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kC in ROM

Posted: 01 Oct 2009, 15:28
by kC-die noble Art
5 Tage im wunderbaren Rom zu Fuss in der Innenstadt:

Rom ist Smart und Mini Land - kein Wunder bei dem Verkehrschaos !
Dazu kommen unzählige motorisierte Zweiräder und -ja klar- viele viele viele Lancia Thesis -
meist mit Blaulicht - B)- wie bei Kojak.

Lancia Kappa nur wenige - die meisten schon ordentlich ramponiert und wohl dem Ableben nahe.

Solo uno kC ! ::o

Das einzige kC Exemplar was ich gesichtet habe stand zufällig eines abends vor unserem Hotel
in einer ruhigen abseits gelegenen Wohngegend.

Ein 1.Serie kC - 3,0 merkurgrau Poltrona dunkelrot mit Schiebedach >:D< in sehr guten Zustand - bravo !

Fazit: auch in Rom sind kCs praktisch nicht mehr auf der Strasse im Alltagsverkehr zu sehen....

Re: kC in ROM

Posted: 01 Oct 2009, 15:49
by fiorello
Ciao,

na da hattest du ja noch richtig Glück, ich habe in den letzten Jahren kein KC mehr in Italia gesehen, trotz mehrwöchiger Aufenthalte und Autobahnfahrt von Nord nach Süd, Fazit, in ganz Italia ist ein KC genauso selten zu sehen wie hier ;)

Saluti
Fiore

Re: kC in ROM

Posted: 01 Oct 2009, 15:54
by lanciadelta64
Die KCs sind natürlich nur selten zu sehen, weil sie ja auch in Italien selten verkauft wurden und diejenigen, die einen gehabt haben, heute mit deutschen Produkten durch die Gegend fahren.

Nicht nur Rom ist "Smart- und Mini-Land", sondern ganz Italien und das nicht nur wegen Platz, sondern weil ein Smart als "Mini-Mercedes" und der Mini als "Mini-BMW" angesehen werden, also frei übersetzt, ein Mini oder Smart als Traumauto wie ein Ferrari oder Lambo gehandelt wird. Wer Smart oder Mini fährt, will zeigen "schaut her, ich bin wer, ich habe Geld, ich bin cool".

Was man in Italien noch öfters antreffen kann, ist der Kappa als Limo (als SW schon weniger), sogar der Thema kommt ab und an vor.

Allerdings hat sich in Italien ab Ende der 90er Jahre eine Veränderung des Bewusstseins breit gemacht. Lag das durchschnittliche Alter des "italienischen Fuhrparks" bei über 14 Jahren und hatte man damit den ältesten Fuhrpark Europas, ist das durchschnittliche Alter so stark gesunken, dass sogar die Deutschen einen älteren Fuhrpark haben. Ein Teil hat natürlich auch die Veränderung des TÜVs in Italien gesorgt (früher nach 10 Jahren das erste Mal, dann alle 5 Jahre, jetzt erste Mal nach 4 Jahre, danach alle 2, wie von der EU gefordert), ein anderer Teil damit, dass nicht mehr nur Familie und Hauseigentum an erster Stelle steht.

Mittlerweile werden Autos auf Pump gekauft, geleast oder was auch immer, was es in dieser Form nicht gegeben hat.

Wie gesagt, der KC wurde sehr selten in Italien verkauft, wie allgemein in Italien Coupés und Cabrios eine Randerscheinung sind. Es werden in Deutschland wahrscheinlich in einem Jahr mehr Cabrios verkauft als in Italien in einem Jahrzehnt...

Re: kC in ROM

Posted: 01 Oct 2009, 15:56
by lanciadelta64
...der KC war ja auch in Italien als Neuwagen fast so selten wie in Deutschland, denn gerade in jener Zeit waren Cabrios und Coupés so häufig wie ein Ferrari oder Lambo zu sehen (wenn wir diese Fahrzeugtypen nicht unter Coupés oder Cabrios zählen)

Re: kC in ROM

Posted: 01 Oct 2009, 23:17
by fiorello
Ciao carissimo Bernardo,

ja so ist es leider, das automobile Bewusstsein unserer Landsleute ist sehr bedauernswert, zumal man wirklich gute eigene Fahrzeuge als unakzetabel abstempelt und alles teutonische als das non plus ultra ansieht :S armes Italien, b.z.w. arme Italiener ich hoffe das sie irgendwann mal wieder erkennen was sie da eigentlich verschmähen, diese Ahnungslosen :(

