und der Ypsilon ist halt
> kein Auto, das junge Männer anspricht und glaube
> mir, es kann nicht der Motor sein, denn die Leute,
> die sich einen 1,4-Quadrifoglio Verde mit 170 PS
> kaufen, kannst du an einer Hand hier abzählen,
> sondern eben das Image, denn der MiTo beginnt mit
> 78PS, der Ypsilon mit 69PS, beim Diesel gibt es
> zwar für den MiTo den 1,6er mit 120 PS, aber auch
> der dürfte extrem selten gewählt werden, wenn,
> dann eher der 1,3 MultiJet, den es auch für den
> Ypsilon gibt.
>
> Die überwiegende Mehrzahl der MiTo und
> Ypsilon-Besitzer hier in Italien kaufen mehr oder
> weniger den MiTo mit ähnlichen Motoren, die
> vielleicht wenige PS auseinander liegen können.
> Daher ist es nicht die Motorleistung an sich, die
> die Kunden so „trennt“, sondern das Image, das
> Aussehen und die „Machart“ (3- oder 5-Türer).
>
>
> Die Ypsilon-Generationen – mit Ausnahme des
> ersten Y10 Turbos, der aber nach kurzer Zeit aus
> dem Programm verschwand – waren nie auf
> „Sportlichkeit“ getrimmt. Die Motoren lagen
> –mit einer Ausnahme, dem Ypsilon Momo – nie
> über 90 PS bei den Benzinern und 95 PS beim
> Biesel.
>
-------------------------
Nun möge man mich erneut korigieren, aber mehr "PS" muss
doch nicht zwangsläufig mehr Sportlichkeit bedeuten.
Auch sehe ich beispielsweise in einen 105 PS Twinair, über den hier
gesprochen wurde, nicht unbedingt eine kompromisslose Fahrmaschine,
da bliebe Alfa oder auch Abarth noch Platz genug.
Nebenbei soll es ja den ein oder anderen Alfisti geben, dem der Mito
nicht sportlich genug ist und der heimlich auf Abarth oder gar eine Fremdmarke
gewechselt ist.
In einem gewissen Segment erwarten die Käufer heute
einen Motor mit souveräner Leistung oder auch die Möglichkeit eine gute
Vollautomatik ordern zu können, eigentlich genau die Extras, die früher
größeren Autos vorbehalten waren.
Sicher zielten die Y- Modelle nie auf das "Gti Publikum mit Sportauspuff",
aber man sollte doch bitte nie vergessen, dass es den Y bereits vor 20 Jahre
mit einem 85 PS Benziner gab, was für die damalige !!! Zeit ordentlich war.
Nun zeugt die Argumentation, dass man nicht über die 90 PS Hürde geht, weil es den
Y bereits vor 20 Jahren mit 86 PS gab und man nicht Traditionen brechen wolle,
zwar von Phantasie, aber demnach dürfte es den Mini heute nur mit 62 PS geben.
Vielleicht ist es ja gerade das Erfolgsrezept von Mini, dass man sich den Ansprüchen
der "Neuzeit" angepasst hat.
Übrigends wird der Mini auf dem Gesamtmarkt mehr in Cooper und Cooper S Varianten verkauft,
als in den einfachen One Varianten. Vor 20 Jahren wäre das undenkbar gewesen.
Gruß
-------------------------------------------------------
> Nun Ypsilon und MiTo sind eigentlich keine
> Konkurrenten, auch weil sie sehr unterschiedlich
> sind. Wenn du die Frage um „Konkurrenz“
> nimmst, dann hättest du das Projekt
> „Deltina“, also „kleiner“ Delta nehmen
> sollen, denn Francois hatte die „geniale“
> Idee, ein Modell zwischen dem Delta und dem
> Ypsilon zu bringen, weil es eine „zu große“
> Lücke dazwischen gab. Der Ypsilon ist eigentlich
> ein „Crossover“ zwischen A und B-Segment, der
> Delta zwischen C- und D, aber zwischen B- und C
> gibt es nichts.
>
> Der „Deltina“ sollte auf der Plattform von
> MiTo und Punto aufbauen, aber etwas größer sein
> – eben zwischen B- und C-Segment und vor allem
> „sportlicher“ daherkommen.
