10 Jahre Lancia Delta 844

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inzepinze
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Re: 10 Jahre Lancia Delta 844

Post by inzepinze » 18 Mar 2018, 18:28

Meiner ist jetzt auch 9 Jahre alt und hat 170000 problemlose Kilometer runter. Zum Herbst könnte was Neues her, denke in Dimensionen von 500L Wagon bis Giulia. Dazwischen Tipo, Giulietta und auch DS4. Mal sehen. Extrem gerne hätte ich einen Abarth 595 Pista. Aber mit noch 2 kleinen Kindern für den Alltag gewagt. Mein Vater hat den Croma und wohnt nicht weit. Mito und Fulvia Berlina sind auch noch vorhanden. Doch den Delta abzugeben, kann ich mir im Moment nicht vorstellen. Mein Freund hat seinen gerade mit über 350000 km für nen Mazda 3 in Zahlung gegeben und noch fast 2000 Euro zusätzlich zur Wechselprämie gekriegt. Sollte er etwa auch in Osteuropa begehrt sein? Der Aufkäufer ist wenigstens sofort gekommen...

Viva Lancia.

Ingo

Delta1997
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Re: 10 Jahre Lancia Delta 844

Post by Delta1997 » 19 Mar 2018, 00:02

Hallo,

mein blauer wurde auch 9 Jahre, hat 116 000 km abgespult und bis auf eine gebrochene Feder und einen Marderschaden keinen außerplanmäßigen Stop gehabt. Ich bin noch genauso begeistert wie zur Präsentation und ersten Begegnung auf der Leipziger Automesse 2008. Aus dem Grund auch mein zweiter, der nun 36 000 km weg hat und für Schönwetterfahrten und Langstrecken genutzt wird, während mein blauer Delta für den Alltag ist.

Auf mindestens weitere 10 Jahre!

Gruß

Ronny
Lancia Delta 831 Gtie (derby grün) bis 2002
Lancia Delta 836 LE (rosso monza) bis 2009
Lancia Delta 844 oro (oceano blu) seit 2009
Lancia Delta 844 S by momodesign (nero etna) (2014 - 2017) verkauft
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lanciadelta64
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Re: 10 Jahre Lancia Delta 844

Post by lanciadelta64 » 08 Apr 2018, 00:09

Nun auch eine Hommage von mir für den Lancia Delta (844):
Als ich 2006 das „Concept Car“ des Deltas sah, hatte ich schon innerlich mit Lancia abgeschlossen gehabt und geglaubt, nie mehr ein neues Lancia-Modell mein Eigen nennen zu dürfen. Das Concept Modell gefiel mir auf Anhieb – zumindest wie er in den Zeitschriften abgelichtet war, aber ich hatte mich längst anderweitig orientiert. 2007-08 kam mir der Gedanke, den Dedra auszutauschen, also kam mir der gleichlange Bravo in den Sinn. Er gefiel mir, speziell als Sport-Version, hatte aber ein „kleines-großes“ Manko, nämlich diesen für mich zu „kleinen“ Motor. Ich hatte zu der Zeit noch einen Punto HGT und das „Erstfahrzeug“ sollte von den Fahrleistungen oberhalb des HGTs liegen und nicht in etwa gleichauf.

Und so zog sich das dann in die Länge, weil ich nicht komplett überzeugt war und einen Abarth-Kit hätte ich für den Bravo über Umwegen bekommen können, aber dann wäre der Preis deutlich angestiegen und die Problematik mit der Garantie wäre dann auch dabei gewesen.

Dann kamen die ersten offiziellen Fotos vom Delta und zuerst sah ich den Delta von vorne und fand ihn wirklich gelungen, bis ich dann die Fotos mit der Heckansicht sah und ich mich fragte, ob die in Turin komplett verrückt geworden seien und ob der Designer zuvor zu tief ins Glas geschaut habe, denn das sah für mich „fürchterlich“ aus und ich stand da nicht allein. Die einhellige Meinung in Italien? „Hässlich“, „das hässlichste Auto auf dem Markt“.

Irgendwann bin ich dann Ende Mai zu meinem Freundlichen hin und zu meinem Erstaunen standen dort in einem gesonderten Raum eine Reihe von Lancia Deltas, obwohl ja die offizielle Vorstellung für Ende Juni vorgesehen war. Und das war der erste Kontakt, der mich umgehauen hatte. War auf den Fotos gerade das Heck ein „No Go“, war es nun live genau der Teil des Deltas, der mir am besten gefiel.

Ich holte dann meine Eltern, die im Auto noch saßen, mit und gerade mein Vater „verliebte“ sich sofort in den Delta. Es war das erste Fahrzeug, in das er sich hinten reinsetzen konnte (er konnte nach dem Kniebruch ein Bein nicht mehr komplett knicken und bisher kam er nirgendwo hinten rein, auch nicht in einem gleichgroßen 3er BMW jener Zeit).