Saluti
Fiore

Re: kC in ROM

Posted: 01 Oct 2009, 23:50
by lanciadelta64
Ciao Fiore,

dem kann ich natürlich beipflichten, allerdings gibt es bezüglich Coupés und Cabrios in Italien eine andere Wahrnehmung. Bis Ende der 90er Jahre waren Autos in Italien bei der breiten Masse der Menschen eher ein "Fortbewegungsmittel", das allein der Familie diente. Unos waren zwar auch das meistverkaufte Auto in Italien, aber im Gegensatz zu Deutschland oft als FAMILIENFAHRZEUG gesehen, daher fast immer als 5-Türer und dann in der SL-Austattung, die es in Deutschland gar nicht gab (die "Luxus-Version" des Unos)

Das Kuriose ist halt, dass in den Ländern mit weniger Sonne besonders Cabrios beliebt sind, in solchen, in denen mehr Sonne scheint, die eher eine absolute Randerscheinung sind und soweit ich das hier so höre, auch bei den Wenigsten wirklich ein "Traum" darstellen.

Der KC war halt in einem Segment tätig, das sehr geringe Stückzahlen zuließ, ergo war auch der KC sehr sehr selten vertreten. Dazu kam eine Politik Lancias, den KC so zu positionieren, dass er für besondere Liebhaber gedacht war, und da in erster Linie für Leute ab einen bestimmten Alter, die nicht unbedingt in ein Coupé einsteigen wollten, wofür sie einen Kran gebraucht hätten, sondern bequem ein- und aussteigen konnten. Dazu dann auch noch mit bestimmten Besonderheiten aufwarten konnte, also eher "Nobelrestaurant", denn "McDonalds".

Für die jungen Leute war damals eher das FIAT Coupé ein unerfüllbarer Traum, speziell der 5-Zylinder-Turbo, der als schnellster und leistungsstärkster FIAT aller Zeiten in die Geschichte eingegangen ist.

Noch heute sind die Tests, in denen er dem Porsche Boxster das Fürchten lehrte, Kult.

Wie gesagt, der Kappa Coupé war von Anfang an so konzipiert, dass er niemals hätte in Italien ein Erfolg werden können, dafür aber war er etwas für weniger junge Leute, die das nötige Kleingeld hatten (so ein komplett ausgestatteter 5-Zylinder-Turbo kostete hier in Italien locker 80 Mio Lire und mehr, also heute ca. 40.000 Euro, was aber in etwa auf heute bezogen rund 80.000 Euro waren). Er war etwas für "anspruchsvolle" Leute und diente in erster Linie als "Imageträger".

Das Coupé ist also nicht "gescheitert", weil es in Italien ein Flop wurde, sondern weil es sich außerhalb Italiens nicht so verkaufen ließ, wie vielleicht erhofft, denn hier in Italien war er nur gedacht, um den Verkauf von der Limo, die von Spöttern als "Grande Dedra" betittelt wurde, und dem SW zu fördern.

Tanti saluti

Bernardo

Fast wie in Griechenland

Posted: 02 Oct 2009, 11:36
by Lancistos
Während VW nüchterne Polo und Golfs bot, konnte man bei italienischen Herstellern für das gleiche Geld eine kleine Pretiose kaufen. So gab es in Griechenland so gut wie keine VW Polo in den 1980er Jahren. Der Golf wurde mit geringem Erfolg serienmäßig teilweise mit gratis Alufelgen und Radio oder anderen Extras angeboten, nur der Passat verkaufte sich ein bischen, wobei nach der Basisversion fast schluss war, denn dann konnte man gleich einen kleinen BMW oder Mercedes kaufen.

Nur die italienischen Hersteller boten für viele Jahre ein bischen vom Besonderen in dieser Preisklasse. Autos wie der Alfa GT und die Lancia Fulvia waren einmalig auf dem Markt, und nachdem es sie nicht gab, waren sie bis in die 1990er Jahren gesucht, bis die meisten Exemplare vom gepflegten Gebrauchtwagen zu Youngtimer wurden, oder mangels eines seltenen Ersatzteils stillgelegt wurden. In Griechenland war damals ein alter VW Käfer Ovali, ein VW Bulli oder selbst ein altes Mercedes Coupe der letzte Schrott und wurde weggeworfen (damals alle schon gesucht in Deutschland). Ich erinnere mich wie ein großes Coupe, jahrzehntelang im Besitz eine bekannten Reederers, nachdem es sein Angestellter übernommen hatte, verschrottet wurde: Er hatte die Ölwanne aufgerissen, als er bei seinem Verwandten auf dem Acker damit Kartoffeln abholen wollte! Eine Reparatur war es dem Besitzer nicht wert.