>
>
> Der Ypsilon aber, wie schon gesagt, würde selbst
> mit „200“PS kaum dem MiTo Kunden abspenstig
> machen, weil schon das Design, die 5-Türen, die
> Machart weniger junge Männer – und die Betonung
> liegt auf „jung“, denn „ältere“ Männer
> kaufen mehr und mehr auch den Ypsilon, nachdem
> schon der „Y“ ein Auto war, der vor allem auch
> von älteren Männern gefahren wurde, während der
> Ypsilon der ersten Generation bei ihnen nicht so
> ankam –anspricht. Dazu kommt halt das Image –
> und hier hat leider Marchionne recht – wird
> Lancia nicht wirklich mit „Sportlichkeit“ mehr
> in Verbindung gebracht und der Ypsilon ist halt
> kein Auto, das junge Männer anspricht und glaube
> mir, es kann nicht der Motor sein, denn die Leute,
> die sich einen 1,4-Quadrifoglio Verde mit 170 PS
> kaufen, kannst du an einer Hand hier abzählen,
> sondern eben das Image, denn der MiTo beginnt mit
> 78PS, der Ypsilon mit 69PS, beim Diesel gibt es
> zwar für den MiTo den 1,6er mit 120 PS, aber auch
> der dürfte extrem selten gewählt werden, wenn,
> dann eher der 1,3 MultiJet, den es auch für den
> Ypsilon gibt.
>
> Die überwiegende Mehrzahl der MiTo und
> Ypsilon-Besitzer hier in Italien kaufen mehr oder
> weniger den MiTo mit ähnlichen Motoren, die
> vielleicht wenige PS auseinander liegen können.
> Daher ist es nicht die Motorleistung an sich, die
> die Kunden so „trennt“, sondern das Image, das
> Aussehen und die „Machart“ (3- oder 5-Türer).
>
>
> Die Ypsilon-Generationen – mit Ausnahme des
> ersten Y10 Turbos, der aber nach kurzer Zeit aus
> dem Programm verschwand – waren nie auf
> „Sportlichkeit“ getrimmt. Die Motoren lagen
> –mit einer Ausnahme, dem Ypsilon Momo – nie
> über 90 PS bei den Benzinern und 95 PS beim
> Biesel.
>
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Nun möge man mich erneut korigieren, aber mehr "PS" muss
doch nicht zwangsläufig mehr Sportlichkeit bedeuten.
Auch sehe ich beispielsweise in einen 105 PS Twinair, über den hier
gesprochen wurde, nicht unbedingt eine kompromisslose Fahrmaschine,
da bliebe Alfa oder auch Abarth noch Platz genug.
Nebenbei soll es ja den ein oder anderen Alfisti geben, dem der Mito
nicht sportlich genug ist und der heimlich auf Abarth oder gar eine Fremdmarke
gewechselt ist.
In einem gewissen Segment erwarten die Käufer heute
einen Motor mit souveräner Leistung oder auch die Möglichkeit eine gute
Vollautomatik ordern zu können, eigentlich genau die Extras, die früher
größeren Autos vorbehalten waren.
Sicher zielten die Y- Modelle nie auf das "Gti Publikum mit Sportauspuff",
aber man sollte doch bitte nie vergessen, dass es den Y bereits vor 20 Jahre
mit einem 85 PS Benziner gab, was für die damalige !!! Zeit ordentlich war.
Nun zeugt die Argumentation, dass man nicht über die 90 PS Hürde geht, weil es den
Y bereits vor 20 Jahren mit 86 PS gab und man nicht Traditionen brechen wolle,
zwar von Phantasie, aber demnach dürfte es den Mini heute nur mit 62 PS geben.
Vielleicht ist es ja gerade das Erfolgsrezept von Mini, dass man sich den Ansprüchen
der "Neuzeit" angepasst hat.
Übrigends wird der Mini auf dem Gesamtmarkt mehr in Cooper und Cooper S Varianten verkauft,
als in den einfachen One Varianten. Vor 20 Jahren wäre das undenkbar gewesen.
Gruß
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- Joined: 07 Jan 2009, 20:28
Re: ...auch das noch!
Also wenn ich das richtig verstehe, ist der "einzige" Grund, wieso der Ypsilon sich so schlecht außerhalb Italiens verkaufen lässt, ein leistungsstärkerer Motor. Habe ich das richtig verstanden?
Glaubst du das wirklich? Dann erkläre mir, wieso seit Jahren, um nicht zu sagen praktisch immer, der Opel Corsa sich teilweise deutlich besser als ein FIAT Punto verkauft hat! Warum sind denn die Verkaufszahlen des Deltas nicht höher? Denn schließlich hatte gerade der Delta ein sehr breites Motorenprogramm gehabt, angefangen von zuerst 120 PS (Benziner und Diesel) bis hin zu 190/200 PS (Diesel/Benziner).
Vielleicht würden ja vielleicht 10-20 Ypsilons pro Monat damit mehr verkaufen, aber ob sich der Aufwnd wirklich lohnt? Die Problematik Lancias ist eine ganz andere und bevor du nicht anfängt, an der Basis zu arbeiten, wie Händlerstruktur, Vertrieb, Service und dazu kräftig über Jahre in Werbung investieren, ist jedes Lancia-Modell außerhalb Italiens zum Scheitern verurteilt.
