ich weiss der ein oder andere denkt jetzt wieder, na der darf hier natürlich fehlen
Aber mal im ernst, natürlich sollte eine LWR schon vernünftig funktionieren, nichts ( fast ) ist schlimmer als falsch stehende Scheinwerfer und das dann noch bei Regen / Nieselwetter :X
Vergessen wir eines nicht bei der ganzen Diskussion, wie hevorragend der Kappa funktioniert und wie Reparaturunanfällig und solide er ist (tu)
Zum Thema Nachfolge, sehr schwer, ein Thesis ist es nach meiner Erfahrung nicht, was die Solidität anbelangt, von was anderem reden wir hier ja nicht
eine schlecht oder gar nicht funktionierende LWR ist nur dann ein Problem, wenn das Auto beladen wird. Im leeren Zustand gehen die Scheinwerfer niemals über den Stand normal eingestellter Scheinwerfer hinaus. Sie können also theoretisch nicht mehr blenden (im leeren Zustand) als Scheinwerfer mit manueller LWR. Dazu frage ich dich, wie viele Autofahrer verstellen die manuelle LWR, die ja seit vielen Jahren im Auto eingebaut werden muss, wenn sich die Zuladung verändert?
Eine defekte LWR bedeutet am Ende nichts anderes als ein Auto ohne automatischer LWR in der "0"-Stellung. Insofern hält sich der "Schaden" zumindest im leeren Zustand des Autos in Grenzen und nicht mehr als bei den meisten Fahrzeuge mit manueller LWR, die im geladenen Zustand nicht verstellt wird.
Etwas problematischer wird es bei Xenon-Licht, weil hier der Gegenverkehr sehr schnell geblendet werden kann. Daher gibt es ja hier vom Gesetz her "NUR" automatische LWR und auch Scheinwerferwaschanlage. Hier sollte die automatische LWR auf jeden Fall "perfekt" funktionieren, denn sonst kann es im schlechtesten Fall passieren, das ein entgegenkommendes Fahrzeug in die Botanik fährt.
Zur Zuverlässigkeit: Der Kappa hatte am Anfang "ähnliche" Kinderkrankheiten wie es der Thesis hatte. Da nehmen sich die beiden nichts. Dass natürlich der aufwendigere Thesis am Ende mehr Möglichkeiten besitzt, Defekte zu haben, liegt in der Natur der Dinge (was nicht drin ist, kann nicht kaputt gehen). Das Hauptproblem des Thesis sind die dauernden Fehlermeldungen des BCs, was aber bei FIAT Tradition hat (wenigstens blinkt bei FIAT nur Sachen, die auch wirklich im Auto verbaut wurde, nicht wie bei dem einen oder anderen DB, bei denen sogar für Sachen gewarnt wurde, die nicht verbaut waren) und sich nicht allein auf den Thesis beschränkt. Die Fehlermeldungen des Thesis sind nur daher so häufig, weil der BC nun wirklich alles überprüft, was die "herkömmlichen" BCs bei FIAT oder ihre Vorgänger, die "Check-Control" oder "Check-Panel" nicht taten und/oder tun.
Frage einmal die früheren Croma-Besitzer nach den Blinken von Lämpchen des Check-Panels...mein Uno hatte so empfindliche Sensoren, dass du das Kühlwasser immer auf dem Maximum-Strich brauchtest (am besten darüber), damit der bei der Beschleunigung nicht anfing, eine Meldung zu zeigen. Der Dedra zeigte ab und an (nicht immer, vielleicht ein oder zwei Mal im Jahr) beim Einlegen des Rückwärtsganges, "Nebelrückleuchte defekt". Kein wirkliches Problem.
Gut gepflegte Thesise haben nicht mehr Defekte als ein Kappa. Dass ein Thesis bei schlechter Pflege mehr Probleme bereiten kann, liegt halt in der vielen Technik darin.
Der Kappa jedenfalls gilt in Italien nicht als "zuverlässiger" als der Thesis (wenn wir einmal nicht die letzten Kappa-Serien mit den ersten vom Thesis vergleichen, denn traditionell ist ein ausgereiftes Auto einer Neukonstruktion mit Kinderkrankheiten diesbezüglich überlegen).
das sehe ich nicht so, ich hatte einen Kappa der ersten Baujahre einen 2,4LX aus 95, den fuhr ich 2,5 Jahre ( für mich schon fast ein Rekord ), der machte gar keine Probleme, es hat nicht immer nur was mit der Pflege zu tun.