Aber optisch gefallen ist die eine Seite, wenn der Rest nicht passt. Ich konnte dann den Delta sofort zur Probe bekommen. Es war ein Modell noch aus der Vorserie (in der Serie wurden einige Veränderungen dann vorgenommen, wie die Ummantelung der Gurtbefestigung am Boden, das Material des Dachhimmels, aber auch fahrwerksseitig) und das merkte man sofort. Die erste große Kurve, dann ein Kreisverkehr und da war dann der Magen, der sich sofort meldete.

Mein Freundlicher sagte mir hinterher, ich hätte mir ja keine Sorgen machen brauchen, weil ja das System eingegriffen hätte, aber für mich war schon das ein No Go und es stand fest, so ist das mit dem Delta nichts für mich, einmal davon abgesehen, dass die Leistung nicht stimmte, auch wenn der „Millequattro“ (1,4) sicherlich auch im Delta eine sehr gute Figur machte.

Mein Freundlicher fragte nach meiner Rückkehr, ob der Delta nichts für mich sei, worauf ich dann antwortete, dass der „passende“ Motor fehle. Er meinte dann, dass zwei stärkere Motoren noch kommen werden, zuerst im Oktober ein Biturbo-Diesel und 190 PS und wohl eher für mich, ein 1,8er Turbobenziner mit 200 PS.

Also wurde ich hellhörig, denn einerseits gefiel mir der Bravo sehr, andererseits der „passende“ Motor gab es nur im Abarth Punto, nicht im Bravo und der Delta hätte mehrere Lösungen gleichzeitig parat gehabt, allerdings war der mir zu lang, länger als der Dedra, beinahe 20cm.

Aber mir war auch klar, so, wie dieses Vorserienmodell durfte der Delta nicht laufen. Ich war vom Fahrwerk immer etwas anderes gewöhnt und große „Umbauaktionen“ wollte ich mir auch nicht antun, schon gar nicht in Italien, wo so etwas, wenn man es legal machen will, zu einem bürokratischen Alptraum wird. Aber nun hatte ich ein Projekt. Zuerst ging der Dedra weg und dann ließ ich mir über Lancia eine Testfahrt organisieren, wobei ich den Biturbo testeten wollte, denn mein Credo, wenn der 1,9er fahrwerksmäßig in Ordnung sei – woran ich kein Zweifel hatte – dann würde der 1,8er „mindestens“ genauso gut sein.

Also bekam ich dann den Termin, ein schwarzer Biturbo als Platino mit dem Panoramadach, aber sonst nicht viele Extras. Nach der Testfahrt war ich dann überzeugt, denn Lenkung nicht so schwammig und so extrem „leicht“ wie beim Vorserienmodell.

Der Vorführwagen gefiel mir so gut, dass ich ihn – wenn der Preis gestimmt hätte – sofort, auch ohne die Extras, die mir vorschwebten, genommen hätte, aber der Händler wollte beinahe den Neupreis haben und somit war das dann gegessen.

Was mir beim 1,8er nun störte, dass es weder Sportsitze noch ein Schaltgetriebe geben sollte. Ich hatte gegen Automaten immer schon Aversionen und für mich gehörte zum „sportlichen“ Fahren halt ein Schaltgetriebe, weil man einfach auch mit der Kupplung arbeiten kann.

Aber da man mir sagte, dass man in Turin einfach aus Kostengründen nur eine Lösung anbieten könne, ergo man sich für den Automaten entschieden habe, der aber dafür wenigsten die Schaltwippen habe. Also war mir klar, wenn ich den 1,8er nehmen wollte, dann müsste ich halt die „Kröte“ Automatik schlucken.

Die nächsten Wochen und Monate aber wurden eine „unendliche“ Wartezeit. Die Lancia-Hotline war außerstande, mir zu sagen, wann denn endlich der 1,8er herauskomme, ja eine Dame wollte mir einreden, es werde keinen geben.

Dann der erste „Schock“, statt „exklusiv“ für den Delta („exklusiv“ heißt normalerweise „zuerst“), kam der 1,8er Motor zuerst im Alfa 159er, wofür der Motor eigentlich nicht vorgesehen war. Der zweite „Schock“, der Alfa kam mit einem Schaltgetriebe heraus, obwohl man mir doch lange immer und immer wieder erklärt hatte, man könne den Delta nur mit dem Automaten anbieten, weil man sich für eine der beiden Lösungen entscheiden musste und die Wahl sei auf den Automaten gefallen. Ein Schaltgetriebe nur extra für den 1,8er Delta anzupassen, sei zu „kostspielig“ geworden.