Den Mini, ähnlich wie den FIAT 500, kannst du nicht mit dem Ypsilon vergleichen, denn hierbei handelt es sich um "Kultfahrzeuge", die auch vom Retrodesign, dazu auch noch gelungen, an Fahrzeugen erinnern, die selbst Kultstatus hatten.
Der Ypsilon kann hier nicht anschließen. Als Auto ist er in vielerlei Hinsicht dem "normalen" Mini sogar "überlegen", auch dem 500er, weil "mehr" Auto (der 500er hat weniger Platz, einen kleineren Kofferraum, ist also vom reinen "Nutzwert" schlechter und kostet, obwohl weniger Türen nicht weniger), aber es fehlt hier der Kultstatus, die auch europaweit so gesehen wird.
Der Ypsilon hat in Italien mit Beginn des Y10, der am Anfang "floppte", um - wenn man ihn als Lancia "bezeichnet" - das mit Abstand "erfolgreichste" Lancia-Modell allerzeiten wurde, eine Nische geschaffen, die es in dieser Form wohl nur in Italien gibt und nicht umsonst liegt er ja auch hier auf Platz3 der Zulassungsstatistik vor dem 500er und weit weit vor einem Mini.
Noch einmal, ich glaube nicht, ja ich bin mir sicher, dass nun ein "fehlender stärkerer" Motor nun die Hauptverantwortung für die schlechten Verkaufswerte trägt.
Glaubst du das wirklich? Dann erkläre mir, wieso seit Jahren, um nicht zu sagen praktisch immer, der Opel Corsa sich teilweise deutlich besser als ein FIAT Punto verkauft hat! Warum sind denn die Verkaufszahlen des Deltas nicht höher? Denn schließlich hatte gerade der Delta ein sehr breites Motorenprogramm gehabt, angefangen von zuerst 120 PS (Benziner und Diesel) bis hin zu 190/200 PS (Diesel/Benziner).
Vielleicht würden ja vielleicht 10-20 Ypsilons pro Monat damit mehr verkaufen, aber ob sich der Aufwnd wirklich lohnt? Die Problematik Lancias ist eine ganz andere und bevor du nicht anfängt, an der Basis zu arbeiten, wie Händlerstruktur, Vertrieb, Service und dazu kräftig über Jahre in Werbung investieren, ist jedes Lancia-Modell außerhalb Italiens zum Scheitern verurteilt.
Den Mini, ähnlich wie den FIAT 500, kannst du nicht mit dem Ypsilon vergleichen, denn hierbei handelt es sich um "Kultfahrzeuge", die auch vom Retrodesign, dazu auch noch gelungen, an Fahrzeugen erinnern, die selbst Kultstatus hatten.
Der Ypsilon kann hier nicht anschließen. Als Auto ist er in vielerlei Hinsicht dem "normalen" Mini sogar "überlegen", auch dem 500er, weil "mehr" Auto (der 500er hat weniger Platz, einen kleineren Kofferraum, ist also vom reinen "Nutzwert" schlechter und kostet, obwohl weniger Türen nicht weniger), aber es fehlt hier der Kultstatus, die auch europaweit so gesehen wird.
Der Ypsilon hat in Italien mit Beginn des Y10, der am Anfang "floppte", um - wenn man ihn als Lancia "bezeichnet" - das mit Abstand "erfolgreichste" Lancia-Modell allerzeiten wurde, eine Nische geschaffen, die es in dieser Form wohl nur in Italien gibt und nicht umsonst liegt er ja auch hier auf Platz3 der Zulassungsstatistik vor dem 500er und weit weit vor einem Mini.
Noch einmal, ich glaube nicht, ja ich bin mir sicher, dass nun ein "fehlender stärkerer" Motor nun die Hauptverantwortung für die schlechten Verkaufswerte trägt.
Re: ...auch das noch!
.. wenn es einen "vernünftigen" Motor im aktuellen Ypsilon gegeben hätte, hätten wir schon vor etwa 2 Jahren den Kaufvertrag unterschrieben!
Ein TJet mit +/- 120 PS würde bei uns kaum mehr verbrauchen, als der zwar spritzige 2 Zylinder, bei dem der Komfort auf der Strecke bleibt. Immer ein wenig hektisch, lauter und kein gemütliches Cruisen möglich – und nur 5 Gänge!!!???
Dabei würden uns die vier Türen viel besser gefallen, obwohl wir das Fahrzeug nur zu zweit nutzen, sind die doch praktischer und deutlich kürzer als im 843!!
Leider fehlt auch die verschiebbare Rückbank – z. B. im 843 passen mindestens 4 Getränkekisten nebeneinander. Im NY sind es nur 2!?
