Tschüss Lancia
Re: Tschüss Lancia
aber schau wie viele A3 verkauft werden, zum GOLF dazu!!!
MfG,
martin
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Re: Tschüss Lancia - nix Tschüß
...wenn man denn überhaupt nen nachfolger bringt.
aber trotzdem danke für die wiederholung.
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martin
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Re: Tschüss Lancia - nix Tschüß
Nein, natürlich steht da nichts vom Tod, aber zuerst einmal müssen wir die "italienische Interpretation" heranziehen, für die IMMER der Kontext wichtig ist und weniger die an sich gesagten Worte.
Man würde niemals offiziell von "Tod" reden, aber aus dem Kontext bedeutet das eben genau das, was es ist, das "Ende", wobei "Ende" ja immer "relativ" ist, denn was heißt das? Heuer ist ja auch die Rede, "Autobianchi" oder vielleicht "Innocenti" ins Leben zu rufen oder Abarth, das ja im Hause niemals eine eigene "Marke" war.
Aber wenn man Marchionnes Äußerungen seit nun beinahe 1,5 Jahre genauer betrachtet, weiß, wie er normalerweise tickt, dann, dass man sich nur noch auf Alfa, Maserati und Ferrari (ohne die ChryslerGroup zu berüchsichtigen) konzentriert, ja auch FIAT derart umändert, dass von FIAT als Brand nicht mehr viel übrigbleibt. "Klassisch-FIAT" will Marchionne beerdigen und das hat, wenn auch nicht das Wort "beerdigen" benutzt, so gesagt.
Nun bleibt Lancia uns Italienern vorerst erhalten, aber eben mit nur einer Marke. Aber schon vor einigen Monaten hatte ich hier davon gesprochen, während mich hier viele für verrückt erklärt hatten, dass man den Rückzug Lancias plane und einige hier träumten sogar von einem Ypsilon HF, was für mich von Anfang an eine "Zeitungsente" war, oder wie wir Italiener dazu sagen "una buffala".
Schon in Deutschland war ja hier zu lesen, dass einiges sich ins Negative gedreht hatte, eher das Händlernetz abgebaut, denn aufgebaut wurde.
Sollten hier in Italien noch 2011 die Händler ihre Verkaufsräume "modernisieren", hieß es vor 6 Monaten nur noch, Lancia aus den eigenen Räumen herausnehmen und nur noch mit FIAT zusammen.
Das war schon ein eindeutiges Zeichen eines Rückzugs, eben auf Raten, damit die Händler Zeit haben, sich umzustrukturieren. Und es war klar, Lancia einmal zu FIAT gesetzt - wie einst Y10 zu Lancia, obwohl hier als Autobianchi - wird spätestens nach dem Auslaufen der Lebenszeit des aktuellen Modells nicht mehr weiter geführt werden.
Es ist richtig, dass der Ypsilon in Italien - und die Betonung liegt auf Italien - sich sehr gut verkauft. Aber das tat auch der Lancia Musa und was passierte mit Musa? Richtig, um sich voll und ganz auf den 500L zu konzentrieren, hat man ihn aus dem Programm genommen gehabt, ohne einen Nachfolger. Ein Teil der Kunden sollten vom aktuellen Ypsilon aufgefangen, der andere vom 500 L.
Als die Y-Generationen ins Leben gerufen wurden, war man "konkurrenzlos", auch im eigenen Hause. FIAT produzierte "Butter-und-Brot-Autos" und wer etwas mehr haben wollte und bereit war, nicht so genau aufs Geld zu achten, der griff zu den Ypsilon-Generationen.
Mit der Einführung des 500er bekam man einen Konkurrenten im eigenen Hause und mittlerweile ist klar, dass Marchionne aus dem 500er eine "Premium-Linie" machen will und somit sich automatisch Überschneidungen ergeben werden.
Noch findet der Ypsilon Kunden wegen seiner fünf Türe, die der 500er eben nicht hat. Dazu gefällt er - zumindest in Italien - anders als beim Vorgängermodell auch Männern. Sollte der 500-5-Türer kommen, verliert der Ypsilon über Nacht seine Vorteile.
Der aktuelle Ypsilon verkauft sich ca. 50.000-55.000x europaweit. Damit verfehlt man die angestrebten 100.000 um "Lichtjahre". Von diesen 50.000-55.000 sind wohl 2013 allein in Italien rund 45.000 Fahrzeuge verkauft worden.