Also war ich, um es einmal nett zu sagen, „leicht irritiert“. Mehr noch, ein Tag vor der Präsentation des Deltas sagte man mir, man wisse nicht, wann der Delta herauskäme, man habe keine weiteren Infos und ein Tag später dann die Vorstellung, wobei man die Executive-Variante vorgestellt hatte und wieder konnte mir keiner sagen, ob nun der Motor „nur“ mit dieser Ausstattungslinie herauskäme oder auch mit den anderen, denn der Executive kam für mich wegen der Rückbanklösung nicht infrage. Der 159er wiederum wurde in Italien mit der Einführung der „neuen“ Generation, die mit dem TBi-Motor eingeführt wurde, erheblich günstiger. Lagen zuvor zwischen 159er und Delta im Schnitt ein Preisunterschied von 5.000-8.000 Euro, war dieser Unterschied nicht mehr vorhanden.

Also kam der Alfa bei mir in den Fokus, denn zum einen war (und ist immer noch) der 159er ein wunderschönes Auto, zum anderen hatte er den Motor mit einem Schaltgetriebe, was damals für MICH sicherlich ein Kaufargument war.

Die Zeit verging und die Veröffentlichung des 1,8er Deltas war immer noch ein Geheimnis. Mein Freundlicher, der HF-Mitglied war, bekam vom Club dann den Brief, den Lancia dem Club geschickt hatte. Demnach sollte die Vorstellung am 9./10. Mai sein.(die Club-Mitglieder haben immer das Privileg, als erste bestellen zu können) Als Händler wusste mein Freundlicher bis eine Woche vor dem offiziellen Termin nichts, eben nur über diesen Club.

Ein Tag vor dem „Tag der Offenen Tür“ bekam mein Freundlicher einen 1,8er, aber viel zu spät, um ihn noch anzumelden. Zuvor hatte ich mir noch einen Termin für eine GTI-Probefahrt geben lassen und so kam ich dann am Vortag der Präsentation in den Genuss – in dieser Reihenfolge – einen Golf 6 GTI, dann den 1,8er Delta und zu guter Schluss, den Alfa 159er TBi zu fahren.

Den größten Fehler, den ich gemacht hatte, war den Alfa direkt nach dem Delta zu fahren (die Händler sind nicht weit auseinander), denn nach der Testfahrt war klar, der Alfa würde es nicht werden. Der Delta wirkte deutlich leichtfüßiger und die Kupplung im Alfa war – anders als im Delta Biturbo, der das gleiche Getriebe hat – für meinen Geschmack (und mein Knie) einfach zu schwergängig. Das Angebot des Händlers war echt gut – wie ich dann einige Tage später feststellen konnte – und der Alfa hätte mir weniger gekostet als der Delta.

Dann der Tag der Offenen Tür, an dem in Italien keine Verträge geschlossen werden dürfen, aber Kostenvoranschläge können angefertigt werden. Ich hatte mir schon eine Strategie entwickelt, weil ich „schwere Verhandlungen“ befürchtete, doch es kam komplett anders. Das Angebot war derart gut, dass ich nur akzeptieren konnte. Beim nächstmöglichen Termin habe ich dann den Delta bestellt gehabt und nun kam das Problem, wann der kommen sollte, denn ich hatte für den 24.7. einen Flug gebucht gehabt und der Wagen war für den 27. ausgezählt und so saß ich auf heiße Kohlen. Dann am 22.7. der Anruf meines Freundlichen, der Wagen sei da, denn er war zu einem Treffen für Marelli in Rom und hat dann einen kurzen Abstecher nach Cassino gemacht gehabt und den Delta direkt abgeholt, um das Fahrzeug noch rechtzeitig dazuhaben.

Dann nach dem Telefonat schnell zum Freundlichen hin und da stand er dann, draußen, noch mit einer Wachsschicht. Mein Herz schlug höher und scheinbar waren alle bestellte Details – anders als seinerzeit beim Punto – vorhanden. Am nächsten Tag so gegen 17 Uhr konnte ich den Delta endlich mitnehmen. Da man keine Zeit hatte, den Delta „aufzubereiten“ (normalerweise überprüfen die ein Auto, justieren hier und da nach, wenn notwendig, bevor man dem Kunden das Auto übergibt), sagte man mir, sollten Probleme auftreten, werde man das, sobald ich aus dem Urlaub zurück sei, nachholen.