So müssen wir unseren 843er Ypsilon, 1,4er 95 PS, noch behalten und hoffen, dass vielleicht noch was kommt!?
Viva Lancia
Manfred
PS sehe gerade das Bild ist von 2008 - unser 843 sieht heute noch genauso gut aus!!!!!!!
Ein TJet mit +/- 120 PS würde bei uns kaum mehr verbrauchen, als der zwar spritzige 2 Zylinder, bei dem der Komfort auf der Strecke bleibt. Immer ein wenig hektisch, lauter und kein gemütliches Cruisen möglich – und nur 5 Gänge!!!???
Dabei würden uns die vier Türen viel besser gefallen, obwohl wir das Fahrzeug nur zu zweit nutzen, sind die doch praktischer und deutlich kürzer als im 843!!
Leider fehlt auch die verschiebbare Rückbank – z. B. im 843 passen mindestens 4 Getränkekisten nebeneinander. Im NY sind es nur 2!?
So müssen wir unseren 843er Ypsilon, 1,4er 95 PS, noch behalten und hoffen, dass vielleicht noch was kommt!?
Viva Lancia
Manfred
PS sehe gerade das Bild ist von 2008 - unser 843 sieht heute noch genauso gut aus!!!!!!!
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Re: ...auch das noch!
Sicher ist es nicht "nur ein fehlender Motor", der ein fehlendes gutes Händlernetz
und fehlenden Service ausgleichen kann.
Und hier wurde ja in unzähligen Beispielen erörtert, wieso der Delta kein
Verkaufsschlager wurde (Postitionierung zwischen 2 Segmenten, Namensgebung etc.)
Gerade die Höherpostionierung des Deltas (der ja kein Nachfolger des eigentlichen Deltas ist)
und der Wegfall des Musa würde doch eine etwas breitere Aufstellung des Ypsilon rechtfertigen.
Die Kernfrage ist doch, wie der Kunde (von Italien mal abgesehen) einen Ypsilon
wahrnimmt, wie er zwischen Fiat, Abarth und Alfa positioniert ist. Ist er wirklich
so klar positioniert, wie du schreibst?
Das ehemals typische Alcantara oder Paltrona Leder gibt es nicht mehr, die besonderen Lackierungen gibt es
nicht mehr und von den Motoren ist er klar unterhalb des 500 positioniert, wird aber als Premium beworben und
von Händlern (in Deutschland) hochpreisiger als Fiat angeboten.
Nun war meine Erwähnung des Mini nur ein Beispiel.
Welcher Hersteller versucht heute nicht mit besonderen Ausstattungsvarianten und Motoren die Autos höher zu positionieren?
Da ist Lancia mit seinem momentanen "Anti-Premium" in dieser Klasse fast eine Ausnahme.
Gruß
und fehlenden Service ausgleichen kann.
Und hier wurde ja in unzähligen Beispielen erörtert, wieso der Delta kein
Verkaufsschlager wurde (Postitionierung zwischen 2 Segmenten, Namensgebung etc.)
Gerade die Höherpostionierung des Deltas (der ja kein Nachfolger des eigentlichen Deltas ist)
und der Wegfall des Musa würde doch eine etwas breitere Aufstellung des Ypsilon rechtfertigen.
Die Kernfrage ist doch, wie der Kunde (von Italien mal abgesehen) einen Ypsilon
wahrnimmt, wie er zwischen Fiat, Abarth und Alfa positioniert ist. Ist er wirklich
so klar positioniert, wie du schreibst?
Das ehemals typische Alcantara oder Paltrona Leder gibt es nicht mehr, die besonderen Lackierungen gibt es
nicht mehr und von den Motoren ist er klar unterhalb des 500 positioniert, wird aber als Premium beworben und
von Händlern (in Deutschland) hochpreisiger als Fiat angeboten.
Nun war meine Erwähnung des Mini nur ein Beispiel.
Welcher Hersteller versucht heute nicht mit besonderen Ausstattungsvarianten und Motoren die Autos höher zu positionieren?
Da ist Lancia mit seinem momentanen "Anti-Premium" in dieser Klasse fast eine Ausnahme.
Gruß
Re: ...auch das noch!
Es ist sowohl der Motor als auch das drumherum. Mein Freundlicher, auch wenn ich mich hier wiederhole, hat mir selbst gesagt, dass von den Kunden die den NY erwägen die meisten gerade wegen der Motorenauswahl wieder abspringen. Selbst meine Frau, die nur nach Verkehrsregeln fährt und gerne gemütlich unterwegs ist, findet die Motorisierung inzwischen zwar als bekannt und o.k. aber eigentlich nicht ausreichend. Den TwinAir mag sie nicht, Diesel lohnt sich bei den Strecken nicht, also was bleibt? Zielgruppe verfehlt, jedenfalls außerhalb Italiens.