Der Kappa hat wirklich kaum Probleme, der Gebläsemotor ist bekannt, genauso wie gelegentlich die Bremssättel, manchmal klappert das Handbremsseil in der Führung ( bei mir verschaffte ein simples Stück Gartenschlauch Abhilfe ),
Beim Thesis weiss man eigentlich gar nicht so recht wo man anfangen soll der Thesis hat einfach zuviel elektronik verbaut .
Dazu bereiten die Automatikgetriebe auch gerne Probleme, die Antriebswellen, die gesamte elektronik inclusive connect und Skyhook, das kann ganz schnell zu einem Faß ohne Boden werden, auch bei penibel Lancia-Scheckheft gepflegten Exemplaren , hätte ich mich sonst von meiner bella getrennt!? niemals
Meine Autos waren alle fast ausschließlich aus 1.Hand immer lückenlos Scheckheft gepflegt und alle unter 100TKM gelaufen.
Glaube mir ein Thesis kann dich ganz schön " verrückt " machen, wenn er dann mal Störungsfrei läuft ist es natürlich ein Traum, aber es ging ja hier um Zuverlässigkeit und da ist ein Thesis im vergleich zum Kappa ein Rückschritt :S
Respekt und Gratulation zu Deiner objektiven Beurteilung. Ich hatte mich schon gewundert, dass Du nach relativ kurzer Zeit Deine "Bella" wieder verkauft hast. Ich finde es aber sehr positiv, dass Du die Gründe offen ansprichst und nicht die Probleme unter den Teppich kehrst.
Lancia hat SICH SELBST mit dem Thesis keinen Gefallen getan. Diese Konstruktion war einfach zu teuer und das Auto in einem Segment angesiedelt, wo die Luft für Außenseiter sehr dünn ist. Ich frage mich auch manchmal, ob hier in Sachen Elektronik nicht eine Art Wettrüsten stattfindet und die meisten Hersteller, nicht nur Lancia, übertreiben. Ich kann Features wie Bremsservo, ABS, Servolenkung, Airbag usw. ja nachvollziehen. Aber muss die Funktion eines Blinkerbirnchens (wie hier mal berichtet) auch über einen Computer gesteuert werden? Wenn bei meinem Auto der Blinker ausfällt, ist entweder das Birnchen kaputt oder ein Kabel lose bzw. der Anschluss korridiert. Den Fehler behebe ich normalerweise in 5 min. und mit einem Minimalaufwand an Kosten. Wenn aber das Birnchen ok ist, jedoch das Steuergerät ausgetauscht werden muss und dies gleich ein paar hundert Euro kostet, fragt man sich, ob da die Hersteller sich nicht ein paar gute zusätzliche Einnahmequellen verschaffen wollen.
Auch wenn man als Autofahrer gut und gerne auf diverse elektronische Gimmicks verzichten könnte, es würde sich keiner beschweren, wenn alles reibungslos funktioniert. Aber ständige Defekte und dazu noch richtige und falsche Fehlermeldungen nerven. Ich musste mal den Lybra eines Freundes zur Werkstatt fahren. Unterwegs leuchtete die Ölkontrolle auf. Ich kontrollierte das Öl und obwohl es noch lange nicht komplett zusammengelaufen war, zeigte der Peilstab etwas über der Mitte zw. min. und max. an. Der Werkstattmeister dazu: Die sind so eingestellt, dass nur ganz wenig unter max. schon die Kontrolle auslöst. Hier liegt noch nicht mal ein Defekt vor, sondern nur eine "komische" Abstimmung. Aber ich will Autofahren und nicht ständig von unmotivierten Lämpchen genervt werden. Kommt dann mal wirklich ein gravierendes Problem, nimmt man womöglich die Lampe nicht mehr ernst.
Selbst im Thema - wenn auch nicht so häufig - wird hin und wieder und nicht nachvollziehbar ein
zu niedriger Kühlwasserstand oder ein nicht funktionierender Airbag signalisiert. Fährt man um die nächste Kurve, ist die Lampe aus. Den Airbag kann ich nicht testen, aber das Kühlwasser ist korrekt. Trotzdem die Warnleuchte.