Die erste Überraschung sofort, keine gesonderte „Sporttaste“ für das RSS. Ich musste meinem Freundlichen vertrauen, der meinte, das schalte man über die Sporttaste des Automaten. Und dann schon sofort noch zur Versicherung, schnell den Differenzbetrag zur „alten“ Versicherung begleichen und dann ein wenig den Delta noch fahren, denn ich musste ja in der Nacht nach Rom zum Flughafen fahren. Also ca. 100 km gefahren, in die Garage „eingesperrt“, nachts noch einmal kurz in die Garage, um den Wagen noch einmal zu sehen und dann war ich drei Woche weg.

Nun habe ich ihn einige Jahre und für mich ist es jedes Mal wie beim ersten Mal. Gerade der 1,8er ist wie ein „Modellathlet im Maßanzug“. Anders als der Dedra, der wesentlich nervöser operierte, dessen 2-Liter-Turbomotor wesentlich brutaler herkam, macht der Delta alles unangestrengt, läuft auch bei hoher Geschwindigkeit ruhig geradeaus, anders als der Dedra, der deutlich unruhiger wirkte.

Aber gerade dieser doppelte Charakter, einerseits im „Maßanzug“, also laufruhig, überlegenes Fahren, gut isoliert, schon beinahe zu viel Ruhe im Auto, andererseits dann der „Athlet“, der aber selbst unter „Einsatz“ praktisch nie aus der Ruhe kommt.

Als ich heute von einem Ausflug zurückkam, habe ich extra anstatt die Autobahn zu nehmen, die kurvenreiche „Altstrecke“ genommen und es war wieder ein Erlebnis, wie geschmeidig er selbst unter „zügiger“ Kurvenfahrt reagiert. Selbst wenn ich ihm die Sporen gebe, bleibt er immer gelassen. Ich war ja schon mit den ca. 200 PS im Dedra (Tuning) verwöhnt gewesen, aber dieser Motor macht das in jeder Hinsicht besser. War ich immer ein Gegner eines Automatikgetriebes, im 1,8er ist es der ideale Begleiter, denn eigentlich befindet man sich – im manuellen – Modus immer im optimalen Bereich. Ein Überdrehen gibt es nicht, Drehzahlbegrenzer, die einen die Kraft rauben, ist auch Fehlanzeige und wenn der Automat in den nächsthöheren Gang schaltet, ist man immer im Leistungsoptimum.

Auch optisch macht der Delta immer noch eine hervorragende Figur. Hier liegt der Delta in der Lancia-Tradition, denn das „Lancia-Design“ war oft der Zeit voraus und selbst noch nach Jahren waren sie noch „modern“, während gleichalte Konkurrenten längst als „uralt“ wirkten.

Hier gibt es noch viele Deltas und allein in meinem Dorf und in unmittelbarer Nähe gibt es mindestens drei weitere Deltas, vielleicht noch den einen oder anderen mehr, der vielleicht irgendwo noch herumfährt, den ich nicht auf meinem Radar habe.

Traurig, dass am Ende das Image viel wichtiger als die Substanz ist, denn sonst wäre der Delta wesentlich erfolgreicher gewesen. Sein Problem war halt, er war für diejenigen, denen das Image zweitrangig war, zu teuer und wer das Geld dafür hatte, gab/gibt es lieber für deutsche Autos aus, eben weil man dann eine „bella figura“ machen kann, was scheinbar viel wichtiger ist als sich ein Auto für sich selbst zu kaufen und nicht für den „Applaus“ anderer.
peccato, schade, „škoda“ ;-)

arhoening
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Re: 10 Jahre Lancia Delta 844

Post by arhoening » 08 Apr 2018, 13:05

Schön geschrieben, der Schuß kam mir sogar zu schnell. :D

Ich werde am kommenden Mittwoch wieder 260km Autobahn fahren. Freue mich schon seit Tagen darauf. In der Stadt nehme ich halt doch den Musa, der mir auch nach 12 Jahren immer noch und auf jeder noch so "kurzen" Fahrt sehr viel echte Herzensfreude bereitet.

Ich werde alles daran setzen, diese beiden Schätze "as long as possible" zu be-halten, zu hegen und zu pflegen, denn wenn ich das mit "meinem geleasten S-Max" vergleiche - der nur tote Materie für mich ist, dann steigt der Blutdruck bei meinen LANCIAs immer an, wenn ich einsteige, beim Ford sinkt er bis zur Min-Grenze.