Zum zweiten bleibt das ewige Problem Händler und vor allem Marketing/Bekanntheit. Jeder der bei uns mit dem NY konfrontiert wird als Mitfahrer etc. ist überrauscht und angetan von Design, Qualität, Nutzwert. Aber wenn diese Leute Autos kaufen, würden sie nie zu Lancia gehen, kennen die nämlich garnicht und ist einfach nicht im Kopf. Eine Kollegin sucht derzeit z.B. einen Kleinwagen. Wo guckt sie? Beim Polo, aber nur mit 4 Türen den. Dann kommt ein Anderer und sagt: "Hoffentlich ist der besser als der Sharan von meinem Nachbarn, der dauernd kaput ist" Antwort: "Ja, das wollen wir mal nicht hoffen"… Wieso kaufe ich denn da? - Weil ich nichts anderes kenne und mir die Werbemachinerie ewig eingebläut hat, dass das einfach gut ist.
Fiat hat das Problem, es gibt "nichts" zu kaufen, also kauft keiner, wo auch? Händler sind auch Mangelware. Und wenn keiner kauft, sagt man in Turin: "ach, lohnt sich nicht darin zu investieren". Man hat zwar kein Geld, aber wenn man Autohersteller ist, sollte man sein Geschäftsfeld auch darauf ausrichten, oder sehe ich da was falsch? Sparen - und zwar an der falschen Ecke - ist zwar oft nötig, aber kein Geschäftsmodell.
Aber das hatten wir alles schon.
Grüße
Alex G.
Zum zweiten bleibt das ewige Problem Händler und vor allem Marketing/Bekanntheit. Jeder der bei uns mit dem NY konfrontiert wird als Mitfahrer etc. ist überrauscht und angetan von Design, Qualität, Nutzwert. Aber wenn diese Leute Autos kaufen, würden sie nie zu Lancia gehen, kennen die nämlich garnicht und ist einfach nicht im Kopf. Eine Kollegin sucht derzeit z.B. einen Kleinwagen. Wo guckt sie? Beim Polo, aber nur mit 4 Türen den. Dann kommt ein Anderer und sagt: "Hoffentlich ist der besser als der Sharan von meinem Nachbarn, der dauernd kaput ist" Antwort: "Ja, das wollen wir mal nicht hoffen"… Wieso kaufe ich denn da? - Weil ich nichts anderes kenne und mir die Werbemachinerie ewig eingebläut hat, dass das einfach gut ist.
Fiat hat das Problem, es gibt "nichts" zu kaufen, also kauft keiner, wo auch? Händler sind auch Mangelware. Und wenn keiner kauft, sagt man in Turin: "ach, lohnt sich nicht darin zu investieren". Man hat zwar kein Geld, aber wenn man Autohersteller ist, sollte man sein Geschäftsfeld auch darauf ausrichten, oder sehe ich da was falsch? Sparen - und zwar an der falschen Ecke - ist zwar oft nötig, aber kein Geschäftsmodell.
Aber das hatten wir alles schon.
Grüße
Alex G.
Re: ...auch das noch!
bei erscheinen schrieb man im pressetext noch von den unzähligen kombinationsmöglichkeiten...
wo sind die hin, und warum hat man das nur im langweiligen pressetext beschrieben anstatt es ordentlich zu bewerben???
ach ja, weil LANCIA ja kein grosses werbebudget hat wie ALFA.
aber warum ist das der fall? bei erscheinen des YPSILON hatte LANCIA immerhin 6 modelle zu bieten - ALFA hingegen gerade mal 2.
die klare positionierung der marken wäre schon wichtig. und auch das man die angst des internen kannibalismus endlich ablegt da die marken doch in ihrer erscheinung sowieso 2 grundverschiedene käufertypen ansprechen. wären YPSILON und MITO gleich gross würde er trotzdem ein völlig anderes publikum ansprechen, und wären DELTA und GIULIETTA gleisch gross ist das auch der fall.
aus kostengründen keine weiteren motoren anzubieten halte ich für eine schlechte ausrede da es ja nocht so ist dass man diese erst entwickeln oder an die plattform anpasen müsste.
FIAT kann sich ja schließlich sogar leisten in china dem VIAGGIO und seinem neuen steilheckbruder unterschiedliche fronten zu gönnen!
wo sind die hin, und warum hat man das nur im langweiligen pressetext beschrieben anstatt es ordentlich zu bewerben???
ach ja, weil LANCIA ja kein grosses werbebudget hat wie ALFA.
aber warum ist das der fall? bei erscheinen des YPSILON hatte LANCIA immerhin 6 modelle zu bieten - ALFA hingegen gerade mal 2.
die klare positionierung der marken wäre schon wichtig. und auch das man die angst des internen kannibalismus endlich ablegt da die marken doch in ihrer erscheinung sowieso 2 grundverschiedene käufertypen ansprechen. wären YPSILON und MITO gleich gross würde er trotzdem ein völlig anderes publikum ansprechen, und wären DELTA und GIULIETTA gleisch gross ist das auch der fall.
aus kostengründen keine weiteren motoren anzubieten halte ich für eine schlechte ausrede da es ja nocht so ist dass man diese erst entwickeln oder an die plattform anpasen müsste.