45.000 Fahrzeuge sind aber viel zu wenig, um die Entwicklung eines neuen Modells rechtzufertigen. Ein Delta verkaufte sich im ersten Jahr auch rund 50.000-60.000 und das war zu wenig.
Also, wenn man Marchionnes Strategie kennt, wird er für diese "läppischen" 45.000 Fahrzeuge keinen Nachfolger mehr produzieren lassen. Das lohnt nicht.
Last but not least hat Marchionne eine Studie in Auftrag gegeben, was passieren würde, wenn man in Italien rund 5%-Marktanteil verlöre, welche Auswirkungen das habe. Scheinbar wäre das kein Problem, ist also längst "eingepreist".
Zum Teil erhofft man sich, dass der dann 500-5-Türer einen großen Teil dieser Kundschaft absorbiert, zum anderen Teil ist es SM egal, ein paar Prozentpunkte weniger Marktanteil zu haben, solange die Bilanz stimmt.
Nun hast du recht, bis dieser Tag "x" kommt, dürften noch einmal 3-4 Jahre vergehen (Marchionne könnte ja auch morgen die Treppe herunterfallen usw. usw. usw.), aber Fakt ist, schon heute ist beschlossen und wird darauf hingearbeitet, Lancia vom Markt zu nehmen. Nur weil das aktuelle Ypsilon-Modell noch relativ neu ist, man wohl auch Tychy nicht in den "Ruin" treiben will, lässt man das Fahrzeug am Markt und nur deswegen bleibt "Lancia-Italia, sonst wäre das auch demnächst Geschichte gewesen.
Man würde niemals offiziell von "Tod" reden, aber aus dem Kontext bedeutet das eben genau das, was es ist, das "Ende", wobei "Ende" ja immer "relativ" ist, denn was heißt das? Heuer ist ja auch die Rede, "Autobianchi" oder vielleicht "Innocenti" ins Leben zu rufen oder Abarth, das ja im Hause niemals eine eigene "Marke" war.
Aber wenn man Marchionnes Äußerungen seit nun beinahe 1,5 Jahre genauer betrachtet, weiß, wie er normalerweise tickt, dann, dass man sich nur noch auf Alfa, Maserati und Ferrari (ohne die ChryslerGroup zu berüchsichtigen) konzentriert, ja auch FIAT derart umändert, dass von FIAT als Brand nicht mehr viel übrigbleibt. "Klassisch-FIAT" will Marchionne beerdigen und das hat, wenn auch nicht das Wort "beerdigen" benutzt, so gesagt.
Nun bleibt Lancia uns Italienern vorerst erhalten, aber eben mit nur einer Marke. Aber schon vor einigen Monaten hatte ich hier davon gesprochen, während mich hier viele für verrückt erklärt hatten, dass man den Rückzug Lancias plane und einige hier träumten sogar von einem Ypsilon HF, was für mich von Anfang an eine "Zeitungsente" war, oder wie wir Italiener dazu sagen "una buffala".
Schon in Deutschland war ja hier zu lesen, dass einiges sich ins Negative gedreht hatte, eher das Händlernetz abgebaut, denn aufgebaut wurde.
Sollten hier in Italien noch 2011 die Händler ihre Verkaufsräume "modernisieren", hieß es vor 6 Monaten nur noch, Lancia aus den eigenen Räumen herausnehmen und nur noch mit FIAT zusammen.
Das war schon ein eindeutiges Zeichen eines Rückzugs, eben auf Raten, damit die Händler Zeit haben, sich umzustrukturieren. Und es war klar, Lancia einmal zu FIAT gesetzt - wie einst Y10 zu Lancia, obwohl hier als Autobianchi - wird spätestens nach dem Auslaufen der Lebenszeit des aktuellen Modells nicht mehr weiter geführt werden.
Es ist richtig, dass der Ypsilon in Italien - und die Betonung liegt auf Italien - sich sehr gut verkauft. Aber das tat auch der Lancia Musa und was passierte mit Musa? Richtig, um sich voll und ganz auf den 500L zu konzentrieren, hat man ihn aus dem Programm genommen gehabt, ohne einen Nachfolger. Ein Teil der Kunden sollten vom aktuellen Ypsilon aufgefangen, der andere vom 500 L.