Mit dem sportlichen Alfa (egal wie alt, und fast immer in rot) konnte man imponieren, mit dem lahmen Mercedes oder VW nicht. Junge Leute, die Geld hatten kauften italienische Autos wie den Uno turbo oder eben gebrauchte italienische Autos. Deutsche Autos waren etwas für Beamte, Rentner und Leute die sich nach dem deutschen Lebensstandart sehnten und das mit ihrem Sitzfleisch bezahlten (denn die Straßen waren wesentlich schlechter und die Sitze hart). Für den Delta I hingegen wurde extra für Griechenland ein Motor mit 1100 ccm und übermäßig viel PS angeboten, um steuerlich als Kleinwagen zu gelten, das war einmalig, und ein Traum eines jeden Autokäufers. Wer hätte da noch einen Polo oder Corsa gekauft?

Der Vorsprung der Italiener war in den späten 1990er Jahren verpufft. Ein Mercedes oder Audi war auch schnell und vorallem er war jetzt erschwinglich. Eine Kundschaft für das kC gab es in Griechenland nie, der Importeur machte keinen Aufwand es zu bewerben, es soll nicht mal einen Probewagen gegeben haben, die Motorpresse hatte über das Auto wenig berichtet. Und das obwohl der 2,0 steuerlich optimal war, denn danach begann damals die Luxussteuer. Man sagt das es heute zwischen 10-20 kC dort gibt, davon min. je 2 mit deutschen und italienischen Kennzeichen gesichtet, andere Quellen schätzen etwa 15 in Athen und max. 5 in Thessaloniki. Hätte Lancia damals ein Coupé auf kleinerer Basis angeboten, es wäre vermutlich der Kracher gewesen.

Dann verloren aber die Deutschen die Spießer an Toyota, Hyundai und Co. und verkaufen jetzt fast nur an Enthusiasten. Bis der neue Fiat 500 ihnen den Markt wieder strittig machte. Es ist unfassbar, auch in Griechenland hat der Wagen eingeschlagen wie eine Bombe. Weniger Wirtschaftskraft, Angst vor Arbeitslosigkeit und trotzdem das besondere, hier ist wieder Fiat am Zug.

Viva Lancia!

Re: Fast wie in Griechenland

Posted: 02 Oct 2009, 14:18
by lanciadelta64
Ciao Lancistos,

jetzt wird mir auch klar, wieso hier viele griechische Studenten mit italienischen Autos herumfahren (und nicht unbedingt mit "Schrott", weil billig, sondern mit neuen oder fast neuen Autos). Die haben natürlich alle ihre griechischen Kennzeichen. Kein anderes ausländisches Kennzeichen sieht man bei uns so oft wie das griechische (Studenten halt).

Autokauf ist meistens eine psychologische Angelegenheit und selten eine rein rationale Sache, auch wenn manche das so verkaufen, als habe man rein rationale Gründe walten lassen.

Die Erfolge eines Lancia Themas oder FIAT Croma 1 war eigentlich der Beginn des "Untergangs". Das klingt verrückt, ist es aber nicht, denn wie bei euch, gab es in Italien über Jahrzehnte eine "Luxussteuer", die auf Autos oberhalb von 2.000ccm fällig wurde. Das heißt, die Mehrwertsteuer lag wesentlich höher. Aber das, was sich über Jahre als Nachteil für deutsche Autos war, entwickelte sich im Nachhinein als Glücksfall, denn wer so ein Auto sich leisten konnte und/oder wollte, der galt als etwas, konnte angeben und damit waren die deutschen Autos der Traum eines "jeden" Italieners, aber kaufen eben nicht, sondern dann halt einen "einfachen" Thema oder Croma.

Dazu kam auch noch, dass in Italien grundsätzlich die Versicherung nicht, wie in Deutschland, über die PS berechnet wird, sondern über die Hubraumzahl, was natürlich auch dazu führte, dass ein Thema Turbo i.e. nicht nur billiger in der Anschaffung als beispielsweise ein Thema V6 war, sondern auch noch in der Versicherung günstiger, obwohl der Turbo mehr PS hatte.