Es wäre schön, wenn sich die Hersteller mal darauf besinnen würden, all das einzubauen, was man wirklich braucht und sich auf die Perfektionierung dieser Elemente zu konzentrieren. Man könnte einiges rauswerfen und damit auch die Folgekosten für den Fahrzeughalter reduzieren. Ich wäre beim Thema sogar froh, wieder ganz normale Fensterkurbeln zu haben. Die funktionieren nämlich, während die elFH des öfteren spinnen. Solange die Hersteller es nicht schaffen, solche Bauteile zuverlässig zu machen, ist der gewonnene Komfort fragwürdig, wenn er auf der anderen Seite Ärger und Kosten bedeutet.
danke dir, leider ist es so, das ich jetzt hier wahrscheinlich nieder gemacht werde, wie kann man noch vor ein paar Monaten den Thesis als das beste überhaupt ehren und ih heute zerreißen !? nun vielleicht weil das Herz dem Verstand gewichen ist, weil man dieses schöne Auto einmal ganz objektiv und nüchtern analysiert hat
Ich möchte das jetzt hier auch gar nicht so ausschweifen lassen, ich wurde im Thesis Forum ja schon etwas angemacht weil ich meinen wieder verkauft habe, na ja so ist das dann halt, wenn man vor lauter Rosa das " schwarze " nicht sieht
Sicherlich kann man einen Thesis auch glücklich fahren, das wird dann aber allerdings wohl eine eher sehr teure Angelegenheit im Vergleich zum Kappa und darum ging es ja auch eigentlich
Hallo Fiorello,
es gab sicher eine ganze Menge Leute im Thesis Forum, die sich ob Deiner Entscheidung etwas gewundert haben, dass Du ihn so schnell wieder verkauft hast, nachdem Du ja zuvor immer sehr positiv über das Auto und den Deal, den Du machtest, geschrieben hast.
Ich kann nur zu meiner Person selbst etwas schreiben und ich persönlich war verwundert, dass Du uns nicht auch in gleicher Ausführlichkeit wie zuvor an Deiner Begeisterung auch an Deiner Enttäuschung hast teilhaben lassen.
Wir alle kennen den Wagen doch sehr gut, hatte selbst bei meinem Diesel zwei teure Reparaturen und weiß, dass es zum Schluss nur ein Auto ist und eben nicht nur ein schönes sondern auch hoch-technisiertes, nicht frei von Problemen.
Warum hast Du nicht offen über Deine Unzufriedenheit geschrieben, im Thesis Forum geht es doch sehr friedlich zu.
Würde mich freuen, von Deine Erfahrungen zu lesen.
Beste Grüße
Bob
nun ich denke das du als Thesisfahrer von die Schwachpunkte des Fahrzeugs kennst, vielleicht etwas abgemildert da du ja bereits ein Modell nach der Modifikation fährst, da es ein Diesel ist bist ja auch nicht in den Genuss des unzeitgemäßen Bezinverbrauchs gekommen
Ich möchte noch einmal ausdrücklich feststellen, das ich den Thesis nicht schlecht reden möchte, es ging hier nur um einen Vergleich zur Solidität gegenüber des Kappa und darin ist der Thesis aus meiner Sicht ein Rückschritt.
Das Fahrzeug ansich ist schon Klasse das steht völlig außer Frage, gerade das Design polarisiert, auch sind die Fahreigenschaften mit Außnahme des Wendekreis und der Automatik sehr gut. Ich will das Auto nicht abwerten, auch war mein Kauf nicht schlecht, ich denke das die Problemchen welche sich nach und anch einstellten alle Thesise aus den frühen Baujahren heimsuchen und man weiss eigentlich gar nicht gegen was man jetzt kämpft !!! Ein defektes Gebläse kann man austauschen aber was ich gegen ein Fahrersitz der ein Eigenleben führt im Easyentry Modus !? was gegen Fehlermeldungen wie ABS,ASR,EPB defekt dazu dann gelegentliche Ausfälle des Tachometers. Ein ruckeln der Automatik im Stand so als ob sie nicht richtig trennt !?
klar gibt es dafür sicherlich auch Lösungsansätze aber die bittere Erkenntnis ist die das man eigentlich nur den kompletten Kabelbaum samt Connect und diverser Steckverbindungen gegen die verbesserten Versionen ab Mitte 2003 austauschen kann um langfristig Ruhe zu bekommen alles andere sind Makulaturen und nur von kurzer Dauer, da du ja recht aktiv im Thesisforum bist müssten dir doch die teilweise abnormalen des Thesis auch auffallen, wenn dann Forumkollegen von Problemen nach dem Waschen des Autos vermelden und davon abraten die Felgen mit zuviel Wasser zu reinigen wegen der empfindlichen EPB :S
Es muss doch möglich sein eine Limousine normal zu Waschen, oder !? welchen Nutzwert hat denn so ein Auto dann noch und das war nur eines von sehr vielen Beispielen. Ist es ein Auto zum anschauen oder für Schönwetter, das wäre auch wieder ein Problem da die Elektronik auch empfindlich auch Spannungverluste an der Batterie reagiert, das passt nicht zum gelegentlichen Fahren! Eigentlich ehr was fürs Museum Bei defekten LED-Birnchen muss man bei Lancia das ganze Rücklicht neu kaufen für schlappe 420€ , bei manchen Dingen wissen die Mechaniker gar nicht richtig Bescheid zb. Montage des Xenonscheinwerfer nach einem Lampenwechsel, da liegt schon mal der Scheinwerfer auf der Straße :S usw. usw. natürlich muss ich eingestehen das ich das mit dem Scheinwerfer nicht selbst erlebt habe, aber es zeigt nur die Schwierigkeit auf einen Thesis zu fahren. Irgendwie ist es doch kein schönes Vertrauensvolles Gefühl wenn man auf den Wagen zugeht und denkt was macht er gleich wohl wieder, oder ?