LANCIA - meine Identität. :-)

Weiterhin allen hier viel Freude an ihren tollen Autos!
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LANCIA Delta Executive 1,8Di 16V Turbo Sportronic in Magma Schwarz (2011)
LANCIA Musa Platino Plus 1.4i.e.16V DFN in Masaccio Schwarz (2006)
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Christian Albert
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Re: 10 Jahre Lancia Delta 844

Post by Christian Albert » 08 Apr 2018, 13:38

Ich freue mich immer,wenn ich Deine Beiträge lese und stimme dem voll und ganz zu. Da ich mir 2011 auch den neuen Delta angesehen und die Probefahrt gemacht hatte,war ich so begeistert ,dass sich sogar auch meine Frau hat davon anstecken lassen und wir beide der Meinung waren ,dass ist der nächste !
Meine Bedingung war aber ,es muss ein Automatik sein und die Farbe wollte meine Frau bestimmen. Da ging das Problem schon los,denn den Delta III als Automatik und Benziner gab es nur mit 200 PS. Da ich ja den Lybra 2,0 Comfortronic hatte,mochte ich die Automatik nicht missen und die Paar PS mehr waren dann auch kein Hindernis mehr.Bei der Farbe hatten wir uns für das " Piena Luna Elfenbein" und das schwarze Glasdach entschieden. Von diesem Modell gab es aber nur 2 als Vorführ/Jahreswagen . Wir haben uns dann für den Delta mit der wenigsten Laufleistung entschieden der in Radeberg bei Dresden stand. Dieser Delta wurde nur von der Ehefrau des Fiat-Lancia-Autohauses gefahren und dementsprechend im super Zustand.Anfangs war ich ( als ehemaliger Kfz-Meister und TÜ-Ingenieur ) wegen ein Paar für mich unnormalen Geräusche im Getriebe etwas skeptisch,die mir aber dann durch die Gutachter von Lancia Deutschland wieder genommen wurde.
Jetzt habe ich ca. 80 000 Km auf dem Tacho ( fast alles nur große Reisen nach Italien ) und bin total Zufrieden .Bei dem Delta kann ich wieder beweisen,dass ich weniger Wartungs-sowie Reparaturkosten hatte ,wie meine Freunde und Bekannten mit ihren VW, Audi ,BMW oder Mercedes.
Ich werde den Delta bis zum letzten Tag fahren und Happy sein.

LG
Christian Albert
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Lancia Lybra 1,8

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arhoening
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Re: 10 Jahre Lancia Delta 844

Post by arhoening » 08 Apr 2018, 16:29

Da ist Freude in jedem Buchstaben Deines Schreibens. Das spürt man und es ist ein unbeschreibliches, für Viele unbegreifliches Phänomen.

Eben genaus so exclusiv, wie die Marke. :D
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Manfred
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Re: 10 Jahre Lancia Delta 844

Post by Manfred » 08 Apr 2018, 22:16

Moin,

war genauso bei uns. Hatten den 150 PS Delta Platino Vertrag unterschriftsreif vorbereitet.

Dann war ein Frühlingsfest am Samstag und wir wollten unterschreiben.
Der Verkäufer war noch beschäftigt und bot uns zur Überbrückung der Wartezeit seinen neuen Vorführwagen, einen 159 SW mit dem neuen 1,8er Motor an.

Der Umstieg war wie vom Lybra in einen Nachfolger. Der Motor gefiel mir sehr sehr gut.
Nur bei einem Blick auf die Verbrauchsanzeige bekam ich einen Schrecken - deutlich über 13 Liter!!!
Dabei war es nur ein gemütliches Cruisen und auf der Bahn maximal einmal kurz 150.

Der Verkäufer war ehrlich und bestätigte das. Der 159 SW hat einen schlechten CW-Wert, die Lim ist besser.
Der Listen-Preis zur Einführung lag unter 25.000 €. Als ich doch abgewunken hatte - bot er uns den 2,0 Diesel auch zu diesem Preis an!!!

Das war deutlich unter dem damaligen vergleichbaren Delta-Preis des Diesels.

Bei der Ausstattung war die TI-Ausstattung - Leder-Sportsitze, 19er Alu, und vieles anderes mehr - deutlich günstiger,
als hätte man nur normale Alufelgen und Ledersitze bestellt.
Als wir den Wagen bekamen, wußten wir warum - die Reifen waren bereits 1 Jahr alt und denn der 159 war ein Ladenhüter - immer deutlich teurer!
Daher alles zum Schnäppchenpreis raus.

Für das Geld hätten wir keinen vergleichbaren Golf bekommen - den wir sowieso nicht gekauft hätten.

Im Sommer wird er neun Jahre. Wir werden ihn weiter fahren - bis ich aus Altergründen nicht mehr so tief runter komme.
Er hat keinen Nachfolger gehabt (außer die Giulio - die nächsten Händler sind über eine Stunde entfernt???) - genauso wie der Lybra - daher absolut zeitlos.

Genauso mit unserem 843 Ypsilon Paltino mit Komplettausstattung - der wird jetzt 10 Jahre.
FCA will uns auch da nichts neues verkaufen - so werden wir ihn auch "auffahren"!