Als die Y-Generationen ins Leben gerufen wurden, war man "konkurrenzlos", auch im eigenen Hause. FIAT produzierte "Butter-und-Brot-Autos" und wer etwas mehr haben wollte und bereit war, nicht so genau aufs Geld zu achten, der griff zu den Ypsilon-Generationen.
Mit der Einführung des 500er bekam man einen Konkurrenten im eigenen Hause und mittlerweile ist klar, dass Marchionne aus dem 500er eine "Premium-Linie" machen will und somit sich automatisch Überschneidungen ergeben werden.
Noch findet der Ypsilon Kunden wegen seiner fünf Türe, die der 500er eben nicht hat. Dazu gefällt er - zumindest in Italien - anders als beim Vorgängermodell auch Männern. Sollte der 500-5-Türer kommen, verliert der Ypsilon über Nacht seine Vorteile.
Der aktuelle Ypsilon verkauft sich ca. 50.000-55.000x europaweit. Damit verfehlt man die angestrebten 100.000 um "Lichtjahre". Von diesen 50.000-55.000 sind wohl 2013 allein in Italien rund 45.000 Fahrzeuge verkauft worden.
45.000 Fahrzeuge sind aber viel zu wenig, um die Entwicklung eines neuen Modells rechtzufertigen. Ein Delta verkaufte sich im ersten Jahr auch rund 50.000-60.000 und das war zu wenig.
Also, wenn man Marchionnes Strategie kennt, wird er für diese "läppischen" 45.000 Fahrzeuge keinen Nachfolger mehr produzieren lassen. Das lohnt nicht.
Last but not least hat Marchionne eine Studie in Auftrag gegeben, was passieren würde, wenn man in Italien rund 5%-Marktanteil verlöre, welche Auswirkungen das habe. Scheinbar wäre das kein Problem, ist also längst "eingepreist".
Zum Teil erhofft man sich, dass der dann 500-5-Türer einen großen Teil dieser Kundschaft absorbiert, zum anderen Teil ist es SM egal, ein paar Prozentpunkte weniger Marktanteil zu haben, solange die Bilanz stimmt.
Nun hast du recht, bis dieser Tag "x" kommt, dürften noch einmal 3-4 Jahre vergehen (Marchionne könnte ja auch morgen die Treppe herunterfallen usw. usw. usw.), aber Fakt ist, schon heute ist beschlossen und wird darauf hingearbeitet, Lancia vom Markt zu nehmen. Nur weil das aktuelle Ypsilon-Modell noch relativ neu ist, man wohl auch Tychy nicht in den "Ruin" treiben will, lässt man das Fahrzeug am Markt und nur deswegen bleibt "Lancia-Italia, sonst wäre das auch demnächst Geschichte gewesen.
- minesweaper
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Re: Tschüss Lancia - nix Tschüß
Wir werden sehen, nichts ist festgeschrieben und alles ist gesagt worden.
Wir könnten ja Wetten abschließen, so wie es die Engländer gerne tun, wie es wohl um lancia in drei Jahren steht oder in der Art B)-
Wir könnten ja Wetten abschließen, so wie es die Engländer gerne tun, wie es wohl um lancia in drei Jahren steht oder in der Art B)-
Lancia Delta 3 Oro, 1,8 DI T-Jet, Bicolore: luna piena, vulkano
- minesweaper
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Re: Tschüss Lancia
Was soll man dazu sagen - 2011 planed experience and the reality in 2014 speaks different
Lancia Delta 3 Oro, 1,8 DI T-Jet, Bicolore: luna piena, vulkano
Re: Tschüss Lancia - nix Tschüß
«… Last but not least hat Marchionne eine Studie in Auftrag gegeben, was passieren würde, wenn man in Italien rund 5%-Marktanteil verlöre, welche Auswirkungen das habe. Scheinbar wäre das kein Problem, ist also längst "eingepreist". …» - Sollte SM auf den italienischen Marktanteil Lancias deiner Lesart zufolge verzichten können, müsste man ja davon ausgehen, dass er Lancia (sprich die Markenrechte) an einen inländischen Anbieter - da fiele mir spontan DR Motor ein - verkaufen könnte.