Eigentlich wollte ich auch gar nicht darüber schreiben, aber es ich verstehe es nicht wie man sagen kann der Thesis hätte die gleiche Solidität eines Kappa ::o er ist ein ganz anders Auto eine Hightechbombe mit wesentlich mehr möglichen Fehlerquellen als ein Kappa, das ist halt so Sinn oder Unsinn stehen dabei auf einem anderen Blatt.
Auch höre ich immer wieder von der Pflege !? meiner war nur bei Lancia , jährlich, es wurden Updates installiert etc. alles vorbildlich aber was nutzt das ( Originalzitat Lancia-Kundendienstmeister !) wie sollen wir denn den ganzen Fehlern Herr werden, wenn diese ab Werk mit dabei sind, wir könenn das Auto ja nicht neu bauen ::o
Warum ich nicht im Thesisforum darüber schrieb, nun es gibt zwei Gründe, zum einen ging es mir Gesundheitlich nicht gut während der Phase als ich den Wagen abgab, so dass ich zunächst erst einmal andere Sorgen hatte, als im Forum zu berichten, zum anderen habe ich schon einmal sehr schlechte Erfahrungen im friedlichen Thesisforum gemacht als ich auf der Suche nach einem Thesis war und von einer Probefahrt mehr als enttäuscht war. Der Forumskollege Ralph ( Essen ) war seinerzeit mit mir zusammen bei der Probefahrt und ähnlich entsetzt wie ich, im Forum wurden wir dann aber ehr angegriffen als wir unsere Eindrücke schilderten und bestimmte Dinge genauer hinterfragten :S
Es lag/liegt nicht am Thesis. Es ist Dein Naturell: Himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt.
Vergess es! Der Thesis ist ein technisch nicht mit dem Kappa vergleichbares Produkt.
Man kann auch einen Mercedes W 124 (top zuverlässig) nicht mit dem aktuellen Mercedes vergleichen.
Aber ich mag halt im Alltag keinen technisch rückständigen Wagen fahren und das ist der Kappa oder dauch der W 124.
Es gibt Puristen die das gerne tun, weil sie "so viel" Technik nicht mögen und harte Männer sind, die keine Sicherheitsoptionen benötigen oder halt weil sie nicht das in die Wartung investieren wollen was notwendig ist und das ist bei heutigen Autos halt mal zwingen. Da geht nichts mehr mit Gabelschlüssel und Schraubenzieher. Ich fahre jetzt am Samstag - Dienstag wieder über 1.500 km und bin sicher, es wird keine Panne geben! Allerdings mein Thesis ist top gepflegt, ein Schräubchen wackelt, dann direkt in die Werkstatt. Habe ich immer so gehalten und das bleibt auch so.
Es ist der Lauf der Zeit. Aber Du Fio, bist bei Deinem Mercedes sicher nervlich besser aufgehoben, bleibe aber mal dabei und verbreite nicht wie auch immer entstandene Negativmeinungen und Fobien über den Thesis. Du spielst nur den Thesis - Hassern in die Hände und die meinen früher war alles besser, bei Lancia sowieso.
Alles Gute.
Vertrauliche PNs bleiben vertraulich und ich möchte dich nicht zitieren, aber du wirst mit Sicherheit verstehen, dass ich nun über die Probleme deines Thesis verwundert bin, weil ich bisher keine Ahnung davon hatte.
Zumal das in deiner letzten PN etwas Anders klang, als ich heute nun von dir lesen kann. Ich will und werde hier keine unsinnige Diskussion führen, noch weniger damit, dass wir uns als Lancisti gegenseitig zerfleischen und wie die kleinen Kinder im Kindergarten benehmen und schreien "bah, meine Schaufel ist besser als deine". Was ich dir zu sagen habe, werde ich dir in einer PN schreiben, denn das gibt hier sonst nur Diskussionen, die für deine Gesundheit nicht dienlich sind und als dein Freund will ich das nicht.