Als dann die Luxussteuer wegfiel, war der Preisvorteil der Italiener dahin und mehr Leute konnten sich dann ihren Traum erfüllen, um sich dann auch wie ein "reicher Adliger" fühlen zu können, oder wie der Anwalt neben dir.

Zu diesen von FIAT kaum zu beeinflussenen Dinge kamen eine Reihe von Fehlern des Managment und Raffgier der Besitzer des Herstellers. In der Zwischenzeit haben die deutschen Hersteller leistungsstarke Diesel, was für den italienischen Markt extrem wichtig ist, sind doch die überwiegende Mehrzahl der Autos hier traditionell Diesel und nicht Benziner.

FIAT hat lediglich einen 2,4 Multijet (dazu auch nur 5-Zylinder) mit 200-210 PS, einen 1,9-2,0 Multijet mit 150/170 und nur im Delta den Biturbo mit nur 190 PS, während Audi, BMW und Mercedes 6-Zylinder-Diesel mit 3 Liter Hubraum und jenseits der 200 PS anbieten und von den SUVs reden wir gar nicht, die zwar angeblich von allen gehasst werden, aber ähnlich wie früher in der italienischen Politik mit der Democrazia Cristiana (wenn du jemand fragtest, wollte die keiner wählen und hatte sie gewählt, aber dennoch gewannen sie die Wahlen) doch heimlich geliebt sind.

Der FIAT 500 ist eine Erfolgsstory, aber eben auch nur weil ein Kleinwagen. Große Italiener sind eigentlich nicht an den Mann zu bringen. Das hat man verschlafen, nicht nur mit Kleinwagen in Verbindung gebracht zu werden...

Tanti saluti

Bernardo

Re: Fast wie in Griechenland

Posted: 02 Oct 2009, 15:05
by Dean
Ciao Bernardo

naja, grosse Autos nicht an den Mann zu bringen ist bis zu 'nem gewissen Punkt richtig.

Ich zumindest bin hier in der Schweiz in der glücklichen Lage schon FAST mehr Quattroporte zu sichten als dieses Designkuriosum von Phaeton.

Heute sind mir zwei A5 im Nacken gehangen und drehten fast durch (weil ICH die AB blockierte). Naja, Hauptsache die glauben dass die Strassen ihnen seien. Von mir aus könnten die alle in den Graben fallen, ekelhaft arrogante .... (wollen wir mal nicht zu detailiert werden). Aber Du weisst was ich sagen will.

"Le corna che tengono..."

Dean;)

Re: Fast wie in Griechenland

Posted: 02 Oct 2009, 15:43
by lanciadelta64
Ciao caro Dean,

du mit deiner Schweiz B)-... ich sprach von Italien...

dass bei euch alle großen Italiener gingen und wie, weiß ich. Da ich ja immer die Top-Versionen der Italiener hatte, kam ich mir in der Schweiz immer wie im Paradies vor. Wahrscheinlich gibt es in der "kleinen" Schweiz mehr Maseratis als in ganz Italien zusammen und wahrscheinlich einschließlich Deutschland ;)

Gestern habe ich einem A4 fürchterlich geärgert, allerdings mit meinem Punto...ich bin normal gefahren und der Idiot überholt mich vor einer Kurve, die dann bergab geht und auf die eine Reihe von scharfen Kurven folgen. Davor dann auch noch 2 weitere Golfs, die mich zuvor überholt hatten und ich dann ohne zu bremsen (tue ich fast nie) schon vor der Kurve mit der passenden Geschwindigkeit, ohne Gas zu geben (sehr harmonisch, nicht Kampflinie, sondern eigentlisch schonend und sauber), aber eben auch ohne zu bremsen hatte sie auf einmal vor mir und ich durfte dann bremsen, wo es eigentlich unsinnig ist, weil selbst eine Ente da ohne Probleme durchkommt. Dann wollte ich die überholen und der Audi war richtig böse und wollte mich jagen, leider ohne Erfolg. Der ist am Rad gedreht. Ich habe ihn dann ausgelacht und am Ende hat er mich dann im Ort überholt (der hatte das Glück, dass dort gerade keine Polizei war, die auf meinen Hinweg da standen ;) )