Doch einen Teufel wird er tun - lieber die Marke auf Sparflamme weiterführen oder ggf. einstellen, als sie an einen Konkurrenten verkaufen. Di Risio arbeitet bekanntlich mit den Chinesen von Chery zusammen, und so, wie man 1986 verhinderte, dass Alfa Romeo in ausländische Hand an Ford fiel, hält der Konzern eisern an seinen Marken fest (im Repubblica-Interview meinte SM ja genüsslich, dass die Deutschen von VW ruhig weiter von Alfa träumen dürfen)…
Doch einen Teufel wird er tun - lieber die Marke auf Sparflamme weiterführen oder ggf. einstellen, als sie an einen Konkurrenten verkaufen. Di Risio arbeitet bekanntlich mit den Chinesen von Chery zusammen, und so, wie man 1986 verhinderte, dass Alfa Romeo in ausländische Hand an Ford fiel, hält der Konzern eisern an seinen Marken fest (im Repubblica-Interview meinte SM ja genüsslich, dass die Deutschen von VW ruhig weiter von Alfa träumen dürfen)…
Re: Tschüss Lancia
lanciadelta64 schrieb:
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> Schau dir die Zulassungszahlen für den Ypsilon in
> Deutschland an und du verstehst, wieso man das tun
> wird, denn wenn du auch noch die Tageszulassungen
> abrechnest, bleibt da nicht viel und dafür eine
> "komplette" Struktur am Leben erhalten, lohnt sich
> allein von der ökonomischen Seite nicht.
> Eigentlich könnte Marchionne jeden Monat jeden
> Ypsilon-Neukunden in Deutschland noch persönlich
> die Hand geben...
Da du die hohen Zulassungszahlen des Ypsilon
in Italien mit den geringen Verkaufszahlen in Deutschland
vergleichst und zu der Schlussfolgerung kommst, dass
Lancia in Deutschland nicht absetzbar ist ... hat der Ypsilon in
Deutschland wirklich identische Verkaufsbedingungen?
Ein ähnlich aufgestelltes und insbesondere auch motiviertes Händlernetz?
Man liest hier doch bereits seit Jahren die Erfahrungsberichte,
dass man als Lancia Interessent von einem Verkäufer eher eine
andere Marke "empfohlen" bekommt.
Auch wird beispielsweise ein Ypsilon hier oftmals deutlich teuerer
als in Italien (im Verhältnis zu Panda, 500er oder Fremdfabrikaten) angeboten.
Auch wurde der Y von Motoren und Ausstattung ja speziell für Italien konzipiert.
Gruß Marlon
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> Schau dir die Zulassungszahlen für den Ypsilon in
> Deutschland an und du verstehst, wieso man das tun
> wird, denn wenn du auch noch die Tageszulassungen
> abrechnest, bleibt da nicht viel und dafür eine
> "komplette" Struktur am Leben erhalten, lohnt sich
> allein von der ökonomischen Seite nicht.
> Eigentlich könnte Marchionne jeden Monat jeden
> Ypsilon-Neukunden in Deutschland noch persönlich
> die Hand geben...
Da du die hohen Zulassungszahlen des Ypsilon
in Italien mit den geringen Verkaufszahlen in Deutschland
vergleichst und zu der Schlussfolgerung kommst, dass
Lancia in Deutschland nicht absetzbar ist ... hat der Ypsilon in
Deutschland wirklich identische Verkaufsbedingungen?
Ein ähnlich aufgestelltes und insbesondere auch motiviertes Händlernetz?
Man liest hier doch bereits seit Jahren die Erfahrungsberichte,
dass man als Lancia Interessent von einem Verkäufer eher eine
andere Marke "empfohlen" bekommt.
Auch wird beispielsweise ein Ypsilon hier oftmals deutlich teuerer
als in Italien (im Verhältnis zu Panda, 500er oder Fremdfabrikaten) angeboten.
Auch wurde der Y von Motoren und Ausstattung ja speziell für Italien konzipiert.
Gruß Marlon
Re: Tschüss Lancia
Wir wollen sicher nicht, dass Lancia stirbt. Aber die hohen Herren haben beschlossen, die Marke systematisch zu sabotieren und setzen lieber auf Alfa, was lediglich bezüglich Bekanntheitsgrad Sinn macht. Wer immer noch glaubt, dass ein Wunder geschieht, der kann auch an den Weihnachtsmann und Osterhasen glauben. Es ist bereits so viel Porzellan zerschlagen worden, dass ein Neuanfang viele Milliarden kosten würde. Hätte man 1969 nur die reine Geschäftspolitik auf gesunde Beine gestellt, aber den hervorragenden Ruf der Marke konserviert, wäre das heutzutage alles recht einfach. Fiat als Basis, dazu Lancia für Premium, Maserati und Ferrari im höheren Preissegment. Für Alfa ist da kein Platz, war von Anfang an der Störfaktor Nr. 1 und hat nichts als Ärger und Kosten verursacht.