Wir hatten in der Familie auch einen 1,4 er Multiair mit RSS Fahrwerk und vielen weiteren Extras.
Das Fahrwerk und die Sportschaltung war schon eine Wucht. War der Alfa schon bei den Straßenverhältnissen in Bergischen Land
(Remscheid/Wuppertal und Hückeswagen) sehr gut zu Hause, machte es der Delta genauso gut, nur deutlich leichtfüßiger und unangestrengter!

Musste den Delta öfter fahren, da er ein absolutes "Montagsauto" war und schon lange nicht mehr in unserem Besitz ist.

So kann ich mir vorstellen, wie es ist mit einem 1,8er Delta mit RSS zu fahren. Automatik sollte auch unser nächstes Fahrzeug haben.

Bisher nicht großartig gesucht und auch keine Idee - also bleibt alles beim Alten.

Manfred

lanciadelta64
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Re: 10 Jahre Lancia Delta 844

Post by lanciadelta64 » 08 Apr 2018, 22:48

Der Ursprungstext war noch länger, weil es eine Vorgeschichte gab bzw. die Auslieferung echt zu einer Zitterpartie wurde, weil ich schon den Flug gebucht hatte. Mein Freundlicher hat den Delta dann - ohne mein Wissen - extra in Cassino abgeholt gehabt (es gab in Rom ein Marelli-Treffen, bei dem er anwesend war). Dann zickte auch noch meine Versicherung etwas herum, weil die Dame zuerst den Differenzbetrag haben wollte, bis dann mein Freundlicher mit der Dame ein paar "nette" Worte ausgetauscht hatte und dann kam dann per Fax eine Kopie des Versicherungsscheins, den man - damals noch - an der Autoscheibe befestigen musste.

Das war alles echt knapp, denn zwischen Versicherung und Autohaus liegen 60 km und ich hätte es nicht geschafft, wenn ich erst wieder zur Versicherung zurück, dann wieder zum AH. Es war eine "komisches" Gefühl, denn so gegen 17 Uhr hatte ich den Delta, dann schnell zur Versicherung (in Italien wird ein Auto ohne Versicherungsnachweis angemeldet, das ist voneinander getrennt),
das "Originalzertifikat" abholen, dann zwei Stunden etwas schnuppern. Ich bin dann noch in der gleichen Nacht mit meinem anderen Wagen nach Fiumicino zum Flughafen und kurz vor der Abfahrt bin ich noch in die Garage gegangen, um mir den Delta noch einmal genauer anzuschauen.

Erst nach meiner Rückkehr nach drei Wochen konnte ich mich wirklich etwas mit dem Delta vertraut machen, zumal ich danach - diesmal mit dem Delta - eine "Deutschlandreise" vor mir hatte, also etwas "Eingewöhnen" war schon notwendig, erst recht für einen, der niemals zuvor eigentlich Automatik gefahren war (zum Glück konnte ich mich in den drei Wochen mit einem Automatikleihwagen an eine Automatik gewöhnen (Megan Classic mit dem 2,0-16V).

Auch bis das Projekt "Delta" startete, gab es eine Vorgeschichte. Eigentlich suchte ich einen Nachfolger für den Dedra, den ich ursprünglich als "Kollektion" behalten wollte. Zuvor hatte ich lange mit dem Grande Punto Abarth geliebäugelt, aber als Auto gefiel mir der Bravo einfach besser, der auch auf Anhieb in meine Garage gepasst hätte. Aber "grazie" Marchionne gab es den Bravo "nur" mit 155 PS. Das war mir zu wenig, auch weil mein HGT in Punkto Fahrleistungen dem Bravo Sport beinahe überlegen war und das ging gar nicht.

Also hing ich in der Luft. Mein Freundlicher war dann bereit, mithilfe eines befreundeten Abarth-Händlers, mir ein EsseEsse-Kit vom Punto zu besorgen. Das ist normalerweise nicht so einfach, weil
diese Kits nur bestellt werden konnten, wenn man einen GPA hatte, also hätte das Paket über einen anderen Punto laufen müssen, von dem klar war, dass dieser niemals hätte ein Kit bekommen.

Aber was für ein Aufwand und dazu Kosten. So ein Kit kostete hier ohne Eintragung um die 5.000 Euro und ich hätte, auch wenn ich ja nicht "alles" gebraucht hätte, das komplette Paket nehmen müssen. Vielleicht hätte mir dann der Händler ein paar Teile abgekauft, aber zuerst einmal waren da die Kosten.