Tanti saluti e buona giornata
PS: ich werde niemals deine Entscheidungen, ein Auto abzugeben oder auch nicht, kritisieren, denn ein jeder von uns hat eigene Gründe, wieso er sich von seinem Auto trennt, auch nach kurzer Zeit. Ich habe die Pro- und Kontra in Bezug auf den Thesis geschrieben und du weißt, dass es meine Meinung ist und zu ihr stehe und stehen werde...
Es ist doch wohl der Gipfel der Ignoranz, auftretende Mängel zu negieren, denen die diese beim Namen nennen eine labile Gemütsverfassung zu unterstellen und es völlig in Ordnung zu finden, dass man zu ohnehin hohen Autopreisen auch noch Unsummen für ständige Reparaturen aufbringen soll. Dies alles bei der teilweise gravierenden Hilflosigkeit der Mechaniker.
Ich habe z.B. überhaupt nichts gegen den technischen Fortschritt und habe Vincenzo Lancia immer dafür bewundert, dass er mit seinen Erfindungen dem Rest der Welt oft um Jahrzehnte voraus war. Es geht hier überhaupt nicht darum, ob ein Kappa gegenüber einem Thesis veraltet ist, sondern darum, dass ich von einem neuen oder neuwertigen Auto erwarte, dass auf den ersten 200.000 km nur Inspektionen und ein paar Verschleißteile anfallen. Wenn ich aber lese, was im Thesis-Forum so alles passiert, dann mache ich einen Bogen um solche Autos. Das sind ganz einfache Feststellungen und die von den Thesis-Fahrern selbst gelieferten Fakten muss man nicht schönreden. Es grenzt an Protzerei, wenn man die hohen Kosten so abtut, als wäre einem das egal. Ich investiere mein Geld lieber in meine Firma oder schöne Urlaubsreisen statt in ein Fass ohne Boden. Würde ich einen Maserati Quattroporte kaufen, wäre mir von Anfang an klar, dass der Unterhalt sehr teuer ist. Aber der Thesis ist kein Maserati, sondern "nur" ein mit großer Verspätung auf den Markt gekommener Kappa-Nachfolger. Insofern sind auch Vergleiche in der Zuverlässigkeit, Unterhaltskosten etc. angebracht.
Was da einige nur mit dem Feindbild "Thesishasser" haben? Da stehe ich doch über den Dingen und werde keine Energie darauf verschwenden, ein Auto zu hassen! Aber man wird dessen ja schon beschuldigt, wenn man die Mängel nochmals erwähnt, von denen die Thesis-Fahrer vorher selbst berichtet haben. Dass ich persönlich die Frontgestaltung als "unmöglich" ansehe, ist Geschmackssache und irrelevant. Aber vergleiche ich die Berichte über Thesis, Kappa und Thema, ist der Thesis für mich indiskutabel. Mag ja sein, dass er - wenn er gerade fehlerfrei läuft - gegenüber seinen Vorgängern große Vorteile hat. Die Ingenieure sollte man erschießen, wenn es nicht so wäre. Aber zu Premium und Komfort gehört auch dazu, dass ich nicht ständig in die Werkstatt muss und nicht ab und zu den Abschleppdienst brauche. Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt, dass die neuen Autos offenbar viel an Zuverlässigkeit verloren haben und so konstruiert wurden, dass jeder kleine Mangel gleich fürchterlich ins Geld geht. Absicht? Mit meinen bisherigen über 50 Autos hatte ich höchst selten eine Panne. Mit den großvolumigen Autos waren 250.000 km ohne jegliche Reparatur normal. Nur Inspektion, Reifen, Filter, Kerzen, Keilriemen, Bremsbeläge. Da waren auch die Kfz-Kosten überschaubar und kein Lotteriespiel.
Ich wiederhole hier nochmal: Ich finde es lobenswert, dass Fiorello trotz seiner anfänglichen Euphorie die Mängel hier offen benennt. Es ist auch verständlich, dass er trotz einer gut verlaufenen Urlaubsreise bei der Zahl der Mängel in nur 4 Monaten Bedenken bekommt, ob nicht demnächst größere Ausgaben anstehen könnten. Jeder hat sein Budget und muss damit auskommen. Wer es als eine Art Luxusdemonstration ansieht, ständig größere Summen für Motorschäden und andere Kurzweil auszugeben, der soll das tun. Aber man muss deshalb nicht andere niedermachen, wenn sie zu solchen Ausgaben nicht bereit oder nicht in der Lage sind.