Übrigens erinnere ich mich an die SM-Aussage, man könne ohne jährliche Produktion von mindestens 5 Millionen Einheiten auf dem Weltmarkt nicht bestehen. Andererseits macht er mit den billigeren Autos Verlust. Das ist irgendwie ein Widerspruch. BMW bewegt sich im Rahmen zwischen 1.5 und 2 Millionen und denen geht es prima.
Übrigens erinnere ich mich an die SM-Aussage, man könne ohne jährliche Produktion von mindestens 5 Millionen Einheiten auf dem Weltmarkt nicht bestehen. Andererseits macht er mit den billigeren Autos Verlust. Das ist irgendwie ein Widerspruch. BMW bewegt sich im Rahmen zwischen 1.5 und 2 Millionen und denen geht es prima.
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Re: Tschüss Lancia
Es geht doch nicht darum, dass der Ypsilon sich in D. so oft wie in Italien verkaufen sollte. Das ist nicht die Frage, aber du gibst selbst dir ja auch die Antwort wegen des Preises. Es ist doch, was ich sage, nämlich dass man in D. (oberhalb des Ypsilons auch in Italien) einen Italiener nur dann kauft – lassen wir die Exoten beiseite – wenn sie wie „Dacia“ kosten.
Das ist das Übel, aber FIAT kann nun einmal nicht solche Preise mehr bieten. Das ging zuzeiten der „schwachen“ Lira sehr gut, aber heuer ist es nicht mehr möglich, zumindest nicht in dieser Form.
Übrigens, ein 500er kostet NICHT weniger als ein Ypsilon und mit Verhandlungsgeschick bekommst du einen Ypsilon für einen Preis, für den sie dir einen 500er niemals überlassen kommen.
Die Sache mit dem Ypsilon ist halt, Lancia wird in D. NICHT als Premium angesehen, während man in Italien bereit ist, für einen Ypsilon mehr Geld auszugeben als für einen FIAT Panda oder eben genauso viel wie für einen VW Polo.
Dass die Rahmenbedingungen „nicht“ stimmen, ist mir schon klar, aber wenn du einmal meine Postings verfolgt hast, sage ich ja nichts anderes. Das Problem ist halt auch, dass das gesamte Händlernetz einfach „unzureichend“ ist (und wenn dann noch die „Motivation“ fehlt, weil viele Händler lieber einen Alfa verkaufen wollen, macht es die Sache nicht besser), dass die gesamte Struktur nicht geeignet ist, weitere Modelle an den Mann zu bringen.
Daher sage ich ja auch, selbst ein „Jahrtausend-Design“ mit dem „weltbesten Auto“ als Lancia wäre in D absolut chancenlos. Und man muss kein Genie sein, um das zu erkennen.
Aber selbst in der „Blütezeit“ Lancias unter FIAT war Lancia niemals eine Marke, die in Deutschland auf große Stückzahlen kam. Alle reden vom Integrale, aber als der Integrale auf dem Markt kam, war der Delta beinahe schon im „Winter“ seines Lebenszyklus, so ähnlich, als wolle man heuer noch einmal auf dem aktuellen Delta noch einmal eine „Rallye-Version“ aufbauen.
Und der Delta 1 war in D. niemals ein „Verkaufshit“, derart schlecht, dass es eine Autozeitung gibt, die ihn unter den am „wenigsten verkauften“ Modellen gerechnet hat. Selbst Thema oder Dedra haben es nicht einmal in den Top 50 der Verkaufszahlen geschafft.
Wie gesagt, die Preise mögen im Verhältnis zu einem FIAT Panda höher sein, aber sind ausstattungsbereinigt gegenüber vergleichbare deutsche Produkte sicher nicht.
Höre mir auch mit der Mär der Motoren auf, denn es ist nicht so – lassen wir den Abarth beiseite, der aber „gesondert“ gerechnet wird und sicherlich nicht auf „Mio.“ von verkauften Fahrzeugen kommt – liegen die Motoren bei beiden eng miteinander zusammen.