FIAT kann sich ja schließlich sogar leisten in china dem VIAGGIO und seinem neuen steilheckbruder unterschiedliche fronten zu gönnen!
MfG,
martin
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LANCIA - eleganza in movimento
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Re: ...auch das noch!
Nun seien wir doch ehrlich und lügen uns nicht selbst in der Tasche. "Die" Deutschen lieben in ihrer überwiegenden Mehrheit vor allem Autos, die in irgendeinem Zusammenhang stehen, "Deutsch" zu sein. Als ich noch in Deutschland lebte, musste ich mir nicht selten von wildfremden Personen anhören, wieso ich mir einen "Ausländer" kaufe.
Wie hoch war denn der Marktanteil der FIAT-Gruppe, als man als Gruppe "Importeur" Nr.1 war? Vielleicht 4-4,5% maximal 5, wenn es hoch kommt. Das sind Zahlen, die einfach zu niedrig sind, um "flächendeckend" ausreichend tätig zu sein.
Um das zu tun, brauchst du entweder die Rückendeckung eines Staates, der dazu Sonderkonditionen aushandelt (politisch begründet) oder aber Gewinnmargen, wie die beispielsweise VW hat.
Wenn ich mir anschaue, wie in meiner Gegend das Händlernetz von VW oder vor allem Opel (bei Ford weiß ich nicht einmal, wo ein offizieller Vertragshändler ist) ist, dann würdest du dich wundern, weil es nicht wirklich besser ist als das der FIAT-Gruppe. Für Skoda darfst du mindestens 80 Km fahren, VW hat NEUERDINGS einen B-Händler in 40 Km Entfernung, sonst musst du 80 Km fahren, bei Audi auch (ich weiß das nur zu gut, weil ich laufend mit den "Dienstfahrzeugen" dahin musste). BMW ist näher, ca. 50 Km wie Lancia, Mercedes auch so um die 80.
Also kann man nun nicht sagen, dass selbst "reiche" Marken, die ja eigentlich das "nötige" Kleingeld haben, ein wirklich "gut strukturiertes" Händlernetz haben. Was aber auch verständlich ist, denn so ein Netz kostet Geld und du baust es nicht von heute auf morgen auf.
Aber dazu kommt dann auch eines, was ich immer gehört habe, "nämlich schönes italienisches Auto und blablabla", aber wenn man dann sich ein neues Auto kaufen wollte, ging man eh zu dem, was man "gewohnt" war.
FIAT (und Lancia und Alfa) sind in der Volksmeinung "Schrott ab Werk" und sogar Politiker ziehen darüber ihre Witze.
Und was du das sagst "nichts zu kaufen", dann frage ich dich, warum verkauft sich ein Opel Corsa, der ja a) auf der Plattform des Puntos (oder umgekehrt) aufbaut, b) viele Bauteile teilt, sogar c) teilweise gleiche Motoren und Getriebe verbaut?
Warum verkauft der sich seit Jahren teilweise erheblich besser? Der Punto ist das Produkt mit dem breitesten Motorenangebot der Gruppe, fängst bei 65 PS (Benziner) 75 PS-Diesel und hört bei 120/135PS (Diesel/Benziner) auf, wobei man dann auch noch die beiden Abarth-Modelle hat, also "normal" mit 165 PS und als EsseEsse mit 180 PS.
Ist es das Design? Meinst du, der Corsa ist so "erheblich" schöner, dass das Design des Puntos so "abschreckend" ist? Ist es der Preis? Ich denke mir, dass nirgendwo der Corsa günstiger als die Puntos angeboten wird.
Und noch eines sollte man nicht vergessen, FIAT war selbst in den "besten" Jahren außerhalb Italiens nie sonderlich stark, also Gruppe schon gar nicht. Der Unterschied lag auf dem Heimatmarkt, auf dem man nach der Übernahme Alfas 60 und mehr % hielt und eigentlich noch mehr hätte verkaufen können, aber mehr ging wegen fehlender Kapazitäten nicht.
Mitte der 1990 Jahre änderten sich aber die "Kaufgewohnheiten" der Italiener, teils auch wegen veränderter Steuergesetze und die Gruppe brach kontinuierlich ein. Heute hält man einen Marktanteil als Gruppe von ca. 27-30%. Das heißt, man verkauft heute weit weniger als 50% der Fahrzeuge, die man noch vor rund 10-15 Jahren verkauft hat.