Zusammen mit dem Kit wäre mir der Bravo mit Komplettausstattung (einschließlich DVD-Player, Sportfahrwerk, Navi, Xenon, Leder usw. usw. usw) um die 33.000-34.000 Euro gekommen.
Aber selbst wenn ich mich dazu hätte breitschlagen lassen, wäre immer noch das Problem mit der Garantie gewesen. Da reicht ein dämlicher Zufall aus: Ein Defekt am Wagen, FIAT schickt
einen Techniker und nun erkläre einmal, dass der Wagen "normal" sei. Und von der Steuerseite will ich schon gar nicht reden, denn in Italien bezahlt man die Kfz-Steuer nach Leistung, ergo
wäre das eine "Steuerhinterziehung".

Also blieb dieses Projekt auf Eis bzw. hing ich in den Seilen und wog immer das Pro und Kontra ab und dann kam der Delta wie ein Blitz, der einfach "alles" vereinte, nämlich die Leistung
des Abarths (und ein paar PS noch zusätzlich) - und das legal - mit einer Karosserie, die eher etwas mit einem Dedra-Nachfolger zu tun gehabt hätte als der Punto, der etwas als Nachfolger für meinen HGT gewesen wäre.

Der 1,8er ist für mich ein "Hammer", weniger wegen der Leistung an sich, denn die Eckdaten sind klar und in den Tests in Italien mit Leistungsangaben lag die PS-Zahl (in den verschiedenen Modellen von Alfa und dem Delta) bei 215 bis 220PS, das Drehmoment bei 335-345 Nm, aber es ist diese Zusammensetzung zwischen dem Automaten und der Motorcharakteristik, die wirklich wie "Faust aufs Auge" passen. Die Durchzugskraft ist enorm und die Anschlüsse passen, alle. Wenn man im manuellen Modus, dazu in Sport, den ausreizt, liegt man praktisch
immer im optimalen Bereich.

Was mich aber am meisten beeindruckt hat - bisweilen aber auch "langweilig" wirkt - liegt in der Art, wie der Delta das macht. Mein Dedra war verdammt schnell, wenig langsamer als der Delta
(der Dedra ging über die 230), beschleunigte brachial und hatte im Laderbereich einen Durchzug, der einen in die Sitze haute, aber der Dedra macht es "brutal". Selbst die 17"-Räder, die ich
aufgezogen hatte, kamen so eben mit der Kraft zurecht. Dann die Charakteristik im oberen Bereich, zuerst bei 6.000 Touren eine "Gedenksekunde", dann der Overboost bis 7.000 Touren und dann Ende. Alles spürte man im Rücken, unterm Hintern sowieso.

Beim Delta muss man schon auf den Tacho schauen, um überhaupt etwas mitzubekommen. Es gibt hier eine bestimmte Kurve, die für mich ein Maßstab ist. Die bin ich mit allen Fahrzeugen gefahren und kannte deren Limits für diese Kurve bzw. bis wo es ungefährlich war. Egal, ob Uno Turbo, HGT oder auch Dedra Turbo, nebst GTI und Co. Bei 70 war Schluss, vielleicht 75, wenn man es wirklich riskiert hätte. Der Delta schafft die Kurve ohne Anstrengung mit 85 und es ginge noch mehr, wenn ich es darauf anlegen würde, aber da spielt dann die Fahrzeugbreite eine Rolle und das Risiko wäre dann zu groß, weil man kein Spielraum mehr hätte, aber machbar wäre es.

Das ist es immer wieder, der Delta überrascht damit, dass er alles unangestrengt macht und man glaubt, man sei "langsam" unterwegs und mit "jedem anderen" Fahrzeug sei man schneller, bis man dann auf den Tacho achtet.

Diese Strecke, die ich jetzt gefahren bin, bin ich seit meinen ersten Fahrerfahrungen gefahren. Ich bin sie extrem gefahren, kenne ihre Tücken, jeden Punkt. Ok, heute ist sie weit ungefährlicher, weil sie weniger befahren wird, aber von ihrer Faszination hat sie nichts eingebüßt. Der Delta scheint durch die Kurven zu gleiten und ich gefühlt hätte ich behauptet, ich sei noch nie mit einem Fahrzeug so langsam gewesen, wenn man dann auf die Uhr schaut, stellt man aber fest, dass man in Wirklichkeit schneller war als mit all den anderen Fahrzeugen zuvor.

Wenn ich dann bedenke, dass das nicht einmal Limit war, mit genügend Sicherheitsreserven, ohne Druck, nur als "Vergnügen", dann ist das, was so beeindruckend am Delta ist.
Ich nenne ihn immer einen "Hochleistungsathleten im Maßanzug". Optisch hebt sich der Delta eh aus der Menge hervor und egal, ob es ein "einfacher" Delta ist, wie er es in der Regel hier ist, oder ob es einer wie meiner ist, der ja allein von den Rädern her auffälliger ist (das RSS senkt dazu die Karosseriehöhe um ca. 10-15mm, was Segen und Fluch zugleich ist, denn ich muss hier oft aufpassen, nicht unten mit der Lippe aufzusetzen).