In Deutschland hatte ich dann das Glückserlebnis mit nem A6 Sw 3,0 Diesel mit Allrad (hier in den Bergen haben die selbst mit so nem einfachen Punto HGT große Probleme :D. Eigentlich habe ich den Delta nicht zum Rennen und als in Deutschland war, kannte ich den Delta noch weniger als ich ihn jetzt kenne und das ist immer noch weit davon entfernt, wie es eigentlich sein sollte. Ich bin dann aus der Stadt raus, eine Ampel mit 2 Spuren und auch wenn es "meine" Stadt war, hat man dort Veränderungen vorgenommen, die ich nicht kannte, denn kurz nach der Ampel geht es in einer Spur weiter (früher war die linke Spur zum Abbiegen und nur meine zum Geradeausfahren) Ich hatte meine Eltern noch dabei, also in 3 zusammen. Delta auf Automatik... ich bin normal angefahren, bis ich merkte, dass er mich auflaufen lassen wollte, was ihm natürlich gelang, weil der Anlauf zu kurz war (ich war leicht vorne, aber eben nur leicht). Der lachte sich kaputt, bis ihm das Lachen verging, als ich dann sequenziell und Sportmodus im Delta ausgewählt hatte. Was dann kam, war selbst für mich so überraschend, denn der hatte nicht einmal im Ansatz eine Chance. Ich hatte nicht so viel Platz (denn diese Landstraße endet in den nächsten Ort und der 100er-Bereich geht recht schnell zu Ende), aber es reichte locker.

Auch dieser Audi-Fahrer ist am Rad gedreht. Der ist wahnsinnig geworden, wollte mich von rechts überholen (ist eine Autobahneinfahrt), doch ich einmal vorne brauchte der so etwas erst gar nicht riskieren. Dann war vor mir ein Auto und wie gesagt, meine Genugtuung hatte ich. Der ist dann wie ein Verrückter in den Ort rein, hat alle überholt (wie "schade" >:D<, dass dort eine fest installierte Radarstation ist) Den Lappen dürfte der los sein, denn in einer 50er Zone, in der wir 50-55 drauf hatten und mit dem Speed, wie der uns überholt hat und natürlich auch nicht abgebremst, waren es bestimmt 100 und mehr...

Das hat weh getan, italienisches Auto, dazu mit italienischem Kennzeichen und dann sich so einseifen lassen, als habe er nen "Fahrrad". Das hat der nicht verkraftet, aber ich war mir meiner Sache extrem sicher, weil ich die 3,0 Liter hier kenne und hier in den Bergen mit nem Punto Probleme bekommen und daher kenne ich die Charakteristika dieser 3,0 Motoren, egal ob von Audi, Mercedes oder BMW (paradoxerweise sind die 3,0 Diesel von Mercedes wesentlich gefährlicher, zumindest hier). Alles gute Motoren, gutes Autos, aber für das, was dann die Fahrer daraus machen wollen, haben sie das falsche Auto...

Die Diesel haben zwar viel Kraft unten herum, aber ab 4.000-4.500 ist Schluss. Dann müssen die in den höheren Gang. Der Delta nun schlägt die Diesel mit ihrer eigenen Waffen, maximales Drehmoment von 320 (Test 340-350) bei 1.400 Touren bis 3.750, aber eben bis 5.500-6.000 Touren mit Kraft (maximale Leistung zwischen 4.750 und 5.500 Touren). Das gegenüber einem Auto von 1,7 Tonnen, der mit Allradantrieb auch noch Kraft verliert und auf trockenem Asphalt, erst recht nicht im Durchzug seine "bessere" Traktion ausspielen kann, kann keine Chance haben, selbst wenn der 300 Ps gehabt hätte. Aber mache denen das einmal klar... Das Schöne, alle Deltas sehen im Prinzip "gleich" aus, egal ob du 120 Ps hast oder 200. Deiner hat 150 PS, hat die 18-Zoller wie meiner, sieht (wenn wir einmal vom Tieferlegungssatz und natürlich von der Farbe) gleich aus, keine zusätzlichen Spoiler, Schweller oder auslandene Heckflügel und die Auspuffanlagen mit den beiden Blenden auch noch identisch.

Das ist das Schöne...die Deltas sind halt unberechenbar.... ;)

Tanti saluti

Bernardo

PS: es ist bisher das einzige Ärgernis mit dem Delta geblieben, zumal hier in Italien mit dem italienischen Kennzeichen weniger Probleme hast.