Der 1,4er mit 100 PS ist nicht unbedingt der „meistgewählte“ Motor und von den Fahrleistungen auch nicht besser als der 500er TwinAir, um bei dem Motor zu bleiben. Am Anfang gab es den 500er mit einem 1,3 MultiJet, dem 69 PS alten „Fire-Motor“ und dem 1,4er.
Also „drei“ Motoren und erst im Laufe der Zeit und auch unter dem Eindruck, dass das Modell „erfolgreicher“ sich außerhalb Italiens verkaufen ließ, legte man mit den Motoren nach, aber es ist nicht so, dass es eine Frage der Motoren gewesen sei, die über Erfolg des 500er entschieden hätte.
Wäre der Ypsilon in Deutschland wesentlich erfolgreicher gewesen, bin ich mir sicher, dass man auch mit den Motoren nachgekommen wäre, vielleicht sogar mit einer „Sportversion“, aber so gab es keine „Motivation“, das zu tun.
Der Delta hatte über viele Jahre ein breites Motorenangebot und dennoch wollte ihn außerhalb Italiens „keiner“ haben, also sollten wir uns davon befreien, zu glauben, allein „300PS“ in einem Auto und schon wird das Auto verkauft. Der Panda hat auch keine große Motoren und ist außerhalb Italiens erfolgreicher als ein Panda (und preislich, zumindest ex Rabatte ausstattungsbereinigt nicht so viel teurer, sofern man nicht gleich den Ypsilon mit „Xenon“ und „Einparkassistent“ samt Lederausstattung nehmen will)
Aber lassen wir diese ganzen Betrachtungen beiseite und nehmen das auf, was du als „Rahmenbedingungen“ nennst.
Du bist also der Meinung, es fehle an einem vernünftigen „Händlernetz“ (bei mir ist der BMW-Händler in 50 Km Entfernung pleite gegangen und man muss heuer 100 fahren, aber wer „Premium“ will, „leidet“ gerne
) und an der gesamten Struktur.
Also setzen wir das als Fakt. Ich bin deiner Meinung. Also stellt sich die Frage, wenn wir nun eine Reihe von Fahrzeugen – sagen wir einmal, darunter einen New Lancia Flavia“ – nach Deutschland bringen, würden diese nicht auf die gleichen Rahmenbedingungen treffen? Ja? Wenn das so ist, hieße das doch auch, dass ein „Flavia“ oder welches Modell auch immer mehr oder weniger „ähnliche“ Chancen wie der aktuelle Ypsilon hätte, oder?
Wenn das so ist, müsste man schauen, wie man das Netz verbessert. Das heißt aber „Investitionen“ und vor allem aber auch „Zeit“, denn das geht nicht über Nacht. Aber in der Zwischenzeit würden die „neuen“ Modellen bereits „verheizt“ werden.
Also hätte man hohe Kosten, ohne dafür „belohnt“ zu werden. Marchionne – ob nun richtig oder falsch, wird sich zeigen – hat das gesamte Unternehmen im Augen und weniger eine Marke für sich, auch wenn es uns Lancisti schmerzt. Er und sein Team sind der Meinung, dass es „leichter“ ist, also von der Kosten-Nutzenrechnung besser ist, in Alfa zu investieren. Für mich, für den Alfa immer ein „Reizthema“ war und schon mit ihnen nicht anfangen konnte, als man zur IRI, der italienischen Staatsholding, gehörte, ist das der „Super-GAU“, aber die in Turin sind dieser Meinung und man wird sehen, ob sie damit „richtig“ liegen. Aber das ändert nichts daran, dass Lancia in dieser Form, wie es heute lebt, wie es heute aufgestellt ist, mit dem Netz, mit dieser Struktur nicht „gewinnbringend“ zu positionieren ist.
Das Geld für Alfa UND Lancia durchstarten zu lassen, hat man nicht, also konzentriert man sich auf eine Marke, zu meinem Leidwesen für Alfa und GEGEN Lancia, aber das heißt nicht, dass Marchionne und Co nun „betrunken“ seien oder absolut „keine“ Ahnung hätten.
Die Fehler – sofern es überhaupt Fehler waren und nicht sogar „gewollt“ – sind in den früheren Jahren gemacht worden und wenn man ehrlich ist, Lancias „Niedergang“ mit dem „Kauf“ (angeblich hat FIAT bis heute keinen Cent für Alfa bezahlt. Ob das wahr ist oder nur eine „Legende“, kann ich nicht beurteilen) Alfas eingeleitet und mit der Schließung Chivassos hat man Lancia die „Seele“ genommen. Alles, was danach kam, war eigentlich nur das „Nutzen“ der Marke, ohne ihr eine Identität zu geben, oder gar die Identität zurückzugeben, die diese Marke einst hatte.