Es ist also NICHT das Auslandsgeschäft, dass der Gruppe für sich betrachtet, die Probleme bereitet, sondern der Einbruch zuhause. Man hat es halt versäumt, in den "goldenen" Jahren den Gewinn ins Image zu investieren, aber wenn man FIATs und Co als "Billigautos" verhökert hat, kann man nicht hoffen, dass die Leute dann hinterher dich auch noch als "Premium" wahrnehmen, sondern eher als "Dacia".
In der Zwischenzeit kann FIAT nicht "günstiger" produzieren als die Konkurrenz und somit ist es ein Kreislauf, den wir kennen. Dass dann noch "Missmanagement" bzw. "Betrug" hinzukommen, ist eine andere Geschichte.
Daher, man soll mir heuer kommen, es "fehlen so viele Produkte", denn hier wird so getan, als habe man ja über die Jahre "so viele" Autos verkauft, heuer die Palette verringert und genau deswegen verkauft man keine Autos, denn das ist de facto falsch.
FIAT hatte mit Ausnahme der SUVs (nun stieg dieser Markt stetig, ist aber nun auch nicht das "Massensegment") und großer Limos (die ja auch früher nun nicht den Gro an Stückzahlen ausmachten) eigentlich ein relativ breites Spektrum an Autos gehabt, wenn man von Lancia absieht, wobei es ja nicht so ist, dass Lancia früher nun mit "10 verschiedenen" Modellen am Start waren.
So verrückt es klingen mag, wenn FIAT in Europa erfolgreich sein will, muss man "alles" an VW verkaufen und dann würde selbst dieses aktuelle Programm "erfolgreich" sein.
Wie hoch war denn der Marktanteil der FIAT-Gruppe, als man als Gruppe "Importeur" Nr.1 war? Vielleicht 4-4,5% maximal 5, wenn es hoch kommt. Das sind Zahlen, die einfach zu niedrig sind, um "flächendeckend" ausreichend tätig zu sein.
Um das zu tun, brauchst du entweder die Rückendeckung eines Staates, der dazu Sonderkonditionen aushandelt (politisch begründet) oder aber Gewinnmargen, wie die beispielsweise VW hat.
Wenn ich mir anschaue, wie in meiner Gegend das Händlernetz von VW oder vor allem Opel (bei Ford weiß ich nicht einmal, wo ein offizieller Vertragshändler ist) ist, dann würdest du dich wundern, weil es nicht wirklich besser ist als das der FIAT-Gruppe. Für Skoda darfst du mindestens 80 Km fahren, VW hat NEUERDINGS einen B-Händler in 40 Km Entfernung, sonst musst du 80 Km fahren, bei Audi auch (ich weiß das nur zu gut, weil ich laufend mit den "Dienstfahrzeugen" dahin musste). BMW ist näher, ca. 50 Km wie Lancia, Mercedes auch so um die 80.
Also kann man nun nicht sagen, dass selbst "reiche" Marken, die ja eigentlich das "nötige" Kleingeld haben, ein wirklich "gut strukturiertes" Händlernetz haben. Was aber auch verständlich ist, denn so ein Netz kostet Geld und du baust es nicht von heute auf morgen auf.
Aber dazu kommt dann auch eines, was ich immer gehört habe, "nämlich schönes italienisches Auto und blablabla", aber wenn man dann sich ein neues Auto kaufen wollte, ging man eh zu dem, was man "gewohnt" war.
FIAT (und Lancia und Alfa) sind in der Volksmeinung "Schrott ab Werk" und sogar Politiker ziehen darüber ihre Witze.
Und was du das sagst "nichts zu kaufen", dann frage ich dich, warum verkauft sich ein Opel Corsa, der ja a) auf der Plattform des Puntos (oder umgekehrt) aufbaut, b) viele Bauteile teilt, sogar c) teilweise gleiche Motoren und Getriebe verbaut?
Warum verkauft der sich seit Jahren teilweise erheblich besser? Der Punto ist das Produkt mit dem breitesten Motorenangebot der Gruppe, fängst bei 65 PS (Benziner) 75 PS-Diesel und hört bei 120/135PS (Diesel/Benziner) auf, wobei man dann auch noch die beiden Abarth-Modelle hat, also "normal" mit 165 PS und als EsseEsse mit 180 PS.
Ist es das Design? Meinst du, der Corsa ist so "erheblich" schöner, dass das Design des Puntos so "abschreckend" ist? Ist es der Preis? Ich denke mir, dass nirgendwo der Corsa günstiger als die Puntos angeboten wird.