Wie sich die Motorenentwicklung verändert hat bzw. wie gut der 1,8er läuft, konnte ich vor ein paar Monaten feststellen, als ich am Meer ja zwei Monate beide Fahrzeuge praktisch nicht nutzen konnte und sie geparkt auf dem Hotelparkplatz waren. Der Ypsilon ließ sich nur ungern starten und brauchte etwas, bis der sich stabilisiert hatte, der 1,8er startete sofort, als sei er kurz vorher gestartet.

Auch vom Kaltlaufverhalten ist es schon ein Quantensprung zum 2 Liter Turbo des Dedras gewesen, der immer ein paar Minuten brauchte, bis er dann rund lief. Auch brauchte man früher Ausgleichswellen, um eine Laufruhe zu bekommen, wie es ja bei den Lancia-Modellen üblich war. Der Delta-Motor hat keine Ausgleichswellen, läuft aber noch vibrationsarmer als es der Dedra
war.

lanciadelta64
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Re: 10 Jahre Lancia Delta 844

Post by lanciadelta64 » 08 Apr 2018, 23:59

Der Alfa 159er zählt für mich immer noch zu den schönsten Limousinen überhaupt und der SW sicherlich ein wunderschöner Kombi. Wenn ich mir dagegen die Konkurrenz anschaue, machen die beiden Alfas immer noch eine tolle Figur. Die Front ist einfach zeitlos.

Na ja, als ich die ersten 20 km mit meinem Delta auf der Schnellstraße absolviert hatte, also direkt nach dem Abholen, lag der Durchschnittsverbrauch laut BC bei 13-15 l und ich fuhr Tempo 100!!!!
Aber als ich dann den Wagen mit ca. 100 km auf der Uhr in meine Garage abstellte, lag der Wert schon bei rund 9.

Das Problem bei den neuen Turbomotoren ist, dass sie im unteren Drehzahlbereich bereits ihre maximale Kraft haben und dort ein Optimum an Verbrauch besitzen. Mein Dedra brauchte ca. 2.500 Touren, um loszulegen. Man konnte ihn zwar auch mit 1.200 Touren fahren, aber ob man Vollgas gab oder nur dosiert, es machte keinen Unterschied. Der 1,8er hat bereits bei 1.400 Touren einen Wert von 320 Nm und der 1,4er T-Jet legt schon bei 1.200 Touren los. Bewegt man diese Motoren unterhalb dessen, was man früher überhaupt brauchte, damit der Turbo einsetzte, verbrauchen die modernen Turbos relativ wenig, weniger als früher, dafür aber, wehe man geht über 2.500-3.000 Touren, wird es richtig teuer.

Ja, die SWs scheinen wirklich einen schlechteren CW-Wert zu haben, denn in den ital. Tests kam der nur schwer über 220 km/h-Marke, also deutlich langsamer als die angegebenen 235 km/h und am Motor kann es nicht gelegen haben, denn die waren oft deutlich stärker als die Werksangabe das vermuten ließen. Dazu kam dann auch das wohl, entgegen der Werksangaben, doch höhere Gewicht.

Gerade das RSS zeigt, wie schizophren FCA war (ist). Anstatt gerade mit dem RSS "hausieren" zu gehen, wurde es beinahe totgeschwiegen bzw. nicht besonders die Fahrdynamik hervorgehoben. Frei nach dem Motto, ein Lancia darf keine Fahrdynamik besitzen. Diese Widersprüchlichkeiten haben auch zum schlussendlich zu weniger überzeugenden Verkaufszahlen geführt.

Der Delta war nie als "Messias" gedacht, niemals als ein Modell, das allein die Marke Lancia hätte hochhalten können, sondern als "das erste Modell" einer Modelloffensive, nach dem Motto Francois, "jedes Jahr ein neues Lancia-Modell", aber wie so oft schon zuvor wurde der Delta sich selbst überlassen, allein und nicht eingebettet. Da nimmt man den Namen "Delta", aber vermeidet möglichst, dem Delta auch Fahrdynamik werbemäßig zu erlauben. Da verpasst man ihm einen 200 PS-Motor, aber bitte keine sportlichen Attitüden, um dann später, freilich mit "schwächeren" Motoren, eine Momo-Variante mit Sportsitzen herauszubringen. Es fehlte von Anfang an ein Gesamtkonzept.

Der Delta hätte mehr verdient gehabt, denn als Auto ist er wirklich gelungen und das "Flying Bridge" wurde selbst von Opel schamlos kopiert. Also warum nicht an etwas glauben, was andere dann so kopieren?

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