Daher kommt für mich die Entscheidung der FIAT-Gruppe nicht überraschend, sondern ist „konsequent, wenn auch 2 Jahre zu spät und das ist es, was ich SM vorwerfe, nämlich falsch Hoffnungen gesetzt zu haben, obwohl er schon da wissen musste und auch wusste, dass es nur funktionieren kann, wenn man über viele Jahre Lancia „sponsert“, in diese Marke investiert, Stück für Stück, langsam aufbauend, wie man es scheinbar heute mit Alfa vorhat.
Das ist das Übel, aber FIAT kann nun einmal nicht solche Preise mehr bieten. Das ging zuzeiten der „schwachen“ Lira sehr gut, aber heuer ist es nicht mehr möglich, zumindest nicht in dieser Form.
Übrigens, ein 500er kostet NICHT weniger als ein Ypsilon und mit Verhandlungsgeschick bekommst du einen Ypsilon für einen Preis, für den sie dir einen 500er niemals überlassen kommen.
Die Sache mit dem Ypsilon ist halt, Lancia wird in D. NICHT als Premium angesehen, während man in Italien bereit ist, für einen Ypsilon mehr Geld auszugeben als für einen FIAT Panda oder eben genauso viel wie für einen VW Polo.
Dass die Rahmenbedingungen „nicht“ stimmen, ist mir schon klar, aber wenn du einmal meine Postings verfolgt hast, sage ich ja nichts anderes. Das Problem ist halt auch, dass das gesamte Händlernetz einfach „unzureichend“ ist (und wenn dann noch die „Motivation“ fehlt, weil viele Händler lieber einen Alfa verkaufen wollen, macht es die Sache nicht besser), dass die gesamte Struktur nicht geeignet ist, weitere Modelle an den Mann zu bringen.
Daher sage ich ja auch, selbst ein „Jahrtausend-Design“ mit dem „weltbesten Auto“ als Lancia wäre in D absolut chancenlos. Und man muss kein Genie sein, um das zu erkennen.
Aber selbst in der „Blütezeit“ Lancias unter FIAT war Lancia niemals eine Marke, die in Deutschland auf große Stückzahlen kam. Alle reden vom Integrale, aber als der Integrale auf dem Markt kam, war der Delta beinahe schon im „Winter“ seines Lebenszyklus, so ähnlich, als wolle man heuer noch einmal auf dem aktuellen Delta noch einmal eine „Rallye-Version“ aufbauen.
Und der Delta 1 war in D. niemals ein „Verkaufshit“, derart schlecht, dass es eine Autozeitung gibt, die ihn unter den am „wenigsten verkauften“ Modellen gerechnet hat. Selbst Thema oder Dedra haben es nicht einmal in den Top 50 der Verkaufszahlen geschafft.
Wie gesagt, die Preise mögen im Verhältnis zu einem FIAT Panda höher sein, aber sind ausstattungsbereinigt gegenüber vergleichbare deutsche Produkte sicher nicht.
Höre mir auch mit der Mär der Motoren auf, denn es ist nicht so – lassen wir den Abarth beiseite, der aber „gesondert“ gerechnet wird und sicherlich nicht auf „Mio.“ von verkauften Fahrzeugen kommt – liegen die Motoren bei beiden eng miteinander zusammen.
Der 1,4er mit 100 PS ist nicht unbedingt der „meistgewählte“ Motor und von den Fahrleistungen auch nicht besser als der 500er TwinAir, um bei dem Motor zu bleiben. Am Anfang gab es den 500er mit einem 1,3 MultiJet, dem 69 PS alten „Fire-Motor“ und dem 1,4er.
Also „drei“ Motoren und erst im Laufe der Zeit und auch unter dem Eindruck, dass das Modell „erfolgreicher“ sich außerhalb Italiens verkaufen ließ, legte man mit den Motoren nach, aber es ist nicht so, dass es eine Frage der Motoren gewesen sei, die über Erfolg des 500er entschieden hätte.
Wäre der Ypsilon in Deutschland wesentlich erfolgreicher gewesen, bin ich mir sicher, dass man auch mit den Motoren nachgekommen wäre, vielleicht sogar mit einer „Sportversion“, aber so gab es keine „Motivation“, das zu tun.
