Anleitung zur Reparatur der Zentralveriegelung
Posted: 23 Apr 2011, 20:39
Nachdem es mich letzte Woche auch erwischt habe, habe ich jetzt mal meine Tuerschloesser ueberholt.
Symptom:
Hintere Tueren gehen irgendwann mal nicht mehr auf oder zu. Wenn man Glueck hat bleiben sie dauerhaft zu und man kann das Problem eine Weile ignorieren wenn man faul ist.
Bei Problemen mit einer vorderen Tuer probiert die Zentralverriegelung ein paar mal die Tueren zu oeffnen und zu schliessen und gibt dann irgendwann auf. Das kann man dann nicht mehr ignorieren wenn man sein Auto auch mal abschliessen will.
Ursache des Problems sind die kleinen Motore in den Tuerschloessern. Also nicht die dort ebenfalls zu findenden Schalter! Es hat hier jemand eine gute Anleitung geschrieben wie man die Tuerschloesser ausbaut. (lesen!)
Der Ausbau ist etwas fummelig, aber wenn man zweimal gemacht hat dann wird man es wohl in einer Stunde schaffen.
Wenn man dann so ein Tuerschloss offen hat kann man den Motor abloeten. Der Motor hat hinten zwei kleine Laschen. Die kann man mit einem kleinen, aber guten, Schraubendreher aufbiegen. Dann kann man das Plastikteil mit den beiden Kohlen abziehen. Man sieht jetzt den Kollektor. Der sollte eigentlich Kupferfarben aussehen. Bei mir sah der aber bei jeden Motor total schmantig aus. Ich hab schon einige Motore von innen gesehen, aber die waren wirklich besonders schlimm! Das finde ich erstaunlich weil der Rest des Tuerschloss unauffaellig aussah. Soll heissen klitschig/fettig.
Man kann den Kollektor jetzt vorsichtig mit 1000er Schmirgelpapier abziehen. Danach mit einer Stecknadel die Rillen zwischen den drei Kupferflaechen freikratzen. Mit einem Multimeter den Widerstand der Wicklungen nachmessen. Das muss dreimal 5-6Ohm ergeben. Vor dem freikratzen mit der Stecknadel sind das nur 2Ohm! Es ist sehr wichtig das dieser Widerstand wieder stimmt!
Das Plastikteil des Motors wo sich die Kohlen befinden einmal mit Kontaktspray abspritzen und dann mit Luft ausblasen. Ebenfalls das restliche Motorgehaeuse einmal ausblasen.
Es gibt hinten im Plastikteil einen kleinen Schlitz. Da kann man ein kleines Taschenmesser oder etwas aehnliches reinstecken um die Kohlen etwas auseinanderzudruecken. Dann kann man den Motor wieder zusammenstecken und danach das Messer rausziehen. Nicht den Motor ohne Spreitzung der Kohlen verschliessen weil sonst die Gefahr besteht das man sich den Halter der Kohlen verbiegt.
Jetzt alles wiederzusammenbauen und die Tueren funktionieren wieder wie neu. Natuerlich dabei das Fett im Schloss auch erneuern.
Ich vermute mal das darin auch der Grund lag warum bei der Kiste im Winter die Tueren so schlecht losgingen. Wenn die Motoren einen Nebenschluss am Kollektor haben dann haben sie deutlich weniger Leistung. Wenn im Winter das Fett vielleicht noch etwas fester ist dann reicht die Kraft des Motors nicht mehr aus das Schloss zu bewegen.
Olaf
Symptom:
Hintere Tueren gehen irgendwann mal nicht mehr auf oder zu. Wenn man Glueck hat bleiben sie dauerhaft zu und man kann das Problem eine Weile ignorieren wenn man faul ist.
Bei Problemen mit einer vorderen Tuer probiert die Zentralverriegelung ein paar mal die Tueren zu oeffnen und zu schliessen und gibt dann irgendwann auf. Das kann man dann nicht mehr ignorieren wenn man sein Auto auch mal abschliessen will.
Ursache des Problems sind die kleinen Motore in den Tuerschloessern. Also nicht die dort ebenfalls zu findenden Schalter! Es hat hier jemand eine gute Anleitung geschrieben wie man die Tuerschloesser ausbaut. (lesen!)
Der Ausbau ist etwas fummelig, aber wenn man zweimal gemacht hat dann wird man es wohl in einer Stunde schaffen.
Wenn man dann so ein Tuerschloss offen hat kann man den Motor abloeten. Der Motor hat hinten zwei kleine Laschen. Die kann man mit einem kleinen, aber guten, Schraubendreher aufbiegen. Dann kann man das Plastikteil mit den beiden Kohlen abziehen. Man sieht jetzt den Kollektor. Der sollte eigentlich Kupferfarben aussehen. Bei mir sah der aber bei jeden Motor total schmantig aus. Ich hab schon einige Motore von innen gesehen, aber die waren wirklich besonders schlimm! Das finde ich erstaunlich weil der Rest des Tuerschloss unauffaellig aussah. Soll heissen klitschig/fettig.
Man kann den Kollektor jetzt vorsichtig mit 1000er Schmirgelpapier abziehen. Danach mit einer Stecknadel die Rillen zwischen den drei Kupferflaechen freikratzen. Mit einem Multimeter den Widerstand der Wicklungen nachmessen. Das muss dreimal 5-6Ohm ergeben. Vor dem freikratzen mit der Stecknadel sind das nur 2Ohm! Es ist sehr wichtig das dieser Widerstand wieder stimmt!
Das Plastikteil des Motors wo sich die Kohlen befinden einmal mit Kontaktspray abspritzen und dann mit Luft ausblasen. Ebenfalls das restliche Motorgehaeuse einmal ausblasen.
Es gibt hinten im Plastikteil einen kleinen Schlitz. Da kann man ein kleines Taschenmesser oder etwas aehnliches reinstecken um die Kohlen etwas auseinanderzudruecken. Dann kann man den Motor wieder zusammenstecken und danach das Messer rausziehen. Nicht den Motor ohne Spreitzung der Kohlen verschliessen weil sonst die Gefahr besteht das man sich den Halter der Kohlen verbiegt.
Jetzt alles wiederzusammenbauen und die Tueren funktionieren wieder wie neu. Natuerlich dabei das Fett im Schloss auch erneuern.
Ich vermute mal das darin auch der Grund lag warum bei der Kiste im Winter die Tueren so schlecht losgingen. Wenn die Motoren einen Nebenschluss am Kollektor haben dann haben sie deutlich weniger Leistung. Wenn im Winter das Fett vielleicht noch etwas fester ist dann reicht die Kraft des Motors nicht mehr aus das Schloss zu bewegen.
Olaf