Und noch eines sollte man nicht vergessen, FIAT war selbst in den "besten" Jahren außerhalb Italiens nie sonderlich stark, also Gruppe schon gar nicht. Der Unterschied lag auf dem Heimatmarkt, auf dem man nach der Übernahme Alfas 60 und mehr % hielt und eigentlich noch mehr hätte verkaufen können, aber mehr ging wegen fehlender Kapazitäten nicht.
Mitte der 1990 Jahre änderten sich aber die "Kaufgewohnheiten" der Italiener, teils auch wegen veränderter Steuergesetze und die Gruppe brach kontinuierlich ein. Heute hält man einen Marktanteil als Gruppe von ca. 27-30%. Das heißt, man verkauft heute weit weniger als 50% der Fahrzeuge, die man noch vor rund 10-15 Jahren verkauft hat.
Es ist also NICHT das Auslandsgeschäft, dass der Gruppe für sich betrachtet, die Probleme bereitet, sondern der Einbruch zuhause. Man hat es halt versäumt, in den "goldenen" Jahren den Gewinn ins Image zu investieren, aber wenn man FIATs und Co als "Billigautos" verhökert hat, kann man nicht hoffen, dass die Leute dann hinterher dich auch noch als "Premium" wahrnehmen, sondern eher als "Dacia".
In der Zwischenzeit kann FIAT nicht "günstiger" produzieren als die Konkurrenz und somit ist es ein Kreislauf, den wir kennen. Dass dann noch "Missmanagement" bzw. "Betrug" hinzukommen, ist eine andere Geschichte.
Daher, man soll mir heuer kommen, es "fehlen so viele Produkte", denn hier wird so getan, als habe man ja über die Jahre "so viele" Autos verkauft, heuer die Palette verringert und genau deswegen verkauft man keine Autos, denn das ist de facto falsch.
FIAT hatte mit Ausnahme der SUVs (nun stieg dieser Markt stetig, ist aber nun auch nicht das "Massensegment") und großer Limos (die ja auch früher nun nicht den Gro an Stückzahlen ausmachten) eigentlich ein relativ breites Spektrum an Autos gehabt, wenn man von Lancia absieht, wobei es ja nicht so ist, dass Lancia früher nun mit "10 verschiedenen" Modellen am Start waren.
So verrückt es klingen mag, wenn FIAT in Europa erfolgreich sein will, muss man "alles" an VW verkaufen und dann würde selbst dieses aktuelle Programm "erfolgreich" sein.
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- Joined: 07 Jan 2009, 20:28
Re: ...auch das noch!
Nun weil du gerade Viaggio/Ottimo ansprichst: Von der Viaggio/Ottimo-Einheit sind ca. 70.000 Einheiten pro Jahr geplant, also eigentlich beinahe Giulietta-Level oder Delta im "besten" Jahr, was damals als "Break Even" angesehen wurde.
Viaggio und Ottimo werden in China gebaut, also zu "Lohnkosten", für die selbst Polen heute nicht mehr arbeiten würden und nicht einmal Serben. Damit nicht genug, diese Modelle sind derart "billig" (schau dir den Innenraum an, jeder Bravo, selbst das Basismodell ist "hochwertiger"), dass es kaum einen Unterschied macht, die Front etwas zu verändern, wobei ich der Meinung bin, dass wahrscheinlich die "Restyling-Version vom Viaggio die gleiche Front bekommen wird.
Also allein von den Kosten her kann man sich ein paar "kleinere" Veränderungen leisten, wenn man eh an der Technik gespart hat (der 150er T-Jet gibt es so nicht einmal mehr, die Hinterachse ist nicht die vom Dart etc.)
Viaggio und Ottimo werden in China gebaut, also zu "Lohnkosten", für die selbst Polen heute nicht mehr arbeiten würden und nicht einmal Serben. Damit nicht genug, diese Modelle sind derart "billig" (schau dir den Innenraum an, jeder Bravo, selbst das Basismodell ist "hochwertiger"), dass es kaum einen Unterschied macht, die Front etwas zu verändern, wobei ich der Meinung bin, dass wahrscheinlich die "Restyling-Version vom Viaggio die gleiche Front bekommen wird.
Also allein von den Kosten her kann man sich ein paar "kleinere" Veränderungen leisten, wenn man eh an der Technik gespart hat (der 150er T-Jet gibt es so nicht einmal mehr, die Hinterachse ist nicht die vom Dart etc.)
Re: ...auch das noch!
das ist mir schon klar, aber allein schon das man für china überhaupt in neuentwicklungen investiert, wo andere versuchen ihre vorgängermodelle loszuwerden, ist schon verblüfend.
da wirkt es ja schon als wäre europa in sachen autobau für FIAT zur dritten-welt verkommen.
da wirkt es ja schon als wäre europa in sachen autobau für FIAT zur dritten-welt verkommen.
MfG,
martin
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