Der Delta hatte über viele Jahre ein breites Motorenangebot und dennoch wollte ihn außerhalb Italiens „keiner“ haben, also sollten wir uns davon befreien, zu glauben, allein „300PS“ in einem Auto und schon wird das Auto verkauft. Der Panda hat auch keine große Motoren und ist außerhalb Italiens erfolgreicher als ein Panda (und preislich, zumindest ex Rabatte ausstattungsbereinigt nicht so viel teurer, sofern man nicht gleich den Ypsilon mit „Xenon“ und „Einparkassistent“ samt Lederausstattung nehmen will)
Aber lassen wir diese ganzen Betrachtungen beiseite und nehmen das auf, was du als „Rahmenbedingungen“ nennst.
Du bist also der Meinung, es fehle an einem vernünftigen „Händlernetz“ (bei mir ist der BMW-Händler in 50 Km Entfernung pleite gegangen und man muss heuer 100 fahren, aber wer „Premium“ will, „leidet“ gerne

Also setzen wir das als Fakt. Ich bin deiner Meinung. Also stellt sich die Frage, wenn wir nun eine Reihe von Fahrzeugen – sagen wir einmal, darunter einen New Lancia Flavia“ – nach Deutschland bringen, würden diese nicht auf die gleichen Rahmenbedingungen treffen? Ja? Wenn das so ist, hieße das doch auch, dass ein „Flavia“ oder welches Modell auch immer mehr oder weniger „ähnliche“ Chancen wie der aktuelle Ypsilon hätte, oder?
Wenn das so ist, müsste man schauen, wie man das Netz verbessert. Das heißt aber „Investitionen“ und vor allem aber auch „Zeit“, denn das geht nicht über Nacht. Aber in der Zwischenzeit würden die „neuen“ Modellen bereits „verheizt“ werden.
Also hätte man hohe Kosten, ohne dafür „belohnt“ zu werden. Marchionne – ob nun richtig oder falsch, wird sich zeigen – hat das gesamte Unternehmen im Augen und weniger eine Marke für sich, auch wenn es uns Lancisti schmerzt. Er und sein Team sind der Meinung, dass es „leichter“ ist, also von der Kosten-Nutzenrechnung besser ist, in Alfa zu investieren. Für mich, für den Alfa immer ein „Reizthema“ war und schon mit ihnen nicht anfangen konnte, als man zur IRI, der italienischen Staatsholding, gehörte, ist das der „Super-GAU“, aber die in Turin sind dieser Meinung und man wird sehen, ob sie damit „richtig“ liegen. Aber das ändert nichts daran, dass Lancia in dieser Form, wie es heute lebt, wie es heute aufgestellt ist, mit dem Netz, mit dieser Struktur nicht „gewinnbringend“ zu positionieren ist.
Das Geld für Alfa UND Lancia durchstarten zu lassen, hat man nicht, also konzentriert man sich auf eine Marke, zu meinem Leidwesen für Alfa und GEGEN Lancia, aber das heißt nicht, dass Marchionne und Co nun „betrunken“ seien oder absolut „keine“ Ahnung hätten.
Die Fehler – sofern es überhaupt Fehler waren und nicht sogar „gewollt“ – sind in den früheren Jahren gemacht worden und wenn man ehrlich ist, Lancias „Niedergang“ mit dem „Kauf“ (angeblich hat FIAT bis heute keinen Cent für Alfa bezahlt. Ob das wahr ist oder nur eine „Legende“, kann ich nicht beurteilen) Alfas eingeleitet und mit der Schließung Chivassos hat man Lancia die „Seele“ genommen. Alles, was danach kam, war eigentlich nur das „Nutzen“ der Marke, ohne ihr eine Identität zu geben, oder gar die Identität zurückzugeben, die diese Marke einst hatte.
Daher kommt für mich die Entscheidung der FIAT-Gruppe nicht überraschend, sondern ist „konsequent, wenn auch 2 Jahre zu spät und das ist es, was ich SM vorwerfe, nämlich falsch Hoffnungen gesetzt zu haben, obwohl er schon da wissen musste und auch wusste, dass es nur funktionieren kann, wenn man über viele Jahre Lancia „sponsert“, in diese Marke investiert, Stück für Stück, langsam aufbauend, wie man es scheinbar heute mit Alfa